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Kontakt

hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 830 460 41

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Sie erreichen uns in der Kernzeit montags bis donnerstags von 10.00 - 16.30 Uhr. 

Geschäftsführung
Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer(at)hfmakademie.de

Mitarbeiter*innen
Anne-Kristin Feustel (dienstags und donnerstags) – feustel(at)hfmakademie.de
Csongor Dobrotka (mittwochs) – dobrotka(at)hfmakademie.de
Lara Nahrwold (montags und dienstags) – nahrwold(at)hfmakademie.de
Celina Schimmer (montags und donnerstags) – schimmer(at)hfmakademie.de

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    Film, Diskussion

    Offener Brief von hessischen Professor*innen und Lehrbeauftragten

    Hessische Professor*innen und Lehrbeauftragte fordernHans Joachim Mendig, den Geschäftsführer der HessenFilm undMedien GmbH, in einem offenen Brief auf, sich zu erklären.
    HessenFilm undMedien GmbH | Herrn Prof. Hans Joachim Mendig | Am Steinernen Stock 1 | 60320 Frankfurt am Main
    OffenerBrief
    Wiesbaden, 19.9.19
    Sehr geehrterHerr Prof. Mendig,
    verwundert habenauch wir zur Kenntnis genommen,...

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    Hessische Professor*innen und Lehrbeauftragte fordern Hans Joachim Mendig, den Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, in einem offenen Brief auf, sich zu erklären.

    HessenFilm und Medien GmbH | Herrn Prof. Hans Joachim Mendig | Am Steinernen Stock 1 | 60320 Frankfurt am Main

    Offener Brief

    Wiesbaden, 19.9.19

    Sehr geehrter Herr Prof. Mendig,

    verwundert haben auch wir zur Kenntnis genommen, dass Sie das von Jörg Meuthen im Juli gepostete Foto, auf dem Sie mit Herrn Meuthen und Herrn Hunzinger zu sehen sind und das Herr Meuthen mit den Worten „angeregter und konstruktiver politischer Gedankenaustausch“ kommentierte, beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst als private Angelegenheit deklariert haben. Da aber Herr Meuthen das Bild öffentlich gepostet und kommentiert hat, hat das Bild nun als Austausch zwischen zwei Personen mit öffentlichen Ämtern eine politische Aussagekraft. Darum sehen wir Sie als Leiter der HessenFilm und Medien GmbH in der Pflicht, auch öffentlich darauf zu reagieren.

    Als Professorinnen, Professoren und Lehrbeauftragte im Film- und Medienbereich an den hessischen Hochschulen verpflichten wir uns nach demokratischen Grundsätzen zu lehren und unterstützen entsprechend ausdrücklich die Grundsätze des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und der HessenFilm und Medien GmbH in denen es heißt: “die HessenFilm verpflichtet (sich), nur solche Projekte und Produktionen zu fördern, die die Würde des Menschen achten, die Grundrechte respektieren und die Achtung vor dem Leben fördern.“ Weiter heißt es, vorrangig zu fördern seien: „Filme unterschiedlicher Bereiche und Genres sowie künstlerisch und kulturell bedeutende, gesellschaftlich relevante, qualitativ hochwertige Film- und Fernsehproduktionen und sonstige audiovisuelle Projekte, die einen wichtigen Beitrag zur Filmkultur leisten“. Es geht um die Freiheit der Kunst, Respekt, Toleranz, Meinungsfreiheit.

    Diese Grundsätze sind aus unserer Sicht nicht in Übereinstimmung mit den kultur- und filmpolitischen Äußerungen und Forderungen der AfD zu bringen, die unter anderem eine „ideologische Entschlackungskur“ der deutschen Filmförderung fordert. Und ihr kulturpolitischer Fraktionssprecher Marc Jongen verkündete am 23.1.18 auf seiner Homepage "die Entsiffung des Kulturbetriebs in Angriff zu nehmen."

