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hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
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Projekte
(Philipps-Universität Marburg)

Allgemeine Infos Teilnahme Infos

DOING AUDIO-VISUAL MEDIA XVI: Regionale Filmfestivals zwischen Themen & Kulturpolitik

DOING AUDIO-VISUAL MEDIA ist eine jährlich bis halbjährlich im Semester stattfindende Veranstaltungsreihe am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, in welcher das Institut, gefördert z.B. über QSL-Mittel Hessen, das Career Center der Universität oder über die hFMA Hessische Film- und Medienakademie, ExpertInnen aus der Medienpraxis für die Studierenden einlädt - in...

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DOING AUDIO-VISUAL MEDIA ist eine jährlich bis halbjährlich im Semester stattfindende Veranstaltungsreihe am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, in welcher das Institut, gefördert z.B. über QSL-Mittel Hessen, das Career Center der Universität oder über die hFMA Hessische Film- und Medienakademie, ExpertInnen aus der Medienpraxis für die Studierenden einlädt - in einer abwechslungsreichen Vielzahl von Formaten. Initiiert wurde die Reihe im Jahr 2015 von Dr. Tina Kaiser und findet seitdem unter Beteiligung wechselnder Projektleiter*innen zumeist aus dem Institutsmittelbau statt.

Die DOING AUDIO-VISUAL MEDIA-Reihe widmet sich im Sommersemester 2026 den regionalen Filmfestivals aus und rund um Marburg. Zu Gast sind Kurator*innen einzelner Festivals. Sie werden die je spezifischen Arbeitsgebiete vor dem berufspraktischen Hintergrund der Reihe und ihres persönlichen Werdegangs vorstellen, aktuelle Umbrüche im beruflichen Feld und zukünftige Entwicklungen mit Blick auf die Möglichkeiten zu ihren Themen reflektieren und mit den Studierenden diskutieren.

Die wiederkehrende Medienpraxis-Reihe DOING AUDIO-VISUAL MEDIA des Instituts für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg hat eine Anbindung der Lehr- und Forschungsinhalte des Studiums an die Medienpraxis zum Ziel. Im universitären Studium der Medienwissenschaft ist die Integration von Erfahrungen aus der beruflichen Praxis unverzichtbarer Teil der Ausbildung. Die akademische Begleitung der rasanten Veränderungen und Umbrüche im breit gefächerten Arbeitsfeld “Medien” ist zentral für eine qualifizierte Berufsvorbereitung. Über diverse Formate wie Vorträge, Panels, etc. wird ein Einblick in die Praxis im weiten Feld des medialen Schaffens ermöglicht.

TERMINE

  • 29.5.2026: OPENEYES Filmfest, Sebastian Spors/Verein zur Förderung der Filmkultur in Marburg e.V.
  • 19.6.2026: FINAL CUT-Festival mit Screening, Birgit Peulings/Cineplex und Capitol Kino Marburg
  • 3.7.2026: GLOBALE-Festival Mittelhessen, Ruth Dellatre/motives e.V.

Zeit & Ort: freitags 10:15 Uhr, Institut für Medienwissenschaft, Raum 01A03 - außer 19.6.: im Cineplex, Foyer 2. Stock (Eintritt frei!)

Allgemeine Infos Teilnahme Infos

25. Marburger Kamerapreis / Bild-Kunst Kameragespräche mit Florian Hoffmeister in Marburg

Florian Hoffmeister nimmt den Marburger Kamerapreis am Freitag, 15. Mai, um 20 Uhr im Cineplex Marburg entgegen. Begleitet wird die Auszeichnung auch in diesem Jahr durch die Bild-Kunst-Kameragespräche vom 13. bis 15. Mai in den Filmkunsttheatern im Capitol Marburg.
Studierende aus dem hFMA-Netzwerk können ein Exklusivgespräch mit dem Preisträger führen, in dem sie Florian Hoffmeister in...

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Florian Hoffmeister nimmt den Marburger Kamerapreis am Freitag, 15. Mai, um 20 Uhr im Cineplex Marburg entgegen. Begleitet wird die Auszeichnung auch in diesem Jahr durch die Bild-Kunst-Kameragespräche vom 13. bis 15. Mai in den Filmkunsttheatern im Capitol Marburg.

Studierende aus dem hFMA-Netzwerk können ein Exklusivgespräch mit dem Preisträger führen, in dem sie Florian Hoffmeister in einem nur ihnen vorbehaltenen Gespräch am 14.5.2026 nahe kommen können.

Die Plätze sind begrenzt, Anmeldungen dafür bitte bis zum 11.5. (Gruppenanmeldungen bis zum 4.5.) an Christian Alexius (kamerapreis@uni-marburg.de).

Ob Kostümfilm oder Serie, Komödie oder Thriller: Der Bildgestalter Florian Hoffmeister zeichnet sich durch die Bandbreite seiner Werke und Genres aus. Für seine gestalterische Arbeit erhält der gebürtige Braunschweiger den Marburger Kamerapreis 2026. Die Verleihung findet am 15. Mai im Cineplex Marburg statt.

„Kino ist mehr als eine Leinwand mit ein paar aneinandergereihten Szenen. Es ist eine unersetzliche Schule der Empathie. Denn die gezeigten Filme lehren, mit den Augen anderer zu sehen. Sie helfen, Geschichten zu verstehen, die uns auf den ersten Blick vielleicht fern scheinen, indem sie Emotionen aufzeigen, die uns alle verbinden“, sagt Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Thomas Spies und ergänzt: „Kino bietet ein Forum für Debatten, kulturelle Schaffenskraft und Inspiration. Es ist ein magischer Ort, der uns immer wieder daran erinnert, wie tiefgreifend menschliche Geschichten unser Verständnis von der Welt prägen können. Daher freue ich mich auch in diesem Jahr auf den Marburger Kamerapreis, die Bild-Kunst-Kameragespräche und einen Preisträger, der in seiner Arbeit so vielfältig ist wie das Kino selbst.“

In Hoffmeisters Arbeit spielt Bewegung eine wichtige Rolle. Bewusst entscheidet er, wann die Kamera sich mit einem Charakter bewegt oder stehen bleibt“, sagt Prof. Dr. Malte Hagener vom Institut für Medienwissenschaften der Philipps-Universität und Leiter des Marburger Kamerapreises. „Der Preis honoriert die klare und unaufgeregte Kameraführung von Hoffmeister ebenso wie seine ausdrucksstarke Bildgestaltung und das nuancierte Zusammenspiel von Licht, Farbe und Dunkelheit. Bei all seinen Projekten stellt er sich immer wieder aufs Neue ganz in den Dienst der zu erzählenden Geschichte und hat es im Laufe der Jahre dennoch geschafft, sich eine persönliche Handschrift zu erarbeiten“, so die Begründung des Beirats.

