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hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
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Lara Nahrwold (montags, mittwochs, dienstags) – nahrwold(at)hfmakademie.de
Celina Schimmer (montags, mittwochs, donnerstags) – schimmer(at)hfmakademie.de

Termine
(Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Bis 15.05.2022 / Sonntag (Öffentlich)

Ausstellung, Performance, Event

Frankfurter Kunstverein

10. Festival der jungen Talente 2022

Das Festival der jungen Talente (FDJT) hat zum Ziel, die Zusammenarbeit der Studierenden verschiedener gestalterischer Fachrichtungen der regionalen Hochschulen zu fördern und die Entstehung neuer experimenteller Arbeiten zu unterstützen.

Das Festival ermöglicht die Kooperation der Institutionen, die sich beteiligen: HfG Offenbach, Städelschule Frankfurt, der Studiengang Curatorial...

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Das Festival der jungen Talente (FDJT) hat zum Ziel, die Zusammenarbeit der Studierenden verschiedener gestalterischer Fachrichtungen der regionalen Hochschulen zu fördern und die Entstehung neuer experimenteller Arbeiten zu unterstützen.

Das Festival ermöglicht die Kooperation der Institutionen, die sich beteiligen: HfG Offenbach, Städelschule Frankfurt, der Studiengang Curatorial Studies an der Goethe Universität Frankfurt, die Kunsthochschule Mainz sowie die Hessische Theaterakademie.

Ende Mai 2022 wird das Festival erneut im Frankfurter Kunstverein stattfinden. Das 10. Festival will wieder die Zusammenarbeit zwischen Künstler_innen fördern und multidisziplinäre Projektarbeiten zeigen. Im Fokus stehen hochschulübergreifende Projekte, die interdisziplinär, experimentell oder performativ sind. 

  • Vernissage: 5. Mai 2022
  • Ausstellung und Projektplattform: 6. bis 15. Mai 2022

Einmal hin, einmal her: Chytilovás Kino am Ende des Sozialismus

Wir schreiben das Jahr 1988, die qualvolle Endphase des realen Sozialismus in der westböhmischen Provinz. Eine neurotische Kamera verfolgt Arbeit und Freizeit dreier Männer im spärlichen Schnee des Kurorts Karlsbad. Es stellt sich die Frage: ”Was kann man in diesem korrupten Dschungel sonst tun, als es miteinander zu treiben?” 
Chytilová...

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Wir schreiben das Jahr 1988, die qualvolle Endphase des realen Sozialismus in der westböhmischen Provinz. Eine neurotische Kamera verfolgt Arbeit und Freizeit dreier Männer im spärlichen Schnee des Kurorts Karlsbad. Es stellt sich die Frage: ”Was kann man in diesem korrupten Dschungel sonst tun, als es miteinander zu treiben?” 

Chytilová liefert eine Satire ihrer Gesellschaft der Achtziger, die sich unmerklich von einer Komödie in eine Tragödie verwandelt, mit dramatischen Elementen arbeitend. Bewirkt die Katastrophe eine Reinigung oder bleibt es beim Jammern und Schaudern? 

Die Tragikomödie kreist um eine Gruppe von Mitdreißigern, die sich von Party zu Party und diversen sexuellen Abenteuern bewegen, bis einer der Freunde AIDS-positiv diagnostiziert wird.  Als eine der ersten Regisseurinnen Osteuropas realisierte Věra Chytilová damit einenFilm über das damalige Tabuthema der AIDS-Erkrankung.

Das Ende des Films soll damals wie eine Bombe eingeschlagen haben; der Film wurde sowohl auf das Moskauer Filmfestival als auch in den Oscar-Wettbewerb geschickt. 

Natascha Drubek-Meyer lehrt Filmwissenschaft und Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie ist Chefredakteurin der open access-Zeitschrift Apparatus (www.apparatusjournal.net), die sich Film und Medienkulturen in Zentral- und Osteuropa widmet.


VORSTELLUNG: Do. 17.02.2022, ab 20:15 Uhr | ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main

Film: KOPYTEM SEM, KOPYTEM TAMTainted Horseplay
CSSR 1988, RVěra Chytilová.
D: Tomás Hanák, Milan Steindler, Tereza Kucerová. 137 min. 35mm. OmU

Kracauer Lectures: Brigitta Kuster, Zwischen Sorge, Reparatur und Heilen: Kinogefüge

Die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ setzt sich zum Ziel, avancierte aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie und der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik zur Darstellung zu bringen und damit einen Beitrag zur Erweiterung und Entwicklung des Feldes der Film- und Medienwissenschaft zu leisten,...

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Die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ setzt sich zum Ziel, avancierte aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie und der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik zur Darstellung zu bringen und damit einen Beitrag zur Erweiterung und Entwicklung des Feldes der Film- und Medienwissenschaft zu leisten, der am schnellsten wachsenden geisteswissenschaftlichen Disziplin in Deutschland.

Was und wie im Kino wahrgenommen wird, zeitigt nicht bloß epistemische, sondern auch die Erfahrung betreffende Effekte. Und die tief beunruhigenden Wechselwirkungen zwischen dem, was den Filmbildern geschieht und dem, was den Menschen geschieht, hat insbesondere im Nachgang der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs Erschütterungen hervorgerufen, die auch Siegfried Kracauer untersuchte, etwa im Zuge seines Testfilms, der allerdings nie über den Status des Projekts hinausgelangte.

