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Hessen Film and Media Academy (hFMA)
address: Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.Fl
63065 Offenbach am Main
Germany

phone +49 (0) 69 830 460 41

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Managing Director
Anja Henningsmeyer (Monday to Thursday) - a.henningsmeyer@hfmakademie.de

Employees:
Ilka Brosch (Tuesday & Wednesday) - brosch@hfmakademie.de
Csongor Dobrotka (Friday) - dobrotka@hfmakademie.de
Klaus Schüller (Thursday & Friday) - schueller@hfmakademie.de
Mariana Schneider (Wednesday & Thursday) - info@hfmakademie.de

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    An Evening with Babette Mangolte

    „Schon als Kind war ich extrem interessiert am Theater, und in meinen ersten Jahren in New York entdeckte ich zudem den Tanz. Ein heraustechender Zug der Arbeit von Pina Bausch ist die Kombination von beidem. Mich interessiert das Problem, wie man eine Live-Vorführung filme kann, ohne dass es statisch wirkt.“
    Babette Mangolte ist Kamerafrau und Filmemacherin in New York und Professorin an der...

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    „Schon als Kind war ich extrem interessiert am Theater, und in meinen ersten Jahren in New York entdeckte ich zudem den Tanz. Ein heraustechender Zug der Arbeit von Pina Bausch ist die Kombination von beidem. Mich interessiert das Problem, wie man eine Live-Vorführung filme kann, ohne dass es statisch wirkt.“

    Babette Mangolte ist Kamerafrau und Filmemacherin in New York und Professorin an der University of California in San Diego. Sie hat mehrere Filme mit Chantal Akerman realisiert, darunter Jeanne Dielman und News from Home. Ihre eigenen Filmarbeiten kreisen u.a. um Fragen der Choreographie und der Performance.

    Filmvorführung: 

    18 Uhr: What Maisie Knew (USA 1975), 60 min., Steve Paxton at Dia (USA 2014), 8 min., Staging Lateral Pass (USA 2013), 31 min., R: Babette Mangolte,

    20 Uhr: Un jour Pina a demandé, B/F 1974, R: Chantal Akerman, 60 min.


    Sonia Campanini. Follow me quietly. Akermans Poetik von Raum und Bewegung

    In ihrem ersten langen Film Hotel Monterey (1972) dokumentiert Chantal Akerman eine Nacht in einem billigen Hotel auf der Upper East Side in Manhattan. Sie erkundet das Hotel von unten bis oben: die Lobby und die Lounge, die dunklen Aufzüge, die spärlich erleuchteten Korridore und Flure, die kargen Zimmer. Diese Räume rahmt sie in langen, stillen Einstellungen, in einem Stil, der den...

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    In ihrem ersten langen Film Hotel Monterey (1972) dokumentiert Chantal Akerman eine Nacht in einem billigen Hotel auf der Upper East Side in Manhattan. Sie erkundet das Hotel von unten bis oben: die Lobby und die Lounge, die dunklen Aufzüge, die spärlich erleuchteten Korridore und Flure, die kargen Zimmer. Diese Räume rahmt sie in langen, stillen Einstellungen, in einem Stil, der den Dokumentarfilm mit dem Experimentalfilm zusammen bringt. In ähnlicher Weise wie auch im Kurzfilm La Chambre beobachtet die Kamera den Raum mit poetischer Geste und wird zur Zeugin der vielfältigen Bezüge zwischen den Räumen und ihren Bewohner.

    Sonia Campanini ist Juniorprofessorin für Filmkultur an der Goethe-Universität, wo sie für den Studiengang “Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation” verantwortlich ist.

    Filmvorführung: Hotel Monterey, B/USA 1973, 62 min., und La Chambre, B/USA, 11 min.

    Die Reihe findet im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums statt (Schaumainkai 41, Frankfurt am Main). Eintritt: 5 €. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 / 961 220-220.