1970 in Braunschweig geboren sammelte Florian Hoffmeister zunächst durch Praktika als Beleuchter und im Kameraverleih sowie als Material- und Kameraassistent und freier Beleuchter Erfahrungen im Filmbereich. 1994 begann er ein Regie- und Kamerastudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) in Berlin. Sein Regiedebüt hatte Florian Hoffmeister mit dem Kurzfilm „Stimmen der Welt“ (1997), der für den Bundeskurzfilmpreis nominiert wurde. Mit dem DFFB-Abschlussfilm „Paul is dead“ (2000) von Hendrik Handloegten realisierte Hoffmeister seinen ersten Langfilm als hauptverantwortlicher Kameramann. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Grimme Preis und den Studio Hamburg Nachwuchspreis. 2001 arbeitete Hoffmeister als Kameramann unter der Regie von Hannes Stöhr an „Berlin is in Germany“, der mit dem Panorama-Publikumspreis der Berlinale ausgezeichnet wurde.

Mit „Liegen lernen“ (2003) übernahm Hoffmeister erneut die Bildgestaltung für einen Film von Hendrik Handloegten. In den Folgejahren wirkte er an Fernsehfilmen mit wie „Tatort: 3 X Schwarzer Kater“ (2003, Regie: Buddy Giovinazzo) oder „Polizeiruf 110: Tiefe Wunden“ (2003, Regie: Buddy Giovinazzo). Zudem stellte er beim Locarno Filmfestival 2005 seine erste lange Regiearbeit „3° Kälter“ vor. 2016 folgte sein zweiter Spielfilm „Die Habenichtse“. Sein Schwerpunkt lag jedoch weiterhin auf der Arbeit als Bildgestalter. 

Einen Wendepunkt in seiner Karriere stellte der Wechsel nach Großbritannien dar. In Zusammenarbeit mit seiner Mentorin Antonia Bird realisierte Hoffmeister den Fernsehfilm „The Hamburg Cell“ (2004), mit dem er sich auch auf der Insel als Director of Photography etablieren konnte. Besonders fruchtbar erwies sich danach die Zusammenarbeit mit Regisseur Terence Davies. So war Hoffmeister Bildgestalter für „The Deep Blue Sea“ (2011) und „A Quiet Passion – Das Leben der Emily Dickinson“ (2016) – Filme, mit denen er international auf sich aufmerksam machte. Daneben trug sein Engagement bei der Golden Globe nominierten Serie „Five Days“ (2007-2010, Creator: Gwyneth Hughes) zur wachsenden Reputation von Hoffmeister bei.

Zu Beginn der 2010er Jahre gelang Hoffmeister ein bedeutender Erfolg in seiner Karriere: Als erster Bildgestalter gewann er für die BBC-Miniserie „Great Expectations – Charles Dickens` große Erwartungen“ (2011-2012, Regie: Brian Kirk) sowohl einen Emmy, einen BAFTA, als auch einen ASC Award. Zudem wurde er 2014 vom Branchenblatt Variety als einer von „10 Cinematographers to Watch" gelistet.

In den Folgejahren erweiterte sich Hoffmeisters Wirkungsbereich auch auf Hollywood-Produktionen wie „Mortdecai – Der Teilzeitgauner“ (2016, Regie: David Koepp), prominent besetzt mit Johnny Depp und Gwyneth Paltrow, oder die HBO-Serie „True Detective: Night Country“ (2024, Creators: Nic Pizzolatto, Issa López). Gerade diese Phase zeugt von der stilistischen Bandbreite seines Schaffens: vom aufwendigen Kostümfilm über Komödie, Thriller und Horror gestaltet Hoffmeister Bilder in unterschiedlichen Genres. 
Für den Spielfilm TÁR (2022, Regie: Todd Field) mit Cate Blanchett in der Hauptrolle wurde Hoffmeister für seine Bildgestaltung erstmals für einen Oscar nominiert. Zuletzt gab es von ihm die Komödie „Die Rosenschlacht“ (2025, Regie: Jay Roach) mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch in den Kinos zu sehen.

Der Marburger Kamerapreis wird seit 2001 vergeben. Die Philipps-Universität Marburg und die Universitätsstadt Marburg vergeben den mit 5.000 Euro dotierten Marburger Kamerapreis in diesem Jahr zum 25. Mal. Ziel ist es, diejenigen zu würdigen, die das zentrale Element des Films, das Bild, schaffen und oft zu Gunsten von Schauspieler*innen und Regisseur*innen in den Hintergrund treten. Bei den jährlichen Marburger Bild-Kunst Kameragesprächen steht daher die Bildgestaltung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Weitere Informationen finden sich unter www.marburger-kamerapreis.de. (Pressetext: Pressestelle der Stadt Marburg)

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Workshop Filmkritik 2026

Wer sich für den Reichtum der künstlerischen und intellektuellen Möglichkeiten des Kinos interessiert, findet nirgendwo bessere Möglichkeiten als bei einem Filmfestival. Das LICHTER Filmfest in Frankfurt/Main ist dabei ein besonderer Fall, denn es verbindet einen umfassenden Blick auf das Weltkino mit Debatten über das deutsche Kino, und das alles in einer familiären Atmosphäre. Ein Festival...

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Wer sich für den Reichtum der künstlerischen und intellektuellen Möglichkeiten des Kinos interessiert, findet nirgendwo bessere Möglichkeiten als bei einem Filmfestival. Das LICHTER Filmfest in Frankfurt/Main ist dabei ein besonderer Fall, denn es verbindet einen umfassenden Blick auf das Weltkino mit Debatten über das deutsche Kino, und das alles in einer familiären Atmosphäre. Ein Festival ist für Filmkritiker*innen tatsächlich ein Fest, aber auch eine besondere Herausforderung: Hier werden in dichter Folge Filme gezeigt, man kann direkt Vergleiche ziehen und sich über die Situation des Kinos und seiner Zukunft Gedanken machen. Oft ist nur wenig Zeit, um das Gesehene zwischen zwei Vorführungen zu reflektieren und zu hinterfragen – oder gar einen Text zu schreiben.

Der Workshop Filmkritik ermöglicht erste Schritte auf diesem Weg. Gemeinsam mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl (Berlin) und der Filmkritikerin Carolin Weidner (Köln) eignen sich die Teilnehmer*innen des Workshops das grundlegende Handwerk der Filmkritik an und erproben es mit eigenen Texten, die täglich auf dem Kritiker*innenblog auf den Online-Kanälen von LICHTER veröffentlicht werden. Neben dem konkreten Schreiben werden auch andere Formen behandelt: Video-Kritik, Podcast, Influencing. Die Rolle der digitalen Netzwerke neben den traditionellen Medien soll reflektiert werden.

