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Hessen Film and Media Academy (hFMA)
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Project Managers:
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Events
(Offenbach University of Art and Design)

Lecture & Film: BICYCLERAN

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Sonntag, 31.05.2026, 20:30 Uhr

BICYCLERAN (Der Fahrradfahrer)
Iran 1989. R: Mohsen Makhmalbaf D: Moharram Zeinalzadeh, Esmail Soltaniyan, Samira Makhmalbaf. 83 Min. 35mm. OmeU
Original Version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Um eine vielleicht lebensrettende Operation an seiner kranken Frau bezahlen zu können, lässt sich Nasim, ein mittelloser afghanischer Flüchtling, auf einen Deal ein: Ein Mann hat nämlich herausgefunden, dass Nasim einst Radchampion war, und er schlägt ihm vor, eine Woche lang Tag und Nacht auf einem Platz im Kreis zu fahren und die Zuschauer*innen dafür bezahlen zu lassen, ihn zu sehen oder auf ihn zu wetten. Der Film beschreibt das realistisch, ist aber zugleich angelegt als Allegorie auf das Sich-im-Kreis-Drehen des Lebens der Armen und ihr Bemühen, etwas zu erreichen. Makhmalbaf hat erklärt, dass er als Kind selbst bei solchen Radfahrvorführungen zugeschaut habe.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

Lecture & Film: SHIRIN

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Donnerstag, 28.05.2026, 20:15 Uhr

SHIRIN
Iran 2008. R: Abbas Kiarostami. D: Juliette Binoche, Hedieh Tehrani, Mahnaz Afshar. 92 Min. Digital. OmeU 
Original Version with English subtitles
Lecture: Negar Mottahedeh (Duke University)
Filmreihe: Lecture & Film

SHIRIN, eines von Kiarostamis gewagtesten formalen Experimenten richtet die Kamera auf das Publikum. Der Film spielt ausschließlich in einem Kino, in dem eine Verfilmung eines Gedichts von Nezami Ganjavi aus dem 12. Jahrhundert gezeigt wird – das man zwar nie zu sehen, aber durchgehend zu hören bekommt. In einer Abfolge von Nahaufnahmen beobachtet Shirin die Reaktionen derjenigen, die gebannt die tragische Liebesgeschichte verfolgen: ein Publikum aus mehr als 110 Schauspielerinnen. Das Ergebnis ist eine präzise Studie über das Schauen und die emotionale Kraft des Kinos.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

Lecture & Film: BICYCLERAN

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Mittwoch, 27.05.2026, 20:30 Uhr

BICYCLERAN (Der Fahrradfahrer)
Iran 1989. R: Mohsen Makhmalbaf D: Moharram Zeinalzadeh, Esmail Soltaniyan, Samira Makhmalbaf. 83 Min. 35mm. OmeU
Original Version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Um eine vielleicht lebensrettende Operation an seiner kranken Frau bezahlen zu können, lässt sich Nasim, ein mittelloser afghanischer Flüchtling, auf einen Deal ein: Ein Mann hat nämlich herausgefunden, dass Nasim einst Radchampion war, und er schlägt ihm vor, eine Woche lang Tag und Nacht auf einem Platz im Kreis zu fahren und die Zuschauer*innen dafür bezahlen zu lassen, ihn zu sehen oder auf ihn zu wetten. Der Film beschreibt das realistisch, ist aber zugleich angelegt als Allegorie auf das Sich-im-Kreis-Drehen des Lebens der Armen und ihr Bemühen, etwas zu erreichen. Makhmalbaf hat erklärt, dass er als Kind selbst bei solchen Radfahrvorführungen zugeschaut habe.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

Lecture & Film: SHATRANJ-E BAAD

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Sonntag, 24.05.2026, 20:30 Uhr

SHATRANJ-E BAAD (Chess of the Wind)
Iran 1976. R: Mohammad Reza Aslani D: Fakhri Khorvash, Mohammad Ali Keshavarz, Shohreh Aghdashloo. 99 Min. DCP. OmeU
Original Version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Nach dem Tod seiner Frau, einer reichen Dame aus der Oberschicht, versucht der Witwer, ein Geschäftsmann, an das Haus und das Vermögen der Familie zu gelangen. Dabei hat er aber die Tochter der Verstorbenen als Konkurrentin, die ebenfalls Anspruch auf das Erbe erhebt. Zusätzlich im Haus leben die beiden Neffen des Mannes und das Dienstmädchen der Tochter. Es entspinnt sich ein immer skrupelloserer Kampf um das Erbe, bei dem auch wichtige Unterlagen vernichtet und schließlich Mordpläne geschmiedet werden. CHESS OF THE WIND ist angelegt als Parabel auf den Untergang einer Klasse und in allen Details visuell minutiös durchgestaltet. Der Film hatte eine einzige öffentliche Aufführung 1976 auf dem Filmfestival in Teheran; nach der Islamischen Revolution wurde er verboten und galt jahrzehntelang als verschollen, bevor das Negativ vor einem Jahrzehnt zufällig bei einem Trödler wiederentdeckt und nach Europa geschmuggelt wurde, wo man es restaurierte.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

