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hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
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Film, Event

20. Marburger Kamerapreis und 22. Bild-Kunst Kameragespräche – hFMA Interview mit Prof. Dr. Malte Hagener

Der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst Kameragespräche feiern 20-jähriges Jubiläum! 
Gegründet von Prof. Dr. Karl Prümm finden sie dieses Jahr wieder an der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Malte Hagener vom 28. bis 30. Oktober 2021 statt.

Seit 2001 wird der Marburger Kamerapreis jährlich an eine*n herausragenden Bildkünstler*in verliehen – in diesem...

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Der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst Kameragespräche feiern 20-jähriges Jubiläum! 

Gegründet von Prof. Dr. Karl Prümm finden sie dieses Jahr wieder an der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Malte Hagener vom 28. bis 30. Oktober 2021 statt.

Seit 2001 wird der Marburger Kamerapreis jährlich an eine*n herausragenden Bildkünstler*in verliehen – in diesem Jahr an Philippe Rousselot. 

Zu diesem Anlaß haben wir mit Malte Hagener ein Interview zum Programm und zur Zukunft der Veranstaltung geführt. 

Hagener leitet die Veranstaltung seit 2010. Sie ist auch ein Musterbeispiel für wirkungsvolle Kooperationsprojekte: Denn der Marburger Kamerapreis wird vom Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg und dem Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg gemeinsam mit dem bvk – Berufsverband Kinematografie und den Marburger Filmkunsttheatern veranstaltet.


hFMA: Nachdem der Marburger Kamerapreis zuletzt verschoben werden musste, wie sehen Sie der Veranstaltung in diesem Jahr entgegen? Auch vor dem Hintergrund, dass es sich dabei um das 20. Jubiläum handelt?

Hagener: Als die Veranstaltung vor anderthalb Jahren wegen des ersten Lockdowns zwei Wochen vor dem geplanten Beginn abgesagt werden musste, war bereits alles vorbereitet. Plakate waren gehängt, Gäste geladen, Hotelzimmer gebucht, das Programm gedruckt. Die Absage traf uns eiskalt und war für alle Beteiligten eine große Enttäuschung. Umso schöner ist es, dass wir die Veranstaltung nun knapp anderthalb Jahre später doch noch nachholen können.

Wegen der Pandemie ist die Planung diesmal deutlich kurzfristiger. Die nächsten fünf Wochen muss allerhand in Bewegung gesetzt werden, um alle Fäden neu aufzugreifen und ein weiteres Mal zusammenzuführen. Dass wir die Veranstaltung in Präsenz durchführen möchten – und hoffentlich auch können – flankiert durch ein Streaming für ausgewählte Programmpunkte, ist uns vor allem deswegen wichtig, weil das Zusammentreffen der Beteiligten vor Ort die Atmosphäre der Kameragespräche und der Preisverleihung in besonderem Maße prägt. 

Wir freuen uns sehr darauf, einen so anerkannten und wichtigen Kameramann wie Phillipe Rousselot in Marburg begrüßen zu können!


hFMA: Was erwartet Zuschauer*innen und Teilnehmer*innen bei den diesjährigen Bild-Kunst-Kameragesprächen?

Hagener: Die Bild-Kunst-Kameragespräche fokussieren das gesamte Werk des Preisträgers Rousselot, der im Lauf seiner langen Karriere ganz unterschiedliche Filmepochen erlebt und als Kameramann mitgeprägt hat. Sein Schaffen spannt sich von der Nouvelle Vague über das „cinéma du look“ und anspruchsvolle Hollywood-Produktionen bis hin zum zeitgenössischen Special Effects-Kino.

Zusätzlich zu dem ausgewählten Filmprogramm werden Referent:innen aus Wissenschaft, Journalismus und Filmpraxis sowie das Publikum mit Rousselot in Werkstattgesprächen über einzelne Arbeiten, seine Arbeitsweise und seine ästhetischen Präferenzen diskutieren. 

Für Studierende aus dem hFMA-Netzwerk gibt es am 29. Oktober wieder ein Exklusivgespräch, das ich sehr empfehlen kann. Es ist eine gute Gelegenheit mit einem Profi in geschützter Atmosphäre in einen intensiven Austausch zu kommen.

Das komplette Programm werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Webseite marburger-kamerapreis.de veröffentlichen.


hFMA: Wie planen Sie die nächsten 20 Jahre Marburger Kamerapreis & Kameragespräche? Wird es Neuerungen geben?

Hagener: Die ersten zwanzig Preisträger:innen waren vor allem etablierte Kameraleute mit einem langen, international anerkannten Oeuvre, so dass die Auszeichnung als Würdigung für ein Lebenswerk verstanden werden konnte. Für die nächsten zwanzig Jahre ist geplant, die Veranstaltung jünger und diverser zu gestalten. Das bedeutet, neue Talente aufzuspüren und auszuzeichnen. Talente, die im Begriff sind, sich mit aufregenden Kameraarbeiten in der Branche einen Namen zu machen und sich als eigenständige Künstler:innen zu etablieren.

Durch diese Fokusverlagerung möchten wir auch ein jüngeres Publikum ansprechen, das sich mehr durch das Potential und nicht durch den Ruhm der mit dem Kamerapreis ausgezeichneten Filmschaffenden angezogen fühlt. Die technische und gesellschaftliche Etablierung von Streaming-Konzepten in Folge der Pandemie ermöglicht uns zudem, auch ein Publikum anzusprechen, für das eine Fahrt nach Marburg bisher eine Hürde dargestellt hat – etwa Studierende der deutschen Filmhochschulen oder kamerainteressierte Personen aus dem Ausland. Diese Entwicklungen sollen dafür sorgen, dass der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst-Kameragespräche ihre Erfolgsgeschichte trotz der pandemiebedingten Unterbrechung auch in den nächsten zwanzig Jahren weiter fortschreiben.


Weitere Informationen zum Marburger Kamerapreis gibt es auf der Website.

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