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Godard versus CHYTILOVÁ VERSUS FORMAN. Linke Missverständnisse und Filmpolitik

Der 1969 produzierte Film PRAVDA der Dziga Vertov Gruppe (u.a. Jean-Luc Godard und Jean-Henri Roger) entlarvte den latenten Kapitalismus der Imagery des Sozialismus in Bildern des tschechoslowakischen Fernsehens und Arbeiterlebens. Auch Věra Chytilová, die Godard in PRAVDA interviewte, wurde zur Zielscheibe der Kritik, insofern ihr von den Filmemachern eine anti-marxistische (statt einer...

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Der 1969 produzierte Film PRAVDA der Dziga Vertov Gruppe (u.a. Jean-Luc Godard und Jean-Henri Roger) entlarvte den latenten Kapitalismus der Imagery des Sozialismus in Bildern des tschechoslowakischen Fernsehens und Arbeiterlebens. Auch Věra Chytilová, die Godard in PRAVDA interviewte, wurde zur Zielscheibe der Kritik, insofern ihr von den Filmemachern eine anti-marxistische (statt einer anti-kommunistischen) Haltung unterstellt wurde. "Chytilová = Zanuck and Paramount" - so die Formel, mit der Godard seine Kritik in PRAVDA zuspitzt. 

In ihrem 1981 für das belgische Fernsehen produzierten Dokumentarfilm CHYTILOVÁ VERSUS FORMAN vergleicht Chytilová den Verlauf ihrer Karriere mit jener Miloš Formans, der infolge seiner Emigration in die USA nach der Niederschlagung des Prager Frühlings als Hollywood-Regisseur Weltruhm erlangte und zum Zeitpunkt des Filmdrehs gerade mit der Fertigstellung seines für 8 Oscars nominierten Films RAGTIME beschäftigt war. In ihrem Film, der gleichzeitig Selbstreflexion und kritische Auseinandersetzung mit ihrem Kollegen ist, stehen grundlegende Fragen des Filmischen wie des Politischen auf dem Prüfstand.

Chytilovás hatte ihren Kollegen Forman in New York und London während der Dreharbeiten zu RAGTIME (1981) besucht. Das Gespräch zwischen ihr und dem Regisseur offenbart die Auswirkungen ihrer unterschiedlichen Regie-Biografien: Forman ging nach der Niederschlagung des Prager Frühlings ins Exil, Chytilová blieb hingegen in der Tschechoslowakei.

Nicole Kandioler ist Assistenzprofessorin für Politik der Medien im Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.

Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová" präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen.


VORSTELLUNG: Do. 20.01.2022, ab 20:15 Uhr
ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main

Film: CHYTILOVÁ VERSU FORMAN CONSCIOUSNESS OF CONTINUITY
BE/CSSR 1981. R:Věra Chytilová
Dokumentarfilm. 84 Min. Digital. engl./frz. OF

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