Gilles Deleuze hat drei Phasen des Nachdenkens über Kino unterschieden, diejenige, die ihr Interesse auf das richtete, was auf dem Bild und hinter ihm zu sehen ist, diejenige, die den Status des Bildes selbst zu erkunden antrat und erörterte, ob der Blick dem standhalten konnte, was er sah. Die dritte Phase fragt ihm zufolge: Wie kann man sich in das Bild einfügen, in es hineinschlüpfen? – Das Nachdenken über Kinogefüge versucht, über die Verkettung von Ursache und Wirkung, von Film und Zuschauer*in hinausgehend ein konstitutives Zusammenspiel ebenso heterogener wie autonomer Ausdrucksformen und Körperregimes in wechselseitiger metastabiler Dynamik zu unterstellen. Ein Kinogefüge affirmiert die Transformierbarkeit und Durchlässigkeit, wie sie auch für die heutige audiovisuelle Medienlandschaft prägend sind. Die Frage, der sich der Vortrag hierbei widmet, lautet: Sind Kinogefüge, die entsprechend jene institutionellen und medialen Rahmungen, die sie ermöglichen, immer fliehen, ein guter Ort für care?

Dienstag 15.02.2022, 18 Uhr
Brigitta Kuster (Humboldt-Universität zu Berlin), Zwischen Sorge, Reparatur und Heilen: Kinogefüge
Vortrag in deutscher Sprache.

Brigitta Kuster ist Kulturproduzentin und Kulturwissenschaftlerin. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind das dritte, militante, akzentuierte oder kleine Kino sowie das Desiderat neuer radikaler postkinematografischer Gefüge sowie biometrische Grenz- und Identifikationstechnologien an der EU-Außengrenze. Sie arbeitet als Juniorprofessorin für Kulturwissenschaftliche Filmforschung und Gender an der Humboldt-Universität zu Berlin.


Wichtige Informationen zur Teilnahme: Die Lectures finden online statt. Die Zoom-Einladung bekommen Interessierte von fairfax@tfm.uni-frankfurt.de


Informationen gibt es auch auf der Website. Außerdem wird es dort nach der Veranstaltung auch einen Mitschnitt geben.

Godard versus CHYTILOVÁ VERSUS FORMAN. Linke Missverständnisse und Filmpolitik

Der 1969 produzierte Film PRAVDA der Dziga Vertov Gruppe (u.a. Jean-Luc Godard und Jean-Henri Roger) entlarvte den latenten Kapitalismus der Imagery des Sozialismus in Bildern des tschechoslowakischen Fernsehens und Arbeiterlebens. Auch Věra Chytilová, die Godard in PRAVDA interviewte, wurde zur Zielscheibe der Kritik, insofern ihr von den Filmemachern eine anti-marxistische (statt einer...

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Der 1969 produzierte Film PRAVDA der Dziga Vertov Gruppe (u.a. Jean-Luc Godard und Jean-Henri Roger) entlarvte den latenten Kapitalismus der Imagery des Sozialismus in Bildern des tschechoslowakischen Fernsehens und Arbeiterlebens. Auch Věra Chytilová, die Godard in PRAVDA interviewte, wurde zur Zielscheibe der Kritik, insofern ihr von den Filmemachern eine anti-marxistische (statt einer anti-kommunistischen) Haltung unterstellt wurde. "Chytilová = Zanuck and Paramount" - so die Formel, mit der Godard seine Kritik in PRAVDA zuspitzt. 

In ihrem 1981 für das belgische Fernsehen produzierten Dokumentarfilm CHYTILOVÁ VERSUS FORMAN vergleicht Chytilová den Verlauf ihrer Karriere mit jener Miloš Formans, der infolge seiner Emigration in die USA nach der Niederschlagung des Prager Frühlings als Hollywood-Regisseur Weltruhm erlangte und zum Zeitpunkt des Filmdrehs gerade mit der Fertigstellung seines für 8 Oscars nominierten Films RAGTIME beschäftigt war. In ihrem Film, der gleichzeitig Selbstreflexion und kritische Auseinandersetzung mit ihrem Kollegen ist, stehen grundlegende Fragen des Filmischen wie des Politischen auf dem Prüfstand.

Chytilovás hatte ihren Kollegen Forman in New York und London während der Dreharbeiten zu RAGTIME (1981) besucht. Das Gespräch zwischen ihr und dem Regisseur offenbart die Auswirkungen ihrer unterschiedlichen Regie-Biografien: Forman ging nach der Niederschlagung des Prager Frühlings ins Exil, Chytilová blieb hingegen in der Tschechoslowakei.

Nicole Kandioler ist Assistenzprofessorin für Politik der Medien im Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.

Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová" präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen.


VORSTELLUNG: Do. 20.01.2022, ab 20:15 Uhr
ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main

Film: CHYTILOVÁ VERSU FORMAN CONSCIOUSNESS OF CONTINUITY
BE/CSSR 1981. R:Věra Chytilová
Dokumentarfilm. 84 Min. Digital. engl./frz. OF

Kracauer Lectures: Nicholas Baer, The Poverty of New Film History

Mit ihrem Titel würdigt die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ den gebürtigen Frankfurter Philosophen, Soziologen, Schriftsteller und Film- und Medientheoretiker Siegfried Kracauer (1889-1966), einen der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts im Feld der Film- und Medientheorie. Zugleich verwies der Reihentitel auf die Rolle Frankfurts und seiner Universität als...

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Mit ihrem Titel