Der Workshop nimmt den Filmbesuch beim 19. LICHTER Filmfest als Grundlage für gemeinsame Reflexionen: Was kann Filmkritik heute sein? Was ist ein guter Text? Wie schreibt man professionell und originell – und das unter Zeitdruck? Dabei wird es ganz praktisch und in vertiefender Form auch um das Handwerk und die intellektuellen Fundamente von Filmkritik gehen. Und auch um die Frage, ob andere Formen der Veröffentlichung (Blogs, Tubes, Podcasts, Instagram, TikTok, Letterboxd) eine adäquate Ergänzung zu den traditionellen Medien darstellen können, oder ob sie sogar schon wichtiger sind als Zeitungen und Magazine.

Der Workshop Filmkritik wird vom 28. April bis 02. Mai 2026 als Präsenzveranstaltung stattfinden. Selbstverständlich erhalten die Teilnehmenden des Workshops Festivalpässe und somit freien Eintritt zu fast allen LICHTER-Veranstaltungen.

Einen Eindruck von den Kritiken aus den letzten Jahren gibt es auf dem Kritikerblog und auf Letterboxd.

Workshop Filmkritik 2026

Einzureichen sind:
Bewerbungen sind möglich über das Anmeldeformular.
Anmeldeschluss ist Sonntag, der 12.04.2026.
Studierende des Studiengangs Theater-Film- und Medienwissenschaften (TFM) der Goethe-Uni erhalten für die Teilnahme 2 CPs.
Rückfragen bitte an info@hfmakademie.de.

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Einzureichen sind:

  • Filmbesprechung eines Films Deiner Wahl, der 2025 oder 2026 im Kino lief (1200 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Bestätigung der ganztägigen Anwesenheit an allen Workshop-Tagen von Di, 28. bis einschließlich Sa, 02. Mai 2026 in Frankfurt am Main
  • bitte Hochschule, Studiengang und Semester (bzw. Abschluss bei Alumni) angeben

Bewerbungen sind möglich über das Anmeldeformular.
Anmeldeschluss ist Sonntag, der 12.04.2026.

Studierende des Studiengangs Theater-Film- und Medienwissenschaften (TFM) der Goethe-Uni erhalten für die Teilnahme 2 CPs.

Rückfragen bitte an info@hfmakademie.de.

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Lecture & Film: Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami


Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 
Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende...

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Abbas Kiarostami (1940-2016) zählt zu den prägenden Figuren des Weltkinos. Von seinen Anfängen mit pädagogischen Filmen in den 1970er Jahren über seine stilprägenden Kinofilme der 1980er und 1990er Jahre bis zu seinen experimentellen Arbeiten im 21. Jahrhundert arbeitete der iranische Regisseur konsequent an einer Neuerfindung des Mediums. 

Kiarostamis lyrischer Gestus und der forschende Blick, mit dem er die Wirklichkeit des nach-revolutionären Iran erkundet, haben die Möglichkeiten des Kinos, den poetischen Gehalt unserer Welt zu enthüllen, entscheidend erweitert. In der Lecture & Film-Reihe Die Poesie der Wirklichkeit: Die Filme von Abbas Kiarostami gehen Kenner*innen seines Werks der Frage nach, was Kiarostamis Zeitbilder uns heute zu sagen haben.

Die Auftaktveranstaltung fand am 22.1.2026 mit der Lecture „KHANE-YE DOUST KODJAST?“ (Wo ist das Haus meines Freundes?) von Golbarg Rekabtalaei (Seton Hall University) statt.

Weitere bereits feststehende Termine:

  • 27.01.2026: Lecture & Film: KHANE-YE DOUST KODJAST
  • 05.05.2026: Lecture & Film: POSTCHI
  • 16.05.2026: Lecture & Film: POSTCHI
  • 10.05.2026: Lecture & Film: TABIATE BIJAN
  • 24.05.2026: Lecture & Film: SHATRANJ-E BAAD
  • 28.05.2026: Lecture & Film: SHIRIN
  • 20.05.2026: Lecture & Film: DAVANDEH
  • 11.06.2026: Lecture & Film: BAD MA RA KHAHAD BORD
  • 21.06.2026: Lecture & Film: BAD MA RA KHAHAD BORD
  • 25.06.2026: Lecture & Film: GOZARESH 
  • 09.07.2026: Lecture & Film: 24 FRAMES
  • 16.07.2026: Lecture & Film: ZENDEGI VA DIGAR HICH
  • 22.07.2026: Lecture & Film: ZENDEGI VA DIGAR HICH

Die Vorträge der Reihe finden in englischer Sprache und im Kino des DFF statt.

Die einzelnen Termine werden vor den Veranstaltungen weiter unten detailliert verlinkt.

Organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und dem DFF. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Daniel Fairfax. Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen.

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Profis Plaudern Praxis XVII

Die Reihe Profis Plaudern Praxis (PPP) wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Sie ist Teil der Sektion DokfestEducation des Kasseler Dokfests, die sich als eine Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden versteht. Bei PPP unterstützen Profis aus den Bereichen Produktion, Regie, Beratung und Verwertung filmische...

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Die Reihe Profis Plaudern Praxis (PPP) wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Sie ist Teil der Sektion DokfestEducation des Kasseler Dokfests, die sich als eine Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden versteht. Bei PPP unterstützen Profis aus den Bereichen Produktion, Regie, Beratung und Verwertung filmische Nachwuchstalente dabei, den passenden Zugang zu ihrem künstlerischen Vorhaben im Rahmen eines jährlich wechselnden Themas zu finden.

Mit dem diesjährigen Thema „Diversität im Fokus: Wege zu einer vielfältigen Filmkultur“ möchten wir Herausforderungen und Möglichkeiten von Vielfalt in der Film- und Medienproduktion, in filmischen Inhalten sowie bei deren Aufführung beleuchten. 
Diversität umfasst verschiedene Aspekte wie ethnische Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter, Fähigkeiten und kulturelle Hintergründe. Eine vielfältige Filmbranche und -kultur kann dazu beitragen, Geschichten zu erzählen, die die Realität der Gesellschaft besser widerspiegeln. Die Förderung von Vielfalt führt dazu, dass unterrepräsentierte Gruppen mehr Sichtbarkeit und Chancen erhalten – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Dadurch entstehen häufig innovativere und glaubwürdigere Erzählungen, die das Publikum bereichern. Die Präsentation solcher Werke in der Öffentlichkeit kann dazu beitragen, Stereotype abzubauen, das Publikum zu erweitern und ein inklusiveres Filmerlebnis zu schaffen. Doch leider gibt es viele Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um eine wirklich inklusive und vielfältige Filmkultur zu schaffen, denn Akteur*innen, die sich für Diversität einsetzen, stoßen auf zahlreiche individuelle sowie strukturelle Widerstände. 

Vier Kurzvorträge der diesjährigen Expert*innen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Diversität in der Filmproduktion und in der Filmkultur. Die anschließenden moderierten Paneldiskussion dient dazu die Vorträge zu kontextualisieren und zu diskutieren. In den Einzelgesprächen – vor Ort im Medienbildungszentrum Nord im KulturBahnhof Kassel oder wahlweise via Zoom – besteht nach Voranmeldung die Möglichkeit, sich von den Expert*innen für eigene Projekte beraten zu lassen und auf individuelle Fragen einzugehen.
 


