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Hessen Film and Media Academy (hFMA)
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News
(Philipps-Universität Marburg)

Rechtsgutachten „Audiovisuelle Materialien in Forschung und Lehre – eine Übersicht zu urheberrechtlichen Aspekten“ jetzt online

„Audiovisuelle Materialien in Forschung und Lehre – eine Übersicht zu urheberrechtlichen Aspekten“ lautet der Titel eines von Prof. Dr. Paul Klimpel und Fabian Rack verfassten Rechtsgutachtens, das nun als neue Guideline in der NFDI4Culture Knowledge Base erschienen ist.
Das ursprüngliche Gutachten „Urheberrechtliche Aspekte beim Umgang mit audiovisuellem Material in Forschung und Lehre“ wurde...

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„Audiovisuelle Materialien in Forschung und Lehre – eine Übersicht zu urheberrechtlichen Aspekten“ lautet der Titel eines von Prof. Dr. Paul Klimpel und Fabian Rack verfassten Rechtsgutachtens, das nun als neue Guideline in der NFDI4Culture Knowledge Base erschienen ist.


Das ursprüngliche Gutachten „Urheberrechtliche Aspekte beim Umgang mit audiovisuellem Material in Forschung und Lehre“ wurde im Auftrag des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) von Dr. Paul Klimpel und Dr. Eva-Marie König 2015 verfasst und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Zahlreiche Änderungen der Rechtslage haben den VHD, die GfM sowie NFDI4Culture bewogen, eine aktualisierte Überarbeitung in Auftrag zu geben, die hiermit unter einer CC BY 4.0-Lizenz der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.

Seit Erscheinen der ersten Fassung hat sich der Rechtsrahmen in erheblichem Umfang geändert. Zum einen unterzog der deutsche Gesetzgeber die urheberrechtlichen Nutzungserlaubnisse für Forschung und Lehre im Jahr 2017 einer grundlegenden Reform. Zum anderen verabschiedete die Europäische Union im Jahr 2019 eine (weitere) Urheberrechts-Richtlinie, die unter anderem die Nutzung von „nicht verfügbaren“ Werken erleichterte. In diesem Gutachten sollen die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Umgang mit audiovisuellen Werken in Forschung und Lehre erläutert werden.


Doch nicht nur der rechtliche Rahmen hat sich seit 2014 verändert. Auch das Rezeptionsverhalten zumindest des zeitgenössischen Films hat sich stark vom Trägermedium wegbewegt und auf das Streaming verlagert. Das kann das Anfertigen lokaler Kopien tatsächlich wie rechtlich erschweren. Die Entwicklungen seit Erscheinen der ersten Fassung des Gutachtens haben eine umfassende Überarbeitung und Neubearbeitung der hier behandelten Rechtsfragen erforderlich gemacht. Auch die Struktur des Gutachtens wurde modifiziert.

Eine sprachliche Anpassung des Textes zu einer gendergerechten Schreibweise sowie die redaktionelle Betreuung und Einrichtung erfolgte in Abstimmung mit den Autoren durch Martin Albrecht-Hohmaier, Christoph Eggersglüß und Alexander Stark im Auftrag von NFDI4Culture, des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und der Gesellschaft für Medienwissenschaft.

Direktlink zum Gutachten in der NFDI4Culture Knowledge Base: https://docs.nfdi4culture.de/ta6-audiovisuelle-materialien-urheberrecht-in-forschung-und-lehre

Direktlink zur Datenpublikation und PDF-Version auf Zenodo: https://zenodo.org/record/8096439

Demnächst wird die PDF-Version der Publikation zudem auf den Websites des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) sowie bei iRights law als Download verfügbar sein.

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Film, Talk

Im Fokus: Interview mit Anna Bell und Julia Pirzer (Organisationsteam ProfisPlaudernPraxis)

Bald startet die nächste PPP-Veranstaltung im Rahmen des 39. Kasseler Dokfests. Welche Ziele habt ihr euch für die diesjährige Veranstaltung gesteckt?
Anna: Wir haben ein sehr aktuelles und wichtiges Thema dieses Jahr aufgegriffen, vielseitige Referent*innen aus diversen Bereichen mit verschiedenen Ansätzen gefunden und wünschen uns, dass viele Studierende der hessischen Hochschulen das...