    Alisa Lebow. Distanz rahmen: NEWS FROM HOME

    Chantal Akermans News from Home wird mitunter als Liebeserklärung an ihre Mutter beschrieben, kann aber auch als Darstellung einer Distanzerfahrung verstanden werden. Während die damals 27 Jahre alte Akerman die täglichen Briefe ihrer Mutter laut vorliest, sehen wir Szenen aus einer gänzlich anderen Welt. Der Zwiespalt könnte kaum offensichtlicher sein. 
    Der Film ist zugleich ein...

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    Chantal Akermans News from Home wird mitunter als Liebeserklärung an ihre Mutter beschrieben, kann aber auch als Darstellung einer Distanzerfahrung verstanden werden. Während die damals 27 Jahre alte Akerman die täglichen Briefe ihrer Mutter laut vorliest, sehen wir Szenen aus einer gänzlich anderen Welt. Der Zwiespalt könnte kaum offensichtlicher sein. 

    Der Film ist zugleich ein Dokument einer sehr eigenen Anschauung von New York und einer Beziehung zwischen einer Mutter und einer Tochter, die höchst unterschiedliche Leben führen. Die Distanz ist eine physische und psychische, die in den Zwischenräumen zwischen Ton und Bild lesbar wird.

    Alisa Lebow ist Filmwissenschaftlerin und Filmemacherin und lehrt an der University of Sussex. Sie ist Spezialistin für Dokumentarfilm und befasst sich besonders mit den dokumentarischen Arbeiten von Chantal Akerman. Ihr jüngstes Projekt, “Filming Revolution” (Stanford University Press, 2018) ist eine interactive, webbasierte studie zur Filmproduktion in Ägypten seit der Revolution (http://filmingrevolution.supdigital.org/).

    Filmvorführung: News from Home, F/B 1977, 98 min.

    Vortrag in englischer Sprache.

    Die Reihe findet im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums statt (Schaumainkai 41, Frankfurt am Main). Eintritt: 5 €. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 / 961 220-220.


    Until 2019-05-24 / Friday (Students)

    Workshop / Seminar

    Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

    PITCHING WORKSHOP AT HfMDK 2019

    The hFMA provides priorly for students of BAtanz the opportunity to participate in a pitching-workshop (in English language) with the professional coach Sibylle Kurz, from 23rd until 24th of May 2019. Pitching a project means facing a number of questions:
    Defining all this is not an easy task. Especially, if it has to be presented concisely and coherently in front of potential sponsors. In...

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    The hFMA provides priorly for students of BAtanz the opportunity to participate in a pitching-workshop (in English language) with the professional coach Sibylle Kurz, from 23rd until 24th of May 2019. Pitching a project means facing a number of questions:

    • How to explain briefly what my project is about?
    • Who can support me in developing it?
    • Why it is important for me (motivation)?
    • And why should it be important for partners and an audience (intention)?

    Defining all this is not an easy task. Especially, if it has to be presented concisely and coherently in front of potential sponsors. In this pitching-workshop, these skills will be practised. Starting with an introductory lecture, the participants will train on the basis of their brought proposals afterwards. To participate in this workshop, it is important to bring your own idea, concept or project as the pitching-training will work concretely with and on the proposals of the participants.


    To apply,
    1.) –> please fill in the registration form: https://eu.jotform.com/build/90643330315347
    2.) –> and submit the following documents to Ilka Brosch brosch@hfmakademie.de and CC to Sibylle Kurz s.kurz@pitching.de:

    1. Short summary of the planned project (idea, concept and motivation to realize the project), max. 2 DIN A4 pages (if you have an elaborated exposé, you're welcome to send it as well, max. 10 DIN A4 pages)
    2. Motivation letter (in regard to your participation), 1 – 2 DIN A4 pages
    3. Short CV

    END OF APPLICATION: May 13th, 2019


    Date, time, venue:
    23rd – 24th May 2019, 10 – 18 hours at
    Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) | Eschersheimer Landstraße 29 | 60322 Frankfurt am Main | 3rd floor room no. 4