Das Angebot von PPP richtet sich vorrangig an Studierende aus dem Netzwerk der hFMA und an die Teilnehmer*innen des 16. Hessischen Hochschulfilmtages, ist aber für alle Interessierte offen.


FREITAG // FRIDAY 21.11. | 11:00 – 17:30 

Medienbildungszentrum Nord at KulturBahnhof Kassel


  • 11:00 – 12:30 Vorträge der Referent*innen
  • 11:00 Tabea Hosche (Deutsch)

  • 11:20 Julia Fiechter (Deutsch)

  • 11:40 Tajo Hurrle (Deutsch)

  • 12:00 Bartholomew Sammut (Englisch)


  • 12:30 – 13:15 Moderierte Paneldiskussion 
(Deutsch)


  • 13:15 – 14:15 Mittagspause
  • 14:15 – 16:15 Einzelgespräche 
(Deutsch / Englisch)

  • Via Zoom

 16:30 – 17:30 
Einzelgespräche (Deutsch / Englisch)




Vortragsreferent*innen und Expert*innen für Einzelgespräche 

Tabea Hosche

Tabea Hosche ist Filmemacherin, Auftragsproduzentin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fachjournalistin zum Thema Behinderung und Inklusion. Sie ist selbst Mutter einer Tochter mit körperlicher und kognitiver Beeinträchtigung. Über das Leben mit ihr und den beiden Geschwistern hat sie drei autobiografische Dokumentarfilme gedreht. Für ihre Arbeiten hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Sie studierte Neuere deutsche Literatur und Politikwissenschaft, hat ein abgeschlossenes Redaktionsvolontariat und ist Absolventin der Masterschool Dokumentarfilm.

Zwischen Bewunderung und Mitleid – Zur Darstellung von Menschen mit Behinderungen

Tabea Hosche vermittelt praxisnah, wie ohne Klischees und überholte Stereotype Dokumentarfilme über Menschen mit Behinderungen gedreht werden können. In ihrem Vortrag geht sie auf die Darstellung von Menschen mit Behinderungen in Film und Fernsehen ein und zeigt anhand ihrer autobiografischen Filme über ihre Tochter auf, was ihrer Meinung nach, wichtig ist und bedacht werden sollte bei der filmischen Begleitung von Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen. 


Julia Fiechter

Als Autorin und Creative Producerin setzt Julia Fiechter ihren Fokus auf Diversität und BiPoC-Realitäten. In Zürich geboren, schloss sie 2015 den Bachelor in Betriebsökonomie an der ZHAW ab. Nach sieben Jahren als TV-Realisatorin in Zürich und Köln studiert sie seit 2023 im Master Film an der ZHdK mit Schwerpunkt Creative Producing. 2020/2021 war sie zudem für die Öffentlichkeitsarbeit des Black Film Festival Zürichs zuständig. 

Diversität im Film – eine unbewusste oder künstlerische Entscheidung?

Julia Fiechter spricht über die bewusste Verantwortung und Entscheidung, Diversität auf authentische Weise in Storytelling sowie in Cast- und Crew-Entscheidungen einzubringen – ohne in Klischeerollen zu verfallen oder Diskriminierung zu reproduzieren. Anhand eigener Praxisbeispiele zeigt sie, wie sich diese Haltung und Perspektiven konkret in künstlerische Entscheidungen übersetzen.


Tajo Hurrle 

Tajo Hurrle (*1998) ist nicht-binäre*r Drehbuchautor*in und Regisseur*in mit Fokus auf queeren Perspektiven und jungen Zielgruppen. Dey realisiert preisgekrönte Kurzfilme wie „Weil ich Leo bin“ und schreibt für öffentlich-rechtliche Formate wie die beliebte Kinderserie „Schloss Einstein“.

Queeres Storytelling am Beispiel „Fuck the Cistem“

Tajo Hurrle gibt Einblick in deren Arbeitsweise am Kurzfilm „Fuck the Cistem“, der Diskriminierungserfahrungen von nicht-binären Menschen thematisiert. Dey spricht über die Entscheidung, explizit für ein queeres Publikum zu erzählen und über die Verantwortung, in diesem Kontext Diskriminierung filmisch darzustellen. Anhand von Beispielen aus Schreibprozess und Dreh zeigt dey, wie sich diese Haltung konkret in künstlerische Entscheidungen übersetzt.


Bartholomew Sammut

Bartholomew Sammut ist ein maltesisch-australischer, nicht-binärer Filmkurator. Dey begann damit, Kurzfilme zu schreiben und zu produzieren, und arbeitete anschließend für SBS TV im Kurzfilmprogramm „Eatcarpet“. Im Jahr 2006 gründete dey das XPOSED Queer Film Festival Berlin und begann 2009 für die Berlinale Panorama Sektion zu arbeiten. 2015 rief dey den Queer Short Film Fund ins Leben, eine Initiative von XPOSED.

Queering Your Program = Freude teilen 

Ausgehend von einem jährlichen Treffen queerer Programmgestalter*innen haben die Teddy Awards eine weltweite Sichtbarkeit für das queere Kino geschaffen, inklusive Räume gefördert und ein transnationales Netzwerk von Filmfestivals etabliert. Dieses Erbe lebt weiter durch das Event „Queer Your Program“, bei dem Filmschaffende ihre Projekte dieser lebendigen Community vorstellen. In deren Vortrag beleuchtet Bartholomew Sammut, wie Filmfestivals zu zentralen Plattformen geworden sind, die die Landschaft des Queer Cinema gestalten und voranbringen.

Profis Plaudern Praxis XVII

Profis Plaudern Praxis XVII findet als Hybrid-Veranstaltung statt. Voraufgezeichnete Interviews sind  unter www.kasselerdokfest.de verfügbar.

Die Paneldiskussion findet live im Medienprojektzentrum Offener Kanal im KulturBahnhof Kassel statt. 
Die anschließenden Einzelgespräche zur Beratung finden in zwei Blöcken als Block I vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal und nach...

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Profis Plaudern Praxis XVII findet als Hybrid-Veranstaltung statt. Voraufgezeichnete Interviews sind  unter www.kasselerdokfest.de verfügbar.

Die Paneldiskussion findet live im Medienprojektzentrum Offener Kanal im KulturBahnhof Kassel statt. 
Die anschließenden Einzelgespräche zur Beratung finden in zwei Blöcken als Block I vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal und nach Voranmeldung als Block II via Zoom statt. Die Teilnahme erfolgt nur mit vorheriger Einreichung von Projekten, über die individuell gesprochen werden soll. Eine kurzfristige Teilnahme vor Ort ist nur möglich, wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen. 