    Aus unserer Sicht muss gewährleistet sein, dass die Leitung der von öffentlichen Geldern finanzierten HessenFilm und Medien GmbH die oben genannten Grundsätze zu jeder Zeit vehement gegen solche Forderungen und sprachliche Verunglimpfungen verteidigt. Deswegen fordern wir Sie auf, sich zu dem „angeregten und politischen Gedankenaustausch“ öffentlich zu äußern. Die von uns im Bundesland Hessen in den Film- und Medienberufen ausgebildeten Kreativen, aber auch die bereits im Berufsleben verankerten Medien- und Filmschaffenden müssen sich auch in Zukunft auf eine unabhängige, demokratischen Prinzipien folgende und der Freiheit der Kunst verpflichtete Film- und Medienförderung in Hessen verlassen können.

    gez.
    Prof. Tom Schreiber
    Prof. Dr. Marie Hélène Gutberlet
    Prof. Jan Peters
    Prof. Joel Baumann
    Prof. Björn Melhus
    Prof. Bettina Blümner
    Prof. Thomas Lauterbach
    Prof. Alexander Herzog
    Prof. Börries Müller-Büsching
    Prof. Dr. Theo Steiner
    Prof. Jörg Waldschütz
    Prof. Martina Bramkamp
    Prof. Dr. Rembert Hüser
    Prof. Dr. Malte Hagener
    Prof. Ulrike Pfeifer
    Stefan Oliveira-Pita (Lehrbeauftragter Wiesbaden)
    Carlos Gonzalo (Lehrbeauftragter Wiesbaden)
    M. A. Littler (Lehrbeauftragter Offenbach)
    Ingmar Trost (Lehrbeauftragter Darmstadt)

    Film, Diskussion

    Pressemitteilung der Initiative HessenFilm

    Hessische Filmbranche hat kein Vertrauen mehr zu Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der Hessen Film und Medien GmbH
    Vor kurzem wurde ein Instagram-Post von AFD Bundessprecher Jörg Meuthen bekannt, das den Geschäftsführer der hessischen Filmförderung, Hans Joachim Mendig, in einträchtiger Runde mit AfD Bundessprecher Jörg Meuthen und Kommunikationsberater Moritz Hunzinger zeigt – in einem...

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    Hessische Filmbranche hat kein Vertrauen mehr zu Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der Hessen Film und Medien GmbH

    Vor kurzem wurde ein Instagram-Post von AFD Bundessprecher Jörg Meuthen bekannt, das den Geschäftsführer der hessischen Filmförderung, Hans Joachim Mendig, in einträchtiger Runde mit AfD Bundessprecher Jörg Meuthen und Kommunikationsberater Moritz Hunzinger zeigt – in einem angeregten und konstruktiven politischen Gedankenaustausch, wie es in der Bildunterschrift heißt.

    Die Initiative HessenFilm als Zusammenschluss der Vereine Film- und Kinobüro Hessen,Filmhaus Frankfurt, AG DOK und Vereinigung der Hessischen Filmwirtschaft sind über die Veröffentlichung bestürzt. Als medienkundigem Menschen musste Hans Joachim Mendig klar sein, welche öffentliche Bedeutung dieses Foto im Zusammenhang mit der AfD gewinnt. Wie sich in den letzten Tagen gezeigt hat, ist dadurch nicht nur Hans Joachim Mendig, sondern auchdem Filmstandort Hessen ein erheblicher (Image)Schaden entstanden. Die langjährigen, von vielen getragenen Anstrengungen für die Fortentwicklung des Standortes drohen in einem negativen Pressegewitter hinweg gespült zu werden.

    Die Branchenvertreter*innen sahen es als ein Gebot der Fairness, zunächst Herrn Mendig intern Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben. In seiner Antwort hielt es Herr Mendig aber nicht für nötig, wenigstens ansatzweise aufklärende Worte zu liefern, sondern stufte sein Treffen weiterhin alsprivate Angelegenheit ein. Das reicht im Angesicht der vielen Nachfragen und Kommentare einer breiten Fachöffentlichkeit bei weitem nicht aus. Auch unser Versuch, hier eine Aufklärung zu erreichen im Sinne einer Schadenabwendung, wurde einfach ignoriert. Interesse an einer Zusammenarbeit mit den hessischen Filmschaffenden drückt sich anders aus. Ein vertrauensvolles Miteinander zum Vorteil des Filmstandortes können wir mit Hans Joachim Mendig nicht mehrerkennen.

    Deshalb wenden wir uns an den Aufsichtsrat der HessenFilm und Medien GmbH mit seiner Vorsitzenden, Ministerin Angela Dorn, und bitten darum, möglichst schnell eine Klärung mit Herrn Mendig herbei zu führen. Hessen verdient es, wieder anders – mit seinen positiven Seiten - wahrgenommen zu werden.

    Frankfurt 17.09.2019

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