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Bald startet die nächste PPP-Veranstaltung im Rahmen des 39. Kasseler Dokfests. Welche Ziele habt ihr euch für die diesjährige Veranstaltung gesteckt?

Anna: Wir haben ein sehr aktuelles und wichtiges Thema dieses Jahr aufgegriffen, vielseitige Referent*innen aus diversen Bereichen mit verschiedenen Ansätzen gefunden und wünschen uns, dass viele Studierende der hessischen Hochschulen das kostenlose Angebot des Einblicks in die Berufspraxis, des Austauschs und der Beratung wahrnehmen und viele neue Erkenntnisse daraus mitnehmen können für ihren eigenen Berufseinstieg.

Julia: Wir freuen uns immer noch, dass wir nun das zweite Mal wieder vor Ort stattfinden können. Außerdem sprechen wir seit diesem Jahr intensiviert und gezielt nicht mehr nur die filmpraktischen Studiengänge mit PPP an, sondern versuchen, film- bzw. medienkulturelle und filmpraktische Studierende im Rahmen der Veranstaltung zusammenzubringen – davon, dass dies wichtig ist, sind wir überzeugt, denn die beiden Gruppen werden sich ein Leben lang in der Branche begegnen, brennen für das gleiche Thema und sollten ihre Perspektiven frühstmöglich austauschen.


Das diesjährige PPP-Thema „(Un)fair producing – Film- und Medienproduktion mit ganzheitlichem Ansatz?!“ geht uns alle etwas an und ist gerade für junge Medienschaffende ein bedeutsames und immer dringender werdendes Feld. Wie möchtet ihr junge Menschen im Medienbereich auf die Thematik vorbereiten und unterstützen?

Anna: Unsere diesjährigen Referent*innen setzen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem Themenkomplex bei ihrer täglichen Arbeit auseinander und bringen verschiedene Standpunkte und Blickrichtungen mit. Felix Große-Lohmann setzt sich beispielswese mit nachhaltigen Materialkreisläufen im Kulturbetrieb auseinander, Britta Waagemann mit gemeinwohl-orientierter Kulturarbeit. Vanina Saracino beschäftigt sich unter anderem mit Kunststrategien, die anthropozentrische und binäre Weltsichten in Frage stellen. Das Ziel unserer Veranstaltung ist es, nicht nur für die Thematik zu sensibilisieren und über die Berufsalltage und Ansichten der Referent*innen zu informieren, sondern junge Filmschaffende zu vernetzen, in Kontakt zu bringen mit diesen Profis und den Dialog zu fördern. 

Julia: Mit dieser einen Veranstaltung zu einem so komplexen Feld zu unterstützen, ist ein großes Vorhaben. Die heutigen Studierenden sind für diese Themenkomplexe sowieso schon sehr sensibilisiert – wir reagieren darauf, greifen auf was Diskurs ist und können damit zeigen, dass wir die Veränderung wahrnehmen und fördern. Unsere Stärke liegt darin, dass wir den Ort bieten, an dem Nachwuchsschaffende zusammenkommen können, um für sie wichtige Themen geschützt und trotzdem auf professionellem Niveau zu diskutieren.


Die Industrie reagiert bereits auf Forderungen aus der Branche. Wie gelangen Filmschaffende an Förderungen, die faires und nachhaltiges Arbeiten unterstützen?

Anna: Profi Nr. 4 ist Merle Lenz. Sie ist Referentin für grünes Drehen und Film Commissionerin des Landes Hessen bei der HessenFilm und Medien und kennt sich daher sehr gut mit Green Shooting und generell mit Filmförderungen – vor allem in Hessen – aus, und kann dazu bei Profis Plaudern Praxis einiges berichten.

Julia: Leider kostet es ja immer noch viel Recherchezeit herauszufinden, ob eine Förderung faires- und nachhaltiges Arbeiten gezielt unterstützt. Ich denke, dass Veranstaltungen wie die unsere mit dazu beitragen, dass Förderinstitutionen dies aktiver und offensiver kommunizieren werden.


Referent*innen-Interviews sind ab dem 1. November online – ihr habt spannende Gäste eingeladen, doch auf welchen Gast freut ihr euch besonders?

Anna: Am meisten freuen wir uns auf die Kombination unserer Referent*innen und auf den Austausch zwischen Ihnen und mit den Teilnehmenden bei der Podiumsdiskussion am 18. November und auch bei den Einzelgesprächen, denn das miteinander sprechen und voneinander lernen ist das Herzstück von Profis Plaudern Praxis. Und wir sind sehr gespannt, was dabei dieses Jahr entsteht.