Kostenfreie Anmeldung – sowohl für die Präsenz als auch die Online-Gespräche bis zum 20.11. bei Anna Bell: bell@kasselerdokfest.de

Allgemeine Infos Teilnahme Infos

DOING AUDIO-VISUAL MEDIA XIII: BLUE & GREEN MEDIA

DOING AUDIO-VISUAL MEDIA ist eine jährlich bis halbjährlich im Semester stattfindende Veranstaltungsreihe am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, in welcher das Institut, gefördert z.B. über QSL-Mittel Hessen, das Career Center der Universität oder über die hFMA Hessische Film- und Medienakademie, ExpertInnen aus der Medienpraxis für die Studierenden einlädt - in...

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DOING AUDIO-VISUAL MEDIA ist eine jährlich bis halbjährlich im Semester stattfindende Veranstaltungsreihe am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, in welcher das Institut, gefördert z.B. über QSL-Mittel Hessen, das Career Center der Universität oder über die hFMA Hessische Film- und Medienakademie, ExpertInnen aus der Medienpraxis für die Studierenden einlädt - in einer abwechslungsreichen Vielzahl von Formaten. Initiiert wurde die Reihe im Jahr 2015 von Dr. Tina Kaiser und findet seitdem unter Beteiligung wechselnder Projektleiter*innen zumeist aus dem Institutsmittelbau statt.

Die diesjährige DOING AUDIO-VISUAL MEDIA XIII-Reihe begeht ihr 10jähriges Jubiläum mit einem Seminar, einer Festival-Kooperation sowie Gästen und stellt aus diesem Grund das aktuelle Thema BLUE & GREEN MEDIA für die Studierenden in den Fokus. Zu Gast sind Praktiker*innen aus verschiedenen Bereichen des Themenspektrums und aus 10 Jahren Doing AV Media - im Seminar und online. Sie werden die je spezifischen Arbeitsgebiete vor dem Hintergrund der Reihe und ihres persönlichen Werdegangs vorstellen, aktuelle Umbrüche im beruflichen Feld und zukünftige Entwicklungen mit Blick auf die medialen Möglichkeiten zum Thema reflektieren und mit den Studierenden diskutieren.

Die wiederkehrende Medienpraxis-Reihe DOING AUDIO-VISUAL MEDIA des Instituts für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg hat eine Anbindung der Lehr- und Forschungsinhalte des Studiums an die Medienpraxis zum Ziel. Im universitären Studium der Medienwissenschaft ist die Integration von Erfahrungen aus der beruflichen Praxis unverzichtbarer Teil der Ausbildung. Die akademische Begleitung der rasanten Veränderungen und Umbrüche im breit gefächerten Arbeitsfeld “Medien” ist zentral für eine qualifizierte Berufsvorbereitung. Über diverse Formate wie Vorträge, Panels, etc. wird ein Einblick in die Praxis im weiten Feld des medialen Schaffens ermöglicht.

Einen Einblick in die Medienpraxislehre in Marburg gibt auch ein OP-Sonderbericht zum Thema hier.

PROGRAMM & TERMINE

22.5. Sophie Einwächter
Kuratorin DOING AV MEDIA IV: Arbeitsfeld Wissenschaftsjournalismus "Wissen(schaft) kommunizieren im digitalen Zeitalter", Ko-Hg. "Demokratie gg. Menschenfeindlichkeit", Medienwissenschaftlerin, Marburg

8./9.6., jeweils 17-20 Uhr: ABYA YALA
Indigenes Filmkunstfestival @ Waggonhalle Marburg
in Koop mit dem Institut für Kulturanthropologie, Daniela Triml-Chifflard & Ernst Halbmayer, Marburg

26.6. Ron Kellermann
Filmdramaturg, Green Storytelling-Berater, Drehbuchdozent & Autor, Ludwigshafen

10.7. Ulrike Heine
Bildwissenschaftlerin, Kuratorin, Geschäftsstelle Dt. Ozeandekade-Komitee (ODK), Kiel

Eintritt frei !

Zeit & Ort - außer Festival: 16:15 Uhr, Institut f. Medienwissenschaft, Niederlandistik-Bibliothek 05A10

Eine berufspraxisorientierte Veranstaltung für Studierende des B.A. Medienwissenschaft, B.A. Kunst, Musik und Medien sowie des M.A. Medien und kulturelle Praxis.
Konzept, Organisation & Moderation: Tina Kaiser & Studierende der SEs Medienpraxisvermittlung & Witterungsverhältnisse / Institut für Medienwissenschaft PUM Marburg

Alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf der Webseite.

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24. Marburger Kamerapreis / Bild-Kunst Kameragespräche mit Caroline Champetier in Marburg

Der 24. Marburger Kamerapreis und die 26. Bild-Kunst Kameragespräche mit Preisträgerin Caroline Champetier fanden am 30. April – 02. Mai 2025 vor Ort in Marburg statt. Der Preis wurde verliehen durch Universitäts-Präsident Prof. Dr. Thomas Nauss und Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Thomas Spies. 

Studierende aus dem hFMA-Netzwerk konnten...

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Der 24. Marburger Kamerapreis und die 26. Bild-Kunst Kameragespräche mit Preisträgerin Caroline Champetier fanden am 30. April – 02. Mai 2025 vor Ort in Marburg statt. Der Preis wurde verliehen durch Universitäts-Präsident Prof. Dr. Thomas Nauss und Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Thomas Spies. 

Studierende aus dem hFMA-Netzwerk konnten wieder ein Exklusivgespräch mit der Preisträgerin führen, in dem sie der renommierten Kamerafrau aus Frankreich in einem nur ihnen vorbehaltenen Gespräch am 02. Mai nahe kommen konnten.

Die Anmeldung zum Exklusivgespräch war bis 28.04. möglich.


Caroline Champetier prägte seit mehr als 40 Jahren das europäische und insbesondere französischsprachige Kino wie kaum eine andere Bildgestalterin. Dabei schlug sie eine Brücke zwischen Filmschaffenden der französischen Nouvelle Vague und einer neuen Generation von Filmschaffenden und insbesondere weiblichen Regisseurinnen.

Ihr Schaffen zeichnete sich dadurch aus, dass sie sich die gesamte Bandbreite an bildgestalterischen Möglichkeiten in ihren Filmen virtuos zu Nutzen macht. Daher ist der beobachtende Blick ihrer Kamera auch nie End-, sondern stets Ausgangspunkt für filmische Erkundungen, die Licht, Farbe, Kamerabewegungen und -effekte nutzen, um Realität zu transformieren und filmisch erfahrbar zu machen.

Champetiers Stil zeichnet sich durch einen dokumentarischen, beobachtenden Blick in der Tradition eines sozialen Realismus aus, der besonders in ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Claude Lanzmann zum Ausdruck kommt. So war sie als Kamerafrau an bedeutenden Werken wie Shoah (1985), Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr (2001) und Der Letzte der Ungerechten (2013) beteiligt, die ein tiefgehendes filmisches Zeugnis über den Holocaust ablegen.

