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Kontakt

hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 830 460 41

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Sie erreichen uns in der Kernzeit montags bis donnerstags von 10.00 - 16.30 Uhr. 

Geschäftsführung
Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer(at)hfmakademie.de

Mitarbeiter*innen
Csongor Dobrotka (mittwochs) – dobrotka(at)hfmakademie.de
Lara Nahrwold (montags, mittwochs, dienstags) – nahrwold(at)hfmakademie.de
Celina Schimmer (montags, mittwochs, donnerstags) – schimmer(at)hfmakademie.de

Projekt

Profis Plaudern Praxis XIII / Praxis Dokfest 2021

Mein Film zwischen Verwertung und Entwertung – Strategien im Zeitalter von Streaming und Online-Festivals - Teil 2

Streaming und VoD-Plattformen sind ein anhaltendes Diskussionsthema in der Film- und Medienbranche. Besondere Relevanz erhielt das Thema der digitalen Vermarktungs-Strategien durch die Corona-Pandemie. Bereits 2020 nahmen wir deshalb den Umstand unter die Lupe, dass...

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Mein Film zwischen Verwertung und Entwertung – Strategien im Zeitalter von Streaming und Online-Festivals - Teil 2

Streaming und VoD-Plattformen sind ein anhaltendes Diskussionsthema in der Film- und Medienbranche. Besondere Relevanz erhielt das Thema der digitalen Vermarktungs-Strategien durch die Corona-Pandemie. Bereits 2020 nahmen wir deshalb den Umstand unter die Lupe, dass Streamingdienste und Online-Plattformen einerseits – dank der einfachen Zugänglichkeit – vor allem jungen Medienschaffenden ein großes Potenzial ihre Werke sichtbar zu machen eröffnen; andererseits der vermeintlich größeren Unabhängigkeit der Selbstvermarktung im Online-Bereich aber auch eine potenzielle Entwertung der Werke gegenübersteht. Aus der Not der Krise wagten sowohl Kinos wie Filmfestivals den Schritt in die Digitalität, wodurch alle beteiligten Branchenzweige richtungsweisende Erfahrungen sammeln konnten.

Der 2020 aus aktuellem Anlass gesetzte Schwerpunkt wurde 2021 fortgesetzt. Aus der Erfahrung des Vorjahres ergaben sich neue Facetten und Erkenntnisse. Die Veranstaltung Profis Plaudern Praxis XIII / PraxisDokfest gab jungen Medienschaffenden die Möglichkeit, gemeinsam mit erfahrenen Branchen-Expert*innen diesbezügliche Fragen zu konkretisieren, ihr Handeln abzuwägen und für ihre eigenen Produktionen zukunftsgerichtete Auswertungsstrategien zu finden.

Vier Kurzvorträge eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf die Vermarktungsstrategien zwischen Kinoleinwand und Streamingplattformen. In einer moderierten Paneldiskussion und anschließenden Einzelgesprächen vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal in Kassel oder wahlweise via ZOOM wird auf individuelle Fragen für eigene Projekte eingegangen. Sprache: Englisch und Deutsch.

Die Vorträge und Einzelgespräche richteten sich vorrangig an Studierende und Absolvent*innen aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und an die Teilnehmer*innen des 12. Hessischen Hochschulfilmtages, waren aber auch für andere Interessierte geöffnet.


Die Reihe Profis Plaudern Praxis wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Die Sektion versteht sich als Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden. In Vorträgen und Workshops vermitteln Expert*innen fundiertes Praxiswissen und setzen sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinander.

Profis Plaudern Praxis XIII fand 2021 als Hybridveranstaltung statt. 


Vortragsreferent*innen und Expert*innen für Einzelgespräche waren:

Anna Henckel-Donnersmarck / Berlinale Shorts
Kurzfilmfestivals - die Kunst des Kuratierens

Foto (c) Anjula Schaub

Das Kuratieren von Kurzfilmprogrammen folgt seinen eigenen Gesetzen und kann von Festival zu Festival sehr unterschiedlich aussehen: die Profile der Festivals beeinflussen die jeweilige Filmauswahl; die Auswahlverfahren reichen vom Intendant*innenprinzip bis zur hierarchiefreien Gruppenentscheidung. Anna Henckel-Donnersmarck gibt Einblick in ihre über 20jährige Berufserfahrung als Programmerin.

Berlinale Shorts Die Berlinale ist eines der größten Publikumsfilmfestivals der Welt und verbindet Unterhaltung mit künstlerischer Auseinandersetzung. Die Kurzfilme der Berlinale Shorts, dem Kurzfilmwettbewerb der Berlinale, schillern in allen Farben, loten Grenzen aus und schlagen neue Wegmarkierungen in das weite Feld der cineastischen Möglichkeiten. Sie sind ein Seismograph der Gegenwart und laden ein zum Diskurs. Berlinale Shorts ist offen für alle Genres, Macharten und Inhalte.

Anna Henckel-Donnersmarck
Anna Henckel-Donnersmarck arbeitet auf vielfältige Weise mit dem bewegten Bild: Sie realisiert Videoinstallationen für Bühne und Ausstellungen, unterrichtet an Kunsthochschulen und kuratiert Kurzfilmprogramme, u.a. als Leiterin der Berlinale Shorts.


