close

Contact

Hessen Film and Media Academy (hFMA)
address: Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.Fl
63065 Offenbach am Main
Germany

please find driving directions here

Contact Management Office: 
Phone: +49 69 380 297 443
E-Mail: info(at)hfmakademie.de

You can usually reach us Mon - Fri, 09:00 a.m. - 04.30 p.m.

Managing Director
Dr. Janina Rojek - phone: +49 69 380 297 441, e-mail: rojek(at)hfmakademie.de

Project Managers:
Dr. Marcela Hernández - phone: +49 69 380 297 443, e-mail: hernandez(at)hfmakademie.de
Csongor Dobrotka - phone: +49 69 380 297 442, e-mail: dobrotka(at)hfmakademie.de

Event

(Public)

Film, Vortrag

Frankfurt am Main

Visual Truth Regimes: Forensic Truth Regimes

Was wenn ein Fall juristisch abgeschlossen ist, aber noch viele Fragen offen sind? Welche Möglichkeiten der Revision gibt es über das Recht hinaus? Mit Hilfe künstlerischer Untersuchungsverfahren lassen sich Fälle, auch Jahre später, noch einmal anders und genauer betrachten, so dass ihnen breitere öffentliche Aufmerksamkeit verliehen wird.
Gespräch im Anschluss an eine Vorführung des Films...

Read more

Was wenn ein Fall juristisch abgeschlossen ist, aber noch viele Fragen offen sind? Welche Möglichkeiten der Revision gibt es über das Recht hinaus? Mit Hilfe künstlerischer Untersuchungsverfahren lassen sich Fälle, auch Jahre später, noch einmal anders und genauer betrachten, so dass ihnen breitere öffentliche Aufmerksamkeit verliehen wird.

Gespräch im Anschluss an eine Vorführung des Films Revision (DE 2012, Regie: Philip Scheffner, Produktion: Merle Kröger).

Termin und Ort: 

02.06.2026, 18:30
Pupille, Festsaal im Studierendenhaus (1. OG)

Philip Scheffners Revision (2012) nutzt dafür die Mittel des dokumentarischen Films. Auf der Grundlage journalistischer und eigener Recherchen widmet er sich dem bis dahin kaum beachteten Fall von Grigore Velcu und Eudache Calderar, die im Jahr 1992 durch tödliche Schüsse einer Gruppe von Jägern an der deutsch-polnischen Grenze ums Leben kamen. Die beiden illegalisierten Roma aus Rumänien, die regelmäßig die Grenze überquerten, um in Deutschland zu arbeiten, wurden von den Jägern, so deren Behauptung vor Gericht, für Wildtiere gehalten. Der Freispruch der Beschuldigten eröffnet bis heute die juristische als auch gesellschaftliche Frage nach Aufklärung und Gerechtigkeit.

Gemeinsam mit Başak Ertür und Alisa Lebow (Ko-Autor:innen des Textes »Countering Forensic Violence. Philip Scheffner‘s Revision«, in: World Records, Vol. 9 »Just Evidence«, 2025) sprechen wir nach der Vorführung von Revision über das gegenforensische Potential von dokumentarischen Filmen für eine Kritik des Rechts und der Gewalt, die bleibt.

Ein Abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Visuelle Wahrheitsregime«, organisiert von Laliv Melamed (Goethe-Universität Frankfurt, TFM), Felix Trautmann (HBK Braunschweig / Institut für Sozialforschung) und Franziska Wildt (Institut für Sozialforschung). Visuelle Wahrheitsregime sind Schnittstellen von Bildern, Wissenssystemen und politischen (Un-)Ordnungen. Die Veranstaltungsreihe widmet sich visuellen, ästhetischen und künstlerischen Untersuchungen von Beweismitteln – und wie diese im Bereich des Rechts, der Medien und in Bezug auf Gewaltformen wirksam werden.

Video-play-button
    Pause
      /
    Button-tray-up