Champetier geht es nicht um einen selbstzweckartigen Dokumentarismus. Vielmehr handelt es sich um eine Grundhaltung, von der aus sie sich jedem ihrer Filmprojekte aufs Neue nähert und vor deren Hintergrund sich ihre bildgestalterische Arbeit entfaltet.

Im Laufe ihrer Karriere hat Champetier die Bildgestaltung für über 140 Spiel- und Dokumentarfilme sowie Serien übernommen. Ihre Fähigkeit, sich visuell stets neu auszudrücken, macht sie zu einer der vielseitigsten Kamerafrauen Europas. Diese herausragende Vielseitigkeit wurde 2023 mit der Verleihung der Berlinale Kamera auf dem Filmfestival in Berlin gewürdigt.

Der Marburger Kamerapreis honorierte die stilistische Bandbreite von Caroline Champetiers bildgestalterischer Arbeit, ihre thematische Vielfalt und den immerwährenden Drang der Bildgestalterin nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Die vollständige Begründung des Beirats und weitere Informationen finden sich in der Pressemappe.


Der Marburger Kamerapreis hat sich erfolgreich etabliert als eine Auszeichnung, mit der herausragende Vertreter:innen der Kamerazunft geehrt werden. Die Kameragespräche haben sich zu einem Treffpunkt für Kameraleute, Studierende aus zahlreichen hessischen und deutschen Hochschulen, Filmwissenschaftler:innen und Filmkritiker:innen, aber auch für eine breite interessierte Öffentlichkeit entwickelt.

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Workshop Filmkritik 2025

Wer sich für den Reichtum der künstlerischen und intellektuellen Möglichkeiten des Kinos interessiert, findet nirgendwo bessere Möglichkeiten als bei einem Filmfestival. Das LICHTER Filmfest in Frankfurt/Main ist dabei ein besonderer Fall, denn es verbindet einen umfassenden Blick auf das Weltkino mit Debatten über das deutsche Kino, und das alles in einer familiären Atmosphäre. Ein Festival...

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Wer sich für den Reichtum der künstlerischen und intellektuellen Möglichkeiten des Kinos interessiert, findet nirgendwo bessere Möglichkeiten als bei einem Filmfestival. Das LICHTER Filmfest in Frankfurt/Main ist dabei ein besonderer Fall, denn es verbindet einen umfassenden Blick auf das Weltkino mit Debatten über das deutsche Kino, und das alles in einer familiären Atmosphäre. Ein Festival ist für Filmkritiker*innen tatsächlich ein Fest, aber auch eine besondere Herausforderung: Hier werden in dichter Folge Filme gezeigt, man kann direkt Vergleiche ziehen und sich über die Situation des Kinos und seiner Zukunft Gedanken machen. Oft ist nur wenig Zeit, um das Gesehene zwischen zwei Vorführungen zu reflektieren und zu hinterfragen – oder gar einen Text zu schreiben.

Der Workshop Filmkritik ermöglicht erste Schritte auf diesem Weg. Gemeinsam mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl (Berlin) und der Filmkritikerin Carolin Weidner (Köln) eignen sich die Teilnehmer*innen des Workshops das grundlegende Handwerk der Filmkritik an und erproben es mit eigenen Texten, die täglich auf dem Kritiker*innenblog auf den Online-Kanälen von LICHTER veröffentlicht werden. Neben dem konkreten Schreiben werden auch andere Formen behandelt: Video-Kritik, Podcast, Influencing. Die Rolle der digitalen Netzwerke neben den traditionellen Medien soll reflektiert werden.

Der Workshop nimmt den Filmbesuch beim 18. LICHTER Filmfest als Grundlage für gemeinsame Reflexionen: Was kann Filmkritik heute sein? Was ist ein guter Text? Wie schreibt man professionell und originell – und das unter Zeitdruck? Dabei wird es ganz praktisch und in vertiefender Form auch um das Handwerk und die intellektuellen Fundamente von Filmkritik gehen. Und auch um die Frage, ob andere Formen der Veröffentlichung (Blogs, Tubes, Podcasts, Instagram, TikTok, Letterboxd) eine adäquate Ergänzung zu den traditionellen Medien darstellen können, oder ob sie sogar schon wichtiger sind als Zeitungen und Magazine.

Der Workshop Filmkritik wird vom 21. bis 26. April 2025 als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Einen Eindruck der Kritiken aus den letzten Jahren gibt's hier:

Alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen findet ihr oben im Tab „Teilnahme Infos"


Workshop Filmkritik 2025

Der Workshop ist ein kostenloses Angebot für Studierende und (relativ frische) Alumni aus dem hFMA-Netzwerk. Studierende des TFM der Goethe-Uni erhalten für die Teilnahme 2 CPs.
Eine Übersicht aller beteiligten Studiengänge findet Ihr hier: https://hfmakademie.de/de/universities/index_groups

Den Workshop erweitern wir gern auch auf Interessent*innen von außerhalb! Sie können mit einem...

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Der Workshop ist ein kostenloses Angebot für Studierende und (relativ frische) Alumni aus dem hFMA-Netzwerk. Studierende des TFM der Goethe-Uni erhalten für die Teilnahme 2 CPs.

Eine Übersicht aller beteiligten Studiengänge findet Ihr hier: https://hfmakademie.de/de/universities/index_groups

Den Workshop erweitern wir gern auch auf Interessent*innen von außerhalb! Sie können mit einem Kosten-Beitrag i.H.v. 150,- € teilnehmen, sofern Plätze verfügbar sind.

Selbstverständlich erhalten die Teilnehmer*innen des Workshops Festivalpässe und somit freien Eintritt zu fast allen LICHTER-Veranstaltungen.


Einzureichen sind:

●  Filmbesprechung eines Films deiner Wahl, der 2024 oder 2025 im Kino lief (1200 Zeichen inkl. Leerzeichen)
●  kurze schriftliche Bestätigung der ganztägigen Anwesenheit an allen Workshop-Tagen von Mo, 21. bis Sa, 26. April 2025 in Frankfurt am Main
●  bitte Hochschule, Studiengang und Semester (bzw. Abschluss bei Alumni) angeben

Bitte über dieses Formular anmelden. Anmeldeschluss ist Sonntag, der 13.04.2025.

Rückfragen bitte an info@hfmakademie.de.

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Profis Plaudern Praxis XVI / Praxis Dokfest 2024

Wahrheitsfindung und der Kreative Prozess: Investigative Strategien in der Film- und Medienproduktion


Vorab-Interviews Profis Plaudern Praxis XVI

Ein Exzerpt der Realität steckt in jeder fiktionalen oder non-fiktionalen Arbeit und eine investigative Recherche führt in der Film- und Medienproduktion zu einem glaubhaften und differenzierten Ergebnis. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem...