    Until 2019-05-28 / Tuesday (Students)

    Workshop / Seminar

    Mediencampus der Hochschule Darmstadt

    Pitch-Workshop mit Sibylle Kurz an der Hochschule Darmstadt 2019

    Auch 2019 bietet Euch die hFMA wieder Pitch-Workshops der beliebten Trainerin Sibylle Kurz an, diesmal einen zweitägigen Pitch-Workshop an der Hochschule Darmstadt (Mediencampus Dieburg). Alle, die im Film- und Medienbereich studieren oder ein Theaterstück etc. planen, sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen!
    Termine:
    Montag, 27.05.2019
    10.00 – 11.30 Uhr Vortrag: Kino (Raum...

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    Auch 2019 bietet Euch die hFMA wieder Pitch-Workshops der beliebten Trainerin Sibylle Kurz an, diesmal einen zweitägigen Pitch-Workshop an der Hochschule Darmstadt (Mediencampus Dieburg). Alle, die im Film- und Medienbereich studieren oder ein Theaterstück etc. planen, sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen!

    Termine:
    Montag, 27.05.2019

    10.00 – 11.30 Uhr Vortrag: Kino (Raum 15/03)
    12.00 – 18.00 Uhr Workshop: Raum 18/04
    Dienstag, 28.05.2019
    10.00 – 18.00 Uhr Workshop: Raum 18/04

    Ort:
    Hochschule Darmstadt
    Mediencampus Dieburg
    Max-Planck-Straße 2
    64807 Dieburg

    Im Anschluss an den öffentlichen Vortrag beginnt die Praxis: im Workshop wird dann an den mitgebrachten Projekten der Teilnehmer*innen geübt. – Daher ist es zur Teilnahme wichtig, eine eigene Idee, Konzeption oder ein Projekt mitzubringen, um daran praxisnah und konkret die nächsten Projektentwicklungsschritte inhaltlich sowie strategisch zu erarbeiten.


    Workshopinhalt

    Wie erkläre ich anderen, warum mein Projekt so wichtig und großartig ist? Das ist gar nicht so einfach! Vor allem dann nicht, wenn ich nach einer Finanzierung suche und mein Gegenüber dementsprechend kritisch eingestellt ist...

    Mit Sibylle Kurz könnt ihr genau das üben und wertvolles Feedback der Trainerin und der anderen Teilnehmer*innen sowie inspirierende Tipps und Tricks mit nach Hause nehmen.

    Im Kunst-, Kultur-, und Medienbereich zu studieren und zu arbeiten bedeutet in die Zukunft zu denken – und den nächsten Schritt dann auch zu gehen: Ideen wollen umgesetzt, neue Denkansätze und Konzepte wollen produziert und von einem Publikum entdeckt werden. Egal ob studentischer Kurzfilm, klassischer Dokumentarfilm, Games, Animationen, kommerzielles Kino, cross- und transmediale Konzepte oder experimentelle Videokunst - Kreativität braucht Öffentlichkeit!

    Als Kreativschaffende*r ist man deshalb nicht nur ständig damit beschäftigt, sein Projekt weiterzuentwickeln, sondern auch die Idee dahinter für andere nachvollziehbar zu machen, um für sie zu begeistern. Dazu ist es wichtig, seine Gedanken laut zu formulieren und anderen zu erzählen, um sich selbst klarer zu werden. Ob man das nun Brainstorming, Präsentation oder Pitching nennt… Hauptsache es geht weiter mit den Projekten. In diesem Sinne hat der Pitching-Workshop zwei Schwerpunkte:

    •  die Herausarbeitung des lebendigen Motivs des Projekts und dessen Stärken und Schwächen, ebenso wie
    •  die effektive Kommunikation und Präsentation des kreativen und thematischen Schwerpunkts mithilfe von technischen Basiselementen. Denn der richtige »Pitch« eines Projektes entscheidet in der Regel über seine Chancen auf eine Realisierung.