Julia: Ich kann mich Anna nur anschließen. Gerade habe ich die Vorab-Interviews aufgenommen und daran gemerkt, dass man vorher eigentlich noch gar nicht weiß, wie reichhaltig die Erfahrung der einzelnen Referent*innen ist. Mit jeder*m könnte ich mich Stunden unterhalten – und ich hoffe, dass es den Studierenden genauso gehen wird!


HIER findet ihr alle Infos zum Programm und zur Veranstaltung.

Alle Infos zum Projekt: PROFIS PLAUDERN PRAXIS XIV / PRAXIS DOKFEST 2022

Kostenfreie Anmeldung für Einzelgespräche (Präsenz- und Onlinetermine) bis zum 17.11. an Anna Bell: bell@kasselerdokfest.de.


Conference

NFDI4Culture-Forum „GLAM digital – Datenkompetenzen für Kulturerbe-Einrichtungen"

Die Cultural Research Data Academy (CRDA) des Konsortiums für Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter (NFDI4Culture) widmet sich als interdisziplinäre und dezentrale Institution den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Data und Code Literacy für die Fachcommunities der Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft, Architektur sowie für die...

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Die Cultural Research Data Academy (CRDA) des Konsortiums für Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter (NFDI4Culture) widmet sich als interdisziplinäre und dezentrale Institution den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Data und Code Literacy für die Fachcommunities der Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft, Architektur sowie für die Kulturerbe-Institutionen. In den kommenden Jahren sollen durch die Arbeit der CRDA bestehende Angebote in diesem Bereich gebündelt, Lücken identifiziert und mit bedarfsorientierten Angeboten geschlossen werden.

In diesem Jahr richtet die Cultural Research Data Academy ein Forum mit dem thematischen Schwerpunkt „GLAM digital – Datenkompetenzen für Kulturerbe-Einrichtungen" vom 03.11. bis 04.11.2022 in Marburg aus. Veranstaltungsort ist der Veranstaltungsraum des DSA | Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas statt (Pilgrimstein 16, 35037 Marburg).

Die Hybridveranstaltung wendet sich an GLAM-Mitarbeiter:innen, Volontär:innen und Studiengangskoordinator:innen mit Fragen zu bestehenden und Ideen zu fehlenden Aus- und Weiterbildungsangeboten im GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums), mit einer thematischen Bandbreite von Forschungsdatenmanagement bis zu Data und Code Literacy. Daher präsentiert sich das Forum als Austausch- und Vermittlungsplattform, in dessen Rahmen die Teilnehmer:innen die Services von NFDI4Culture, Nachwuchsinitiativen und Institutionen kennenlernen und sich austauschen können.

Es gibt die Möglichkeit, entweder online oder in Präsenz teilzunehmen. Die Veranstalter bitten alle, die teilnehmen möchten, sich für die Veranstaltung anzumelden, zumal vor Ort nur begrenzte Platzkapazitäten vorhanden sind.

Das Programm zur Veranstaltung sowie den Link zur Anmeldung gibt es auf der Webseite.

Professor Dr. Thomas Nauss übernimmt die Präsidentschaft der Philipps-Universität Marburg

Nach zwölf Jahren an der Spitze der Philipps-Universität Marburg übergibt Prof. Dr. Katharina Krause das Präsidentenamt an ihren Nachfolger Professor Dr. Thomas Nauss. Wir gratulieren ihm herzlichst!
Prof. Dr. Thomas Nauss ist seit 2011 Professor für Umweltinformatik an der Philipps- Universität Marburg, wo er – nach seinem Studium der Geographie, Fernerkundung und Bioklimatologie an der...

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Nach zwölf Jahren an der Spitze der Philipps-Universität Marburg übergibt Prof. Dr. Katharina Krause das Präsidentenamt an ihren Nachfolger Professor Dr. Thomas Nauss. Wir gratulieren ihm herzlichst!