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Wahrheitsfindung und der Kreative Prozess: Investigative Strategien in der Film- und Medienproduktion


Vorab-Interviews mit den Referent*innen sind auf der Webseite des Kasseler Dokfests verfügbar:

Vorab-Interviews Profis Plaudern Praxis XVI


Ein Exzerpt der Realität steckt in jeder fiktionalen oder non-fiktionalen Arbeit und eine investigative Recherche führt in der Film- und Medienproduktion zu einem glaubhaften und differenzierten Ergebnis. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Sujet, die eine inhaltliche sowie eine formale Erforschung beinhaltet, ist grundlegender Teil jeder künstlerischen Entwicklung. Die Verarbeitung eines Stoffes im Dokumentarfilm ist eine andere als in einer Fiktion, einer Installation oder in einem Podcast. Die Herangehensweisen unterscheiden sich je nach Medium und Sujet und wirken in ihrer jeweiligen Kombination. Allen gemeinsam ist die fundierte Beschäftigung damit, Ausdrucksmöglichkeiten mit Inhalten in ein Verhältnis zu setzen. Was abgebildet bzw. gezeigt werden soll, steht immer in einem Verhältnis zu der Art, wie es gezeigt wird. Dabei kommen Strategien zum Einsatz, an deren Ende die künstlerische Wahrheitsbildung steht.

Mit dem diesjährigen Thema von Profis Plaudern Praxis XVI möchten wir die Frage nach dem Verhältnis von Wahrheitsbildung und kreativem Prozess erläutern und dafür investigative Strategien in der Film- und Medienproduktion beleuchten. Etablierte Profis aus den Bereichen der Produktion, Recherche, Beratung und Regie sollen Nachwuchstalenten dabei helfen, den passenden Zugang zu ihrem künstlerischen Vorhaben zu finden und abzuschätzen, was notwendig ist, um eine glaubwürdige Arbeit zu produzieren.

Vier Kurzvorträge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf den Spagat zwischen Wahrheitsfindung und kreativem Prozess in der Film- und Medienproduktion. In einer moderierten Paneldiskussion mit anschließenden Einzelgesprächen vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal in Kassel oder wahlweise via Zoom wird auf individuelle Fragen für eigene Projekte eingegangen.

Die Vorträge und Einzelgespräche richten sich vorrangig an Studierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und an die Teilnehmer*innen des 15. Hessischen Hochschulfilmtages, sie sind aber auch für andere am Thema Interessierte geöffnet. Sprache: Deutsch. Einzelgespräche: Deutsch / Englisch.

Die Reihe Profis Plaudern Praxis wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Die Sektion versteht sich als Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden. In Vorträgen und Workshops vermitteln Expert*innen fundiertes Praxiswissen und setzen sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinander.


Profis Plaudern Praxis XVI findet als Hybrid-Veranstaltung statt. Voraufgezeichnete Interviews werden vorab als DokfestChannel online unter www.kasselerdokfest.de verfügbar sein und können ab dem 1.11. kostenlos gesichtet werden.

Die Paneldiskussion findet live im Medienprojektzentrum Offener Kanal im Kulturbahnhof Kassel statt.

Die anschließenden Einzelgespräche zur Beratung finden in zwei Blöcken als Block I vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal und nach Voranmeldung als Block II via Zoom statt. Die Teilnahme erfolgt nur mit vorheriger Einreichung von Projekten, über die individuell gesprochen werden soll. Eine kurzfristige Teilnahme vor Ort ist nur möglich, wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen.

Kostenfreie Anmeldung – sowohl für die Präsenz als auch die Online-Gespräche bis zum 14.11. bei Anna Bell: bell@kasselerdokfest.de


PROGRAMMABLAUF

FREITAG 15.11. | 11:00 – 17:30
11:00 – 12:30
 Vorträge der Referent*innen im Medienprojektzentrum Offener Kanal in Kassel 
11:00 Nicolas Gebbe
11:20 Antje Behr
11:40 Iryna Riabenka
12:00 Khesrau Behroz
12:30 – 13:15 Moderierte Paneldiskussion im Medienprojektzentrum Offener Kanal in Kassel
13:15 – 14:15 Mittagspause
14:15 – 16:15 Einzelgespräche vor Ort
16:30 – 17:30 Einzelgespräche online via Zoom


Vortragsreferent*innen und Expert*innen für Einzelgespräche //Speakers and experts for one-on-one conversations

Nicolas Gebbe

Nicolas Gebbe wurde 1986 in London geboren und arbeitet als 3D-Artist, Filmemacher und Sounddesigner in Frankfurt am Main. 2018 erhielt er sein künstlerisches Diplom an der Hochschule für Gestaltung Offenbach im Filmbereich. Sein Fokus liegt auf experimenteller 3D-Animation und hybriden Filmformaten.

Experimentieren, spielen, suchen, finden
Ein Vortrag über das spielerische Entwickeln eigener visueller Ideen und deren Umsetzung. Wie finde ich meinen persönlichen, ehrlichen Ausdruck? Wo treffen das Experimentieren, Intuition und Konzept aufeinander? Welche Rolle spielen Struktur und System in der spielerischen Suche? Ein Einblick, wie das intuitive Experimentieren die fruchtbare Grundlage für das Transportieren von emotionalen Inhalten sein kann und wie durch das Loslassen neue kreative Kraft entstehen kann.

Antje Behr

Antje Behr studierte in Berlin und Jerusalem Audiovisuelle Medien. Derzeit ist sie Masterstudentin an der Filmuniversität Potsdam Babelsberg und doziert an der Berliner Hochschule für Technik. Sie macht Dokumentarfilme und Reportagen. Recherchiert, schreibt, führt Regie und hat ein Herz für Wissenschaft, Psychologie und gutes Essen.

„Perfekte*r“ Prota
Das Formatfernsehen der öffentlich-rechtlichen Sender ist geprägt von inhaltlichen, visuellen und strukturellen Vorgaben des jeweiligen Sendeplatzes. Autor*innen werden dazu angehalten den manchmal sehr expliziten Redaktionswünsche nachzukommen. Die Recherche nach dem / der „perfekten“ Protagonist*in nimmt meist viel mehr Zeit in Anspruch als die eigentlichen Dreharbeiten. Wo und wie findet man diese Menschen?

Iryna Riabenka

Iryna Riabenka arbeitete als Fernsehjournalistin, investigative Reporterin und Filmemacherin für verschiedene Fernsehsender wie SWR, BR und DW. Sie absolvierte ihren Master in Fernsehjournalismus und Dokumentarfilm an der Hochschule Hannover. Ihr Regiedebüt „Heller Weg“ wurde weltweit auf Festivals nominiert und ausgezeichnet.