Lecture & Film: DAVANDEH

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Mittwoch, 20.05.2026, 18:00 Uhr

DAVANDEH (Der Läufer)
Iran 1984. R: Amir Naderi D: Madjid Nirumand, Behruz Maghsudlu, Mohsen Shah Mohammadi. 94 Min. 35mm. OmU
Original Version with German subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

DER LÄUFER fügt sich in eine lange Tradition iranischer Filme ein, die realistisch das Leben von Kindern beschreiben. Der 13jährige Amiro lebt ohne Eltern – sein Zuhause ist ein Schiffswrack – in einer iranischen Hafenstadt und schlägt sich mit dem Sammeln von Flaschen, mit Schuhputzen und dem Verkauf von Eiswasser durch; sehnsüchtig blickt er oft den Schiffen und Flugzeugen nach. Der Titel des Films verweist auf ein zentrales Motiv des Films: das Laufen. Um seine Tätigkeiten ausüben zu können, muss Amiro schneller sein als die anderen, und so sieht man ihn oft rennen, manchmal auch als einfaches Kräftemessen im Wettlauf mit den anderen Jungen. DER LÄUFER verarbeitet auch autobiographische Erfahrungen des Regisseurs und war einer der ersten Filme nach der Revolution, die ins Ausland kamen.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

Visual Truth Regimes: Speculative Truth Regimes

Visual Truth Regimes are meeting points of images, systems of knowledge and political dis/orders. The events series is dedicated to visual, aesthetic and artistic explorations of evidence as coming to bear on the state of law, violence and media in the current moment.

Speculative Truth Regimes
As part of the Series Visual Truth Regimes, organized by Laliv Melamed (Goethe University Frankfurt),...

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Visual Truth Regimes are meeting points of images, systems of knowledge and political dis/orders. The events series is dedicated to visual, aesthetic and artistic explorations of evidence as coming to bear on the state of law, violence and media in the current moment.


Speculative Truth Regimes

As part of the Series Visual Truth Regimes, organized by Laliv Melamed (Goethe University Frankfurt), Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung; HBK Braunschweig) and Franziska Wildt (Institut für Sozialforschung). With Adam Kahlil (New Red Order) and Toby Lee (NYU), May 19th, 18:30, Basis, Gutleutstraße 8-12.

Have you ever tried to return something stolen? Maybe it wasn’t you who stole it, maybe it was someone else. Maybe. Regardless of who did the stealing, it can be tricky — legally, financially, emotionally, politically — to Give It Back. The New Red Order, a public secret society in the service of Indigenous agency and futurity, is here to help!

Since 1492, the NRO has been active in the Land Back movement, which seeks to reestablish Indigenous control over ancestral lands. Join NRO member Adam Khalil as he speaks to documentary scholar-accomplice Toby Lee about this ongoing work. In a meandering step-by-step guide to Giving It Back, they consider the work of speculation in documentary media, real estate, & political practice.


***Next event in the series: Forensic Truth Regimes, With Başak Ertür (Goldsmith) and Alisa Lebow (Sussex), following a screening of Revision, (dir, Philip Scheffner). June 2nd, 18:30, Pupille, Mertonstraße 26-28.

Lecture & Film: POSTCHI

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Dienstag, 05.05.2026, 20:30 Uhr

POSTCHI (Der Briefträger)
Iran 1972. R: Dariush Mehrjui D: Ali Nassirian, Ezzatollah Entezami, Zhaleh Sam. 103 Min. 35mm. OmU
Original Version with German subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Dariush Mehrjui (1939-2023) war einer der ersten Regisseure der iranischen Neuen Welle Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre, die international bekannt wurden. Sein dritter Spielfilm POSTCHI hatte seine Uraufführung in Cannes und ist eine freie Adaption des Stückes „Woyzeck“ von Georg Büchner, transponiert in den Iran und zugeschnitten auf iranische Verhältnisse. Taghi, die Hauptfigur, lebt mit seiner Frau als Postbote in einer abgelegenen Gegend Nordirans, dient aber auch dem lokalen Großgrundbesitzer als Gehilfe und wird wegen seiner Impotenz von einem Veterinär behandelt. POSTCHI wechselt zwischen realistischer Beschreibung, satirischer Zuspitzung und surrealer Überhöhung und liefert ein scharfes Bild der sozialen Verhältnisse während des Schah-Regimes, insbesondere des Clashs zwischen überlebten Traditionen und korrupter Modernisierung.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