Prof. Dr. Thomas Nauss ist seit 2011 Professor für Umweltinformatik an der Philipps- Universität Marburg, wo er – nach seinem Studium der Geographie, Fernerkundung und Bioklimatologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München – 2005 auch promoviert wurde. Zuvor hatte er eine Professur für Klimatologie an der Universität Bayreuth inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der satellitengestützten Ableitung von Umwelt- und Biodiversitätsvariablen und in der räumlichen und zeitlichen Vorhersage von Umweltvariablen mit maschinellen Lernverfahren. Er ist Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts „Natur 4.0.“ und Gründungsmitglied des hochschulübergreifenden Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz. Von 2019 bis 2022 gehörte er dem Präsidium der Philipps-Universität als Vizepräsident für Informationsmanagement an.

Auch Wissenschaftsministerin Angela Dorn Dorn verabschiedet sich herzlich von Prof. Dr. Krause und heißt Prof. Dr Nauss in seiner neuen Funktion willkommen: „Ich danke ihr von Herzen für ihre Arbeit, wünsche ihr alles Gute für die Zukunft und Prof. Dr. Nauss eine glückliche Hand bei der Leitung der ältesten hessischen Hochschule. Aufgrund der bisherigen guten Zusammenarbeit in seinem Amt als Vizepräsident freue ich mich auf eine noch intensivere Kooperation in seiner neuen Rolle.“

Die Verabschiebung und Amtsübergabe werden am 18. Februar um 17:30 Uhr in einem livestream übetragen.

Den vollständigen Inhalt der Pressemitteilung gibt es angehängt als PDF.

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Film, Event

20. Marburger Kamerapreis und 22. Bild-Kunst Kameragespräche – hFMA Interview mit Prof. Dr. Malte Hagener


Der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst Kameragespräche feiern 20-jähriges Jubiläum! 
Gegründet von Prof. Dr. Karl Prümm finden sie dieses Jahr wieder an der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Malte Hagener vom 28. bis 30. Oktober 2021 statt.
Seit 2001 wird der Marburger Kamerapreis jährlich an eine*n herausragenden Bildkünstler*in...

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Der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst Kameragespräche feiern 20-jähriges Jubiläum! 

Gegründet von Prof. Dr. Karl Prümm finden sie dieses Jahr wieder an der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Malte Hagener vom 28. bis 30. Oktober 2021 statt.

Seit 2001 wird der Marburger Kamerapreis jährlich an eine*n herausragenden Bildkünstler*in verliehen – in diesem Jahr an Philippe Rousselot. 

Zu diesem Anlaß haben wir mit Malte Hagener ein Interview zum Programm und zur Zukunft der Veranstaltung geführt. 

Hagener leitet die Veranstaltung seit 2010. Sie ist auch ein Musterbeispiel für wirkungsvolle Kooperationsprojekte: Denn der Marburger Kamerapreis wird vom Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg und dem Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg gemeinsam mit dem bvk – Berufsverband Kinematografie und den Marburger Filmkunsttheatern veranstaltet.


hFMA: Nachdem der Marburger Kamerapreis zuletzt verschoben werden musste, wie sehen Sie der Veranstaltung in diesem Jahr entgegen? Auch vor dem Hintergrund, dass es sich dabei um das 20. Jubiläum handelt?

Hagener: Als die Veranstaltung vor anderthalb Jahren wegen des ersten Lockdowns zwei Wochen vor dem geplanten Beginn abgesagt werden musste, war bereits alles vorbereitet. Plakate waren gehängt, Gäste geladen, Hotelzimmer gebucht, das Programm gedruckt. Die Absage traf uns eiskalt und war für alle Beteiligten eine große Enttäuschung. Umso schöner ist es, dass wir die Veranstaltung nun knapp anderthalb Jahre später doch noch nachholen können.

Wegen der Pandemie ist die Planung diesmal deutlich kurzfristiger. Die nächsten fünf Wochen muss allerhand in Bewegung gesetzt werden, um alle Fäden neu aufzugreifen und ein weiteres Mal zusammenzuführen. Dass wir die Veranstaltung in Präsenz durchführen möchten – und hoffentlich auch können – flankiert durch ein Streaming für ausgewählte Programmpunkte, ist uns vor allem deswegen wichtig, weil das Zusammentreffen der Beteiligten vor Ort die Atmosphäre der Kameragespräche und der Preisverleihung in besonderem Maße prägt. 

Wir freuen uns sehr darauf, einen so anerkannten und wichtigen Kameramann wie Phillipe Rousselot in Marburg begrüßen zu können!

hFMA: Was erwartet Zuschauer*innen und Teilnehmer*innen bei den diesjährigen Bild-Kunst-Kameragesprächen?

