Aktuelle Filme zu den Lebenswirklichkeiten in den Regionen des Globalen Südens gehören zum vielfältigen Programm, das die Filmtage Globale Perspektiven alle zwei Jahre zeigen. Dazu gehören Gespräche mit Film- und Medienschaffenden. Am 20. Mai 2026 findet die feierliche Verleihung des renommierten Filmpreis Globale Perspektiven statt.
Termin und Ort:
Filmtage Globale Perspektiven 2026
19.–21. Mai 2026
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Ev. Akademie Frankfurt
Das Programm wird begleitet mit Workshops und Panel auch für Studierende, hier eine Auswahl:
Werkstattgespräch: Gemeinsam Filme gestalten
In dem interkulturellen Werkstattgespräch geht es um die Zusammenarbeit zwischen Kreativen aus deutschsprachigen Ländern und aus dem Globalen Süden. Wie kann bei internationalen Koproduktionen eine künstlerisch bereichernde, faire und selbstbestimmte Zusammenarbeit geschehen? Filmurheber:innen aus beiden Regionen kommen zusammen, um konkrete Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Vielfältige Fragestellungen sind möglich, etwa: Wie können unterschiedliche filmische Traditionen und Ästhetiken kreativ inspirieren, ohne dass eine Seite dominiert? Welche praktischen Schritte – von der Projektentwicklung über die Finanzierung bis zur Postproduktion – sind nötig, um partnerschaftlich zu arbeiten?
Mi, 20. Mai 10.00 – 12.00 Uhr, Seminarraum im DFF
Workshop: Filmarchiv zur deutschen Kolonialgeschichte
Das Archiv „Afrikas Zeugen“ geht demnächst online. Es bietet Interviewausschnitte mit Zeitzeug:innen der deutschen Kolonialzeit, die der Dokumentarfilmer Peter Heller in den 1970er- und 1980er-Jahren im Kamerun, in Namibia und in Tansania gefilmt hat. Die Plattform ermöglicht nicht nur den Zugriff auf die Filminterviews, sondern stellt auch synchron die übersetzten Transkripte der Zeugenaussagen bereit. Bei Bedarf verlinkt sie direkt zum Filmarchiv, in dem die Originalaufnahmen in bestmöglicher, professionell nutzbarer ProRes-Auflösung verfügbar sind. In dem Seminar stellt Peter Heller die Entstehung der Zeitzeugengespräche vor und führt in die Nutzung des Archivs ein.
Mi, 20. Mai 2026, 13.00 – 14.30 Uhr, Kino im DFF
Masterclass: Robert Krieg
Seit über 40 Jahren realisiert Robert Krieg Dokumentarfilme in verschiedenen Regionen des Globalen Südens – von Lateinamerika über Nordafrika bis in den Nahen Osten. In seinem jüngsten Werk TROTZ ALLEDEM porträtiert Robert Krieg Frauen in Rojava – einer ehemals autonomen Region im Norden Syriens –, die sich mutig von patriarchalen Strukturen befreit und neue Wege des Zusammenlebens erkämpft haben. In der Masterclass gewährt Robert Krieg den Teilnehmenden direkte und persönliche Einblicke in seine Arbeitsweise, den kreativen Prozess und die Entscheidungsfindung seiner Regiearbeit. Ein besonderer Fokus liegt auf seinen Erfahrungen mit den Mitwirkenden und Filmschaffenden vor Ort.
Do, 21. Mai.2026, 10.00 – 12.00 Seminarraum DFF, 13.00 Uhr, Kino im DFF: TROTZ ALLEDEM (2025)
Zur Anmeldung geht es hier. Weitere Infos zum Programm gibt es hier.