    Trainerin Sibylle Kurz behandelt:

    •   die Projektentwicklung und Recherche vor Präsentationen
    •   unterschiedliche Präsentations-Situationen und Kontexte,
    •   notwendige Kommunikationstechniken - verbal und non-verbal - und deren Wirkung,
    •   die Essenz von Stoffen, Themen, und deren emotionalen Effekte beim Publikum.

    Bewerben können sich alle Film- und Medienstudierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie. Vorrang haben Studierende des Hauptstudiums, Abschlussprojekte sowie Teilnehmer*innen, die bislang noch keinen Pitch-Workshop der hFMA besucht haben.

    ANMELDESCHLUSS ist Montag, der 13. Mai 2019


    1.) ANMELDUNGEN
    bis zum Montag, der 13. Mai 2019 ausschließlich über das Online-Formular:https://form.jotformeu.com/81333104784352

    2.) EINZUREICHENDE PROJEKTUNTERLAGEN
    bis zum Montag, der 13. Mai 2019 an brosch@hfmakademie.de:

    • Kurzzusammenfassung des geplanten Projekts, Umfang: max. 2 DIN A4 Seiten (sofern vorhanden kann zuzüglich auch das Expose – max. 10 DIN A4 Seiten – eingereicht werden)
    • Motivationsschreiben (1/2 DIN A4 Seite)
    • Kurz-Lebenslauf

    Kontakt für RÜCKFRAGEN:
    Ilka Brosch brosch@hfmakademie.de
    Tel: 069 830 460 41 (jeweils Di & Mi)




    Laliv Melamed. Hier/Da: Chantel Akermans LA-BAS

    “Wenn ich aus dem Fenster schaue, gehe ich ganz in mich hinein”, sagt Chantal Akerman in ihrem Film LÀ-BAS von 2006. Einer Einladung folgend, hielt sie sich für einige Wochen in Tel Aviv auf. Die meiste Zeit schloss sie sich in ihre Wohnung ein und richtete die Kamera auf die Sicht aus dem Fenster der Wohnung. Das „dort unten“ des Titels bezieht sich auf die Straße draußen, aber auch...

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    “Wenn ich aus dem Fenster schaue, gehe ich ganz in mich hinein”, sagt Chantal Akerman in ihrem Film LÀ-BAS von 2006. Einer Einladung folgend, hielt sie sich für einige Wochen in Tel Aviv auf. Die meiste Zeit schloss sie sich in ihre Wohnung ein und richtete die Kamera auf die Sicht aus dem Fenster der Wohnung. Das „dort unten“ des Titels bezieht sich auf die Straße draußen, aber auch auf einen Platz jenseits des Sichtbaren, einen inneren, imaginären Ort. In dem sie nach draußen schaut, richtet Akerman unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf die befremdliche Gegenwart Israels, die sie vom Fenster aus sehen kann, sondern auch auf das Versprechen einer Zukunft, das Israel einmal gab. 

    Die Spannung zwischen Innen und Außen, zwischen Hier und Da in Akermans Film lässt sich als paradigmatisch für ein kritisches Nachdenken über die konfliktreiche Realität Israels verstehen.

    Laliv Melamed ist Post-Doc-Forscherin am Graduiertenkolleg “Konfigurationen des Films” an der Goethe-Universitt Frankfurt. Sie promovierte in Filmwissenschaft an der New York University und war research fellow am Edmond J. Safra Center for Ethics der Universität Tel Aviv. 

    Sie ist außerdem Kuratorin und Programmgestalterin für Docaviv, das Tel Aviv Documentary Film Festival.

    Filmvorführung: LÀ-BAS, B/F 2006, 78 min.

    Vortrag in englischer Sprache.