Hagener: Die Bild-Kunst-Kameragespräche fokussieren das gesamte Werk des Preisträgers Rousselot, der im Lauf seiner langen Karriere ganz unterschiedliche Filmepochen erlebt und als Kameramann mitgeprägt hat. Sein Schaffen spannt sich von der Nouvelle Vague über das „cinéma du look“ und anspruchsvolle Hollywood-Produktionen bis hin zum zeitgenössischen Special Effects-Kino.

Zusätzlich zu dem ausgewählten Filmprogramm werden Referent:innen aus Wissenschaft, Journalismus und Filmpraxis sowie das Publikum mit Rousselot in Werkstattgesprächen über einzelne Arbeiten, seine Arbeitsweise und seine ästhetischen Präferenzen diskutieren. 

Für Studierende aus dem hFMA-Netzwerk gibt es am 29.Oktober wieder ein Exklusivgespräch, das ich sehr empfehlen kann. Es ist eine gute Gelegenheit mit einem Profi in geschützter Atmosphäre in einen intensiven Austausch zu kommen.

Das komplette Programm werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Webseite marburger-kamerapreis.de veröffentlichen.

hFMA: Wie planen Sie die nächsten 20 Jahre Marburger Kamerapreis & Kameragespräche? Wird es Neuerungen geben?

Hagener: Die ersten zwanzig Preisträger:innen waren vor allem etablierte Kameraleute mit einem langen, international anerkannten Oeuvre, so dass die Auszeichnung als Würdigung für ein Lebenswerk verstanden werden konnte. Für die nächsten zwanzig Jahre ist geplant, die Veranstaltung jünger und diverser zu gestalten. Das bedeutet, neue Talente aufzuspüren und auszuzeichnen. Talente, die im Begriff sind, sich mit aufregenden Kameraarbeiten in der Branche einen Namen zu machen und sich als eigenständige Künstler:innen zu etablieren.

Durch diese Fokusverlagerung möchten wir auch ein jüngeres Publikum ansprechen, das sich mehr durch das Potential und nicht durch den Ruhm der mit dem Kamerapreis ausgezeichneten Filmschaffenden angezogen fühlt. Die technische und gesellschaftliche Etablierung von Streaming-Konzepten in Folge der Pandemie ermöglicht uns zudem, auch ein Publikum anzusprechen, für das eine Fahrt nach Marburg bisher eine Hürde dargestellt hat – etwa Studierende der deutschen Filmhochschulen oder kamerainteressierte Personen aus dem Ausland. Diese Entwicklungen sollen dafür sorgen, dass der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst-Kameragespräche ihre Erfolgsgeschichte trotz der pandemiebedingten Unterbrechung auch in den nächsten zwanzig Jahren weiter fortschreiben.


Weitere Informationen zum Marburger Kamerapreis gibt es auf der Website.

Conference, Event

Philipps-Universität Marburg: Internationale Tagung „The Movement Movement: Geschichten der Mikroanalyse an der Schnittstelle von Film, Wissenschaft und Kunst"

Die online Konferenz „The Movement Movement: Geschichten der Mikroanalyse an der Schnittstelle von Film, Wissenschaft und Kunst" vom 24. bis 26. Juni 2021 hat zum Ziel, die oft übersehenen Schnittstellen von Sozialwissenschaften, Ethologie, Experimentalfilm und den performativen Künsten in den 1960er und 1970er Jahren über die Disziplinen von Film- und Medienwissenschaften,...

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Die online Konferenz „The Movement Movement: Geschichten der Mikroanalyse an der Schnittstelle von Film, Wissenschaft und Kunst" vom 24. bis 26. Juni 2021 hat zum Ziel, die oft übersehenen Schnittstellen von Sozialwissenschaften, Ethologie, Experimentalfilm und den performativen Künsten in den 1960er und 1970er Jahren über die Disziplinen von Film- und Medienwissenschaften, Wissenschaftsgeschichte, Visueller Anthropologie und Kunstgeschichte hinweg zu erforschen.