„Heller Weg“: Aufdeckung der Wahrheit durch poetische Dokumentation
„Heller Weg“ ist ein Essayfilm, der das Schicksal des ukrainischen Journalisten Stanislav Aseyev und die russische Folter im Donbas durch investigative Recherche beleuchtet. Doch wie schafft man Wahrheitsbildung, wenn die Bilder aus dem Foltergefängnis fehlen? Die poetische Form des dokumentarischen Erzählens könnte die Antwort sein. Durch kraftvolle, essayistische Bilder und Worte zieht der Film die Zuschauer*innen in eine Realität, die keine expliziten Aufnahmen braucht, um die Grausamkeit und Tiefe des Geschehens fühlbar zu machen.

Khesrau Behroz

Khesrau Behroz ist Host, Autor und Produzent von millionenfach gehörten Podcasts wie „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?“, „Legion: Hacking Anonymous“ und „SchwarzRotGold: Mesut Özil zu Gast bei Freunden“. Für seine Arbeit ist er mit dem Grimme Online Award, dem Deutschen Reporterpreis, dem Deutschen Podcastpreis und dem Preis für Popkultur ausgezeichnet worden. Er ist Co-Gründer und -Geschäftsführer der Berliner Produktionsfirma Undone.

Was es braucht, um eine gute Geschichte zu erkennen
Khesrau Behroz erzählt von seiner Arbeit als Produzent, Autor und Host: Von der Idee bis zur Veröffentlichung dauert jede Produktion von Doku-Podcasts wie „Cui Bono“, „Legion“ oder „SchwarzRotGold: Mesut Özil zu Gast bei Freunden“ etwa ein Jahr – dazwischen liegen hunderte Entscheidungen über die Recherche, Dramaturgie, Sound Design und Distribution. Von diesen Entscheidungen erzählt Behroz – und was es braucht, um eine gute Geschichte zu erkennen.


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Profis Plaudern Praxis XVI / Praxis Dokfest 2024

Profis Plaudern Praxis XVI findet als Hybrid-Veranstaltung statt. Voraufgezeichnete Interviews werden vorab als DokfestChannel online unter www.kasselerdokfest.de verfügbar sein und können ab dem 1.11. kostenlos gesichtet werden.

Die Paneldiskussion findet live im Medienprojektzentrum Offener Kanal im Kulturbahnhof Kassel statt.
Die anschließenden Einzelgespräche zur Beratung finden...

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Profis Plaudern Praxis XVI findet als Hybrid-Veranstaltung statt. Voraufgezeichnete Interviews werden vorab als DokfestChannel online unter www.kasselerdokfest.de verfügbar sein und können ab dem 1.11. kostenlos gesichtet werden.

Die Paneldiskussion findet live im Medienprojektzentrum Offener Kanal im Kulturbahnhof Kassel statt.

Die anschließenden Einzelgespräche zur Beratung finden in zwei Blöcken als Block I vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal und nach Voranmeldung als Block II via Zoom statt. Die Teilnahme erfolgt nur mit vorheriger Einreichung von Projekten, über die individuell gesprochen werden soll. Eine kurzfristige Teilnahme vor Ort ist nur möglich, wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen.

Kostenfreie Anmeldung – sowohl für die Präsenz als auch die Online-Gespräche bis zum 14.11. bei Anna Bell: bell@kasselerdokfest.de.

Die Vorträge und Einzelgespräche richten sich vorrangig an Studierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und an die Teilnehmer*innen des 15. Hessischen Hochschulfilmtages, sie sind aber auch für andere am Thema Interessierte geöffnet. Sprache: Deutsch. Einzelgespräche: Deutsch / Englisch.

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Lecture & Film: Black Atlantic Cinema

Die Lecture & Film-Reihe „Black Atlantic Cinema" geht der Frage nach, wie sich im und durch das Kino kulturelle und politische Räume jenseits der nationalstaatlichen Ordnung, aber auch jenseits einfacher Gegenübersstellungen wie „Globaler Norden" und „Globaler Süden" bzw. Neokolonialismus vs. Dekolonisierung denken lassen. 
„Black Atlantic“ ist ein Konzept des britischen Soziologen...

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Die Lecture & Film-Reihe „Black Atlantic Cinema" geht der Frage nach, wie sich im und durch das Kino kulturelle und politische Räume jenseits der nationalstaatlichen Ordnung, aber auch jenseits einfacher Gegenübersstellungen wie „Globaler Norden" und „Globaler Süden" bzw. Neokolonialismus vs. Dekolonisierung denken lassen. 

„Black Atlantic“ ist ein Konzept des britischen Soziologen Paul Gilroy, mit dem er auf die Erfahrung des transatlantischen Sklavenhandels und ihre Folgen für die Moderne bis in die Gegenwart verweist. Anstatt über Nationalstaaten formiert sich Kultur, so Gilroy, über größere geographische Räume und in komplexen historischen Formationen und Schichtungen. Für den Raum des „Black Atlantic“ ist für Gilroy ein verbindendes Element die Erfahrung des „doppelten
Bewusstseins“ im Sinne des großen amerikanischen Soziologen und Historikers W.E.B. DuBois. “Sich selbst sehen durch die Augen … einer Nation, die einen mit Verachtung anblickt“, lautet DuBois‘ Formel für das “doppelte Bewusstsein”, in dem marginale Menschen in Gesellschaften leben, die von Unterdrückung geprägt sind.

Das Filmprogramm sprengt den Rahmen einer nationalkinematographischen oder monographischen Auswahl und besteht aus selten gezeigten Werken wie „A Deusa Negra" von Ola Balogun (Nigeria 1979), „The Terror and the Time" (Guyana 1980), „Daughters of the Dust" (USA 1993). Namhafte Referent*innen wie Paul Gilroy, Christina Sharpe und Saidyia Hartman führen in die Filme ein und stehen für eine Diskussion zur Verfügung.

Die Auftaktveranstaltung fand am 31.10.2024 mit der Lecture „A Deusa Negra“ (Die schwarze Göttin) von Kurator und Regisseur Didi Cheeka, Leiter der Lagos Film Society statt.

Die Vorträge der Reihe finden in englischer Sprache und im Kino des DFF statt.

Weitere Termine:

  • 14. und 21. November
  • 5., 12. und 19. Dezember 2024
  • 16. und 23. Januar 2025
  • 8. und 15. Mai 2025
  • 5. und 26. Juni 2025
  • 3., 10., 17. und 24. Juli 2025

Die einzelnen Termine werden vor den Veranstaltungen weiter unten detailliert verlinkt.

Die Lecture & Film-Reihe wird organisiert vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe Universität Frankfurt und dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Kooperation mit dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ und dem Forschungscluster „ConTrust – Vertrauen im Konflikt“.

Kuratiert von Didi Cheeka, Feven Haile, Daniel Fairfax und Vinzenz Hediger

Unterstützt durch die hessische Film- und Medienakademie, Goethe-Universität Frankfurt, ConTrust, Verein der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, Stiftung zur Förderung der internationalen Beziehungen