    Die Reihe findet im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums statt (Schaumainkai 41, Frankfurt am Main). Eintritt: 5 €. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 / 961 220-220.


    Eva Kuhn. Vor und nach Jeanne Dielman

    „It felt as though there was a before and after Jeanne Dielman just as there had once been a before and after Citizen Kane“ (Laura Mulvey 2016).
    Der Vortrag untersucht das frühe Meisterwerk von Chantal Akerman in seiner Spannung zwischen realistischem Inhalt und radikal künstlerischer Form und fragt nach den Gründen für die grosse Bedeutung dieses Films im kunst- bzw. filmtheoretischen...

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    „It felt as though there was a before and after Jeanne Dielman just as there had once been a before and after Citizen Kane“ (Laura Mulvey 2016).

    Der Vortrag untersucht das frühe Meisterwerk von Chantal Akerman in seiner Spannung zwischen realistischem Inhalt und radikal künstlerischer Form und fragt nach den Gründen für die grosse Bedeutung dieses Films im kunst- bzw. filmtheoretischen sowie sozialpolitischen Kontext seines Erscheinens im Jahre 1975. Zugleich versteht der Vortrag den Film als Beitrag zu einer postfeministischen Repräsentationskritik, in der nicht mehr das Objekt oder Sujet „Frau“, sondern Verfahren der Subjektivierung im Zentrum stehen.

    Eva Kuhn ist Kunst- und Filmwissenschaftlerin, lehrt und publiziert im Schnittbereich Kunst/Kino und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Dissertation "leben-filmen. Das filmische Lebenswerk von Jonas Mekas" wird 2019 bei Fink erscheinen.

    Filmvorführung: JEANNE DIELMAN, 23 QUAI DU COMMERCE, 1080 BRUXELLES, B/F 1975, 201 min.

    Die Reihe findet im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums statt (Schaumainkai 41, Frankfurt am Main). Eintritt: 5 €. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 / 961 220-220.


    Martin Seel. Die andere Seite des Kinos: Chantal Akermans DE L’AUTRE COTE

    Die andere Seite – das ist in Akerman Film die Seite jenseits der Grenze zwischen den Mexico und den USA, gesehen von jeweils einer dieser Seiten. Menschen, die dort leben, sprechen über ihre Verluste und die Grausamkeiten des US-amerikanischen Grenzregimes. Der Film sieht ihnen dabei zu und verweilt bei Anschauungen der Wüste, die sich in gleichgültiger Schönheit diesseits und jenseits der...

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    Die andere Seite – das ist in Akerman Film die Seite jenseits der Grenze zwischen den Mexico und den USA, gesehen von jeweils einer dieser Seiten. Menschen, die dort leben, sprechen über ihre Verluste und die Grausamkeiten des US-amerikanischen Grenzregimes. Der Film sieht ihnen dabei zu und verweilt bei Anschauungen der Wüste, die sich in gleichgültiger Schönheit diesseits und jenseits der politischen Demarkationslinie erstreckt. 

    De l’autre côte ist einer der dokumentarischer Filme Akermans, aber er verweigert sich dem in diesem Genre üblichen Gestus des Bescheidwissens ebenso wie der Versuchung, die Splitter der wiedergegebenen Geschichten zu einer deutenden Geschichte zu verbinden.

    Martin Seel ist Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und Mitglied des Exzellenclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Jüngere Veröffentlichungen: Die Künste des Kinos, Frankfurt/M. 2013; Aktive Passivität. Über den Spielraum des Denkens, Handelns und anderer Künste, Frankfurt/M. 2014; Hollywood ignorieren. Vom Kino, Frankfurt/M. 2017; Nichtrechthabenwollen. Gedankenspiele, Frankfurt/M. 2018.

    Filmvorführung: DE L’AUTRE CÔTÉ, F/B 2002, 103 min.

    Die Reihe findet im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums statt (Schaumainkai 41, Frankfurt am Main). Eintritt: 5 €. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 / 961 220-220.