Es werden Fragen der Wissenschaftspolitik während des Kalten Krieges in Ost und West untersucht, Epistemologien des Bewegtbildes, Beobachtungsmaßstäbe und die Beziehungen zwischen analytischen und ästhetischen Verfahren. Dabei wird es auch um die Frage gehen, auf welche unterschiedlichen Weisen Film in umfassendere Medienzusammenhänge oder Umgebungen eingebunden wurde, darunter etwa Aufzeichnungssysteme, Betrachtungsgeräte, Diagramme und künstlerische Performances. Angesichts der Verschränkung von Bewegung im Film, Bewegungsinteraktionsforschung und künstlerischen Praktiken soll eine historische Perspektive auf aktuelle Debatten über Medienwandel und die Neupositionierung des Films eröffnet werden.

Die Konferenz ist Teil des Forschungsprojekts „Transdisziplinäre Netzwerke des Medienwissens“ am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg.

Alle Informationen gibt es auf der Website.

Digital Cinema-Hub – Der Film im Reich der Daten

Einst war eine Filmvorführung ein flüchtiges Ereignis, das außer schönen Erinnerungen im Gedächtnis des Publikums keine Spuren hinterließ. Heute, im Zeitalter des Streaming, setzt jeder Film einen digitalen Fußabdruck im Reich der Daten. Und nicht nur das: Der Film selbst hat sich mit der digitalen Transformation grundlegend verändert und neue Formen und Formate entwickelt.
Diese Umbrüche...

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Einst war eine Filmvorführung ein flüchtiges Ereignis, das außer schönen Erinnerungen im Gedächtnis des Publikums keine Spuren hinterließ. Heute, im Zeitalter des Streaming, setzt jeder Film einen digitalen Fußabdruck im Reich der Daten. Und nicht nur das: Der Film selbst hat sich mit der digitalen Transformation grundlegend verändert und neue Formen und Formate entwickelt.

Diese Umbrüche stellen das kleine Fach Filmwissenschaft vor große Herausforderungen – und bieten zugleich neue Chancen für Forschung und Lehre. In den kommenden fünf Jahren wird ein Team aus Filmwissenschaftlerinnen und Filmwissenschaftlern der Universitäten Marburg, Mainz und Frankfurt im „Digital Cinema-Hub“ (DiCi-Hub) erforschen, wie diesen Herausforderungen und Chancen begegnet werden kann. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderlinie „Weltwissen – Strukturelle Stärkung Kleiner Fächer“ mit 1 Million Euro gefördert.

Das kooperativ vorgehende Strategiekonzept zielt auf die Entwicklung neuer konzeptueller Grundlagen und Methoden für das „kleine Fach“ Filmwissenschaft: Etablierte (post-)hermeneutische Methoden sollen mit neuen digitalen Forschungsinstrumenten und Methoden verbunden werden. DiCi-Hub stellt drei Schlüsselbereiche der Filmkultur ins Zentrum - nämlich Netzwerke (Philipps-Universität Marburg), Formate (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Märkte (Goethe-Universität Frankfurt am Main).

An allen drei Standorten sollen die entwickelten Methoden in die Lehre implementiert und Infrastrukturen weiterentwickelt werden. Die Universitäten arbeiten darüber hinaus im übergreifenden Modul Data Criticism/Data Literacy zum Thema Verlässlichkeit, Herkunft, Validität, Integrität und Dichte von Forschungsdaten zusammen.

Alle Informationen gibt es auf der Website.

Alltag mit Splitscreens - Interview mit hFMA Vorstandsmitglied Prof. Dr. Malte Hagener

"Was ist aus der Filmgeschichte über die Ästhetik des geteilten Bildschirms zu lernen?" Dieser Frage widmet sich ein Spiegel Interview mit unserem hFMA Vorstandsmitglied Prof. Dr. Malte Hagener.
Das geteilte Bild als erzählerisches und gestalterisches Stilmittel begleitet den Zuschauer schon seit über 100 Jahren. Prof. Dr. Malte Hagener spannt einen Bogen von den Anfängen des Splitscreens 1913...

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"Was ist aus der Filmgeschichte über die Ästhetik des geteilten Bildschirms zu lernen?" Dieser Frage widmet sich ein Spiegel Interview mit unserem hFMA Vorstandsmitglied Prof. Dr. Malte Hagener.

Das geteilte Bild als erzählerisches und gestalterisches Stilmittel begleitet den Zuschauer schon seit über 100 Jahren. Prof. Dr. Malte Hagener spannt einen Bogen von den Anfängen des Splitscreens 1913 durch die Regisseurin Lois Weber in "Suspense", über die filmische Gegenwart bis hin zur Prägung des Umgangs mit interaktiven Splitscreens bei Videokonferenzen im Corona-Alltag.