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Lecture & Film: SHATRANJ-E BAAD

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Donnerstag, 14.05.2026, 20:30 Uhr

SHATRANJ-E BAAD (Chess of the Wind)
Iran 1976. R: Mohammad Reza Aslani D: Fakhri Khorvash, Mohammad Ali Keshavarz, Shohreh Aghdashloo. 99 Min. DCP. OmeU
Original Version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Nach dem Tod seiner Frau, einer reichen Dame aus der Oberschicht, versucht der Witwer, ein Geschäftsmann, an das Haus und das Vermögen der Familie zu gelangen. Dabei hat er aber die Tochter der Verstorbenen als Konkurrentin, die ebenfalls Anspruch auf das Erbe erhebt. Zusätzlich im Haus leben die beiden Neffen des Mannes und das Dienstmädchen der Tochter. Es entspinnt sich ein immer skrupelloserer Kampf um das Erbe, bei dem auch wichtige Unterlagen vernichtet und schließlich Mordpläne geschmiedet werden. CHESS OF THE WIND ist angelegt als Parabel auf den Untergang einer Klasse und in allen Details visuell minutiös durchgestaltet. Der Film hatte eine einzige öffentliche Aufführung 1976 auf dem Filmfestival in Teheran; nach der Islamischen Revolution wurde er verboten und galt jahrzehntelang als verschollen, bevor das Negativ vor einem Jahrzehnt zufällig bei einem Trödler wiederentdeckt und nach Europa geschmuggelt wurde, wo man es restaurierte.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

Tickets gibt es auf der Webseite.

Lecture & Film: TABIATE BIJAN

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Sonntag, 10.05.2026, 20:30 Uhr

TABIATE BIJAN (Stilleben)
Iran 1974. R: Sohrab Shahid Saless. D: Zadour Bonyadi, Zahra Yazdani. 95 Min. 35mm. OmeU
Original Version with English subtitles
Filmreihe: Lecture & Film

Saless‘ zweiter Spielfilm setzte die Linie seines ersten Werks konsequent fort: In langen, starren Einstellungen zeigt er das Leben eines alten Bahnwärters und seiner Frau in einer abgelegenen Gegend. Ab und zu, wenn ein Zug durchfährt, schließt und öffnet er die Schranken. Die Frau knüpft Teppiche, weil die beiden den Zuverdienst brauchen. Der Sohn ist beim Militär und kommt einmal kurz zu Besuch. Eines Tages geschieht etwas, was diese geordnete Existenz aus der Bahn wirft. Mit einer atemberaubenden Präzision sensibilisiert der Film für Alltagsabläufe und minimale Veränderungen, eben nicht dokumentarisch, sondern streng stilisiert, in einer genau abgezirkelten Inszenierung und mit ungeheurer Intensität.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

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Lecture & Film: DAH

Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Donnerstag, 07.05.2026, 20:15 Uhr

DAH (Ten)
Iran 2002. R: Abbas Kiarostami. D: Mania Akbari, Amina Maher, Roya Akbari. 94 Min. Digital. OmeU 
Original Version with English subtitles
Lecture: Maryam Ghorbankarimi (Lancaster)
Filmreihe: Lecture & Film

Während sie mit ihrem Auto durch die Straßen von Teheran fährt, chauffiert eine frisch geschiedene Frau verschiedene Menschen. Kiarostami nutzt die Freiheiten des digitalen Filmemachens voll aus, indem er ausschließlich mit zwei am Armaturenbrett des Fahrzeugs befestigten Kameras dreht, und schafft so einmal mehr eine doppelbödige Reflexion über Fiktion und Dokument, das Einblicke in das Leben von Frauen im Iran um die Jahrtausendwende zeigt. TEN fängt dabei prägnante Momente alltäglicher menschlicher Interaktionen ein, seine einfache Prämisse dient dabei als Vehikel für einen facettenreichen Blick auf die Spannung zwischen den Zwängen einer patriarchalischen Gesellschaft und dem universellen Bedürfnis nach persönlicher Freiheit.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

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