Joachim Kurz / Drop-Out Cinema
Neue Wege der Filmdistribution

Foto (c) Damian Domes / Kinematek Karlsruhe

Disney, Warner, Universal – jeder kennt die großen Player, die den Kinomarkt mit ihren Blockbustern beherrschen. Doch neben diesen und den Arthouse-Verleihern haben sich in den letzten Jahren auch sehr kleine Labels herausgebildet, die strikt cinephil oder in verschiedenen Nischen / Subkulturen des Kinos arbeiten. Joachim Kurz, Mitstreiter des genossenschaftlich organisierten Filmverleihs Drop-Out Cinema beschreibt die spezielle Organisationsstruktur, die Programmarbeit und die anderen Besonderheiten dieses wohl einzigartigen Verleihs.

Drop-Out Cinema Der genossenschaftlich organisierte Filmverleih Drop-Out Cinema entstand 2013 aus dem Wunsch heraus, zusammen mit anderen Filmenthusiast*innen Werke in die Kinos zu bringen, die sonst bei regulären Verleihern keine Chance gehabt hätten. Das erklärte Vorbild waren dabei die Filmclubs als Repräsentanten einer Filmkultur von unten mit Nischenfilmen für Nischenkinos. Der Schwerpunkt von Drop-Out liegt auf Werken des Underground- und Genrekinos, zudem verfügt der Verleih über einen großen Back-Katalog.

Joachim Kurz, geboren 1967, studierte Filmwissenschaften, Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte und Philosophie. Nach ersten beruflichen Schritten als PR-Berater und Ghostwriter gründete er 2003 das Online-Portal Kino-Zeit (www.kino-zeit.de), das er seitdem leitet. Er arbeitet als Autor, Kritiker und Kurator für verschiedene Festivals, betreibt ein eigenes Festival in Oberbayern (www.biennale-bavaria.de) und ist seit mehr als zehn Jahren Genosse beim Filmverleih Drop-Out Cinema.


Niklas Bauer / Filmemacher 
Was wir aus der Odyssee an Online Festivals im vergangenen Jahr gelernt haben

Eine Betrachtung über die Auswertungsmöglichkeiten während eines verrückten Jahres in Vergleich zu den Festivals in Präsenz. Dabei geht es konkret um den Mehrwert, den Online Festivals dem Filmemacher bringen und darum, wie man trotz allem das Beste aus den Festivals herausbekommt. Das alles aus der Perspektive eines Berufseinsteigers, der sich eigentlich erhofft hatte, viele Kontakte mit seinem Abschlussfilm zu schließen und es dann doch irgendwie geschafft hat.

Als freischaffender Regisseur balanciert Niklas Bauer seine kreative Arbeit mit ständigem Selbstmarketing. Zwischen Pitch Veranstaltungen und Filmfestivals versucht er neue Stoffe zu entwickeln und bereits produzierte erfolgreich auszuwerten. Sein letztes Projekt ist Teil der Kinderkurzfilmreihe der EBU. Als nächstes entwickelt Bauer ein Serienkonzept, welches den Preis für den „Best Pitch“ bei der Seriale gewann und seinen Debüt Film, welchen er auf dem Empfang der Filmhochschulen vorstellte.

Niklas Bauer studierte Film an der h_da und fokussierte sich dabei früh auf Stoffe, die marginalisierte Gruppen in den Fokus nehmen. Seine Kurzdoku „§173“ und sein Abschlussfilm „A Day in the Life of a Boy“ waren bereits auf vielen Festivals unterwegs und konnten auch während Corona weltweit Erfolge feiern. 


Sophie Brakemeier / FILMLÖWIN 
Die Balance halten – Feministische Filmvermittlung im Netz

In fast allen filmischen Gewerken sind Frauen unterrepräsentiert und werden schlechter gefördert, obwohl Filme von Frauen nachweislich auf mehr Festivals laufen und mehr Preise gewinnen. Die Filmindustrie ist keine gerechte und als feministisches Projekt ist es der FILMLÖWIN ein politisches Anliegen dem entgegenzuwirken. Doch wie lässt sich eine präzise Filmvermittlung mit feministischem Anspruch mit journalistischer Ethik unter einen Hut bringen? Und welche Chancen bietet uns das Netzwerken im digitalen Raum für diesen Anspruch?

FILMLÖWIN
FILMLÖWIN ist das einzige deutschsprachige Online-Magazin, das sich aus feministischer Perspektive dem Medium Film annimmt. Seit 2014 präsentiert FILMLÖWIN Kritiken zu Filmen von und über Frauen. Die Seite stellt Filmfrauen unterschiedlicher Gewerke vor und berichtet von nationalen und internationalen Festivals. Zu den Aktivitäten des Projekts gehören neben den Artikeln diverse Social Media Kanäle, ein zweiwöchentlicher Newsletter sowie ein monatlicher Podcast und die Filmreihe FILMLÖWINkino.

Sophie Brakemeier ist Redakteurin und Filmkritikerin. Als studierte Medienwissenschaftlerin ist sie schon seit 2012 kuratorisch und redaktionell in der Kinokulturbranche aktiv und seit 2019 festes Teammitglied des Filmmagazins FILMLÖWIN.

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