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Event

Lecture & Film: POSTCHI

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Dienstag, 05.05.2026, 20:30 Uhr

POSTCHI (Der Briefträger)
Iran 1972. R: Dariush Mehrjui D: Ali Nassirian, Ezzatollah Entezami, Zhaleh Sam. 103 Min. 35mm. OmU
Original Version with German subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Dariush Mehrjui (1939-2023) war einer der ersten Regisseure der iranischen Neuen Welle Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre, die international bekannt wurden. Sein dritter Spielfilm POSTCHI hatte seine Uraufführung in Cannes und ist eine freie Adaption des Stückes „Woyzeck“ von Georg Büchner, transponiert in den Iran und zugeschnitten auf iranische Verhältnisse. Taghi, die Hauptfigur, lebt mit seiner Frau als Postbote in einer abgelegenen Gegend Nordirans, dient aber auch dem lokalen Großgrundbesitzer als Gehilfe und wird wegen seiner Impotenz von einem Veterinär behandelt. POSTCHI wechselt zwischen realistischer Beschreibung, satirischer Zuspitzung und surrealer Überhöhung und liefert ein scharfes Bild der sozialen Verhältnisse während des Schah-Regimes, insbesondere des Clashs zwischen überlebten Traditionen und korrupter Modernisierung.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

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