Aber auch die Zukunft wird beleuchtet. Wie wird der Film den aktuellen Ausnahmezustand wohl verarbeiten?

Antworten bietet das vollständige Interview auf der Website.

Deutsche Forschungsgemeinschaft richtet erstmals Graduiertenkolleg mit filmwissenschaftlichem Schwerpunkt ein

Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekannt gab, wird an der Goethe-Universität Frankfurt im Laufe des nächsten Jahres das erste Graduiertenkolleg mit einem filmwissenschaftlichen Schwerpunkt eingerichtet. In dem Kolleg mit dem Titel „Konfigurationen des Films" erforschen ab 2017 12 Doktorand_innen und zwei Post-Doktoranden die aktuellen Transformationen der Filmkultur im...

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Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekannt gab, wird an der Goethe-Universität Frankfurt im Laufe des nächsten Jahres das erste Graduiertenkolleg mit einem filmwissenschaftlichen Schwerpunkt eingerichtet. In dem Kolleg mit dem Titel „Konfigurationen des Films" erforschen ab 2017 12 Doktorand_innen und zwei Post-Doktoranden die aktuellen Transformationen der Filmkultur im Zeichen der fortschreitenden Digitalisierung.

Beteiligt sind neben der federführenden Goethe-Universität mit der HFG Offenbach und der Philipps Universität Marburg zwei weitere Mitglieder der hessischen Film- und Medienakademie.Die Filmkultur der Gegenwart wird oft als „post-kinematographische Epoche“ charakterisiert. Der Film löst sich im Zuge der Ausbreitung digitaler Plattformen vom Modell der öffentlichen Vorführung im Kino, entwickelt neue Formen und stiftet neue Muster der Erfahrung. Zudem  dient er dem Theater, der bildenden Kunst und der Musik immer mehr als Stoff und  Referenz. Die zunehmende Präsenz filmischer Bilder und Formate in allen Lebensbereichen stellt in dieser Hinsicht eine wachsende gesellschaftliche Herausforderung dar.

Das DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ nimmt diese Herausforderung an und untersucht in interdisziplinärer Perspektive die aktuellen Wandlungen des Films sowie sein Diffundieren in die anderen Künste und weitere Lebensbereiche in einer historischen und systematisch-vergleichenden Perspektive sowie unter Verwendung digitaler Forschungsmethoden.

Das Graduiertenkolleg profitiert von der erfolgreichen Kooperation zwischen der Goethe-Universität und dem Deutschen Filminstitut, die gemeinsam den Masterstudiengang „Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation“ anbieten, sowie von weiteren Verbindungen mit Kulturinstitutionen im Rhein-Main-Gebiet. Das Graduiertenkolleg baut überdies auf den für Frankfurt ebenfalls profilbildenden, interdisziplinären Masterstudiengang „Ästhetik“ auf.


Conference "MELANCHOLIA: Imaging the End of the World"

The international conference Melancholia: Imaging the End of the World will present papers on a broad spectrum of issues and historical moments that engage critically with the topic of Visions of the End of the World, in film, television and digital media.
The conference is presented by the Philipps University Marburg and the Central Connecticut State University. There will be screenings...

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The international conference Melancholia: Imaging the End of the World will present papers on a broad spectrum of issues and historical moments that engage critically with the topic of Visions of the End of the World, in film, television and digital media.

The conference is presented by the Philipps University Marburg and the Central Connecticut State University. There will be screenings of featured movies (Melancholia, Dr. Strangelove and Take Shelter) and discussions with international hosts. For example:

Karen Randell (Southampton Solent University, UK)
Melancholia & Melodrama in Silent Cinema after World War I

Clémentine Tholas-Disset (Paris East Créteil University)
World War I and Hollywood’s first modern Armageddon:
understanding wartime and post-conflict representations of
aglobal cataclysm in Civilization (1916) and The Four Horsemen of the Apocalypse (1921)

Scott Loren, St. Gallen (Switzerland) Can Disaster Films be feminine? Lars von Trier’s challenge to the male gaze

Katherine Sugg (Central Connecticut State University, USA) A Sense of Ending: Apocalyptic Imaginaries in White Masculinity in the Frontier Fantasies of Deadwood and Firefly

Date and place: June 5 to 7, 2013 at the Philipps University in Marburg

All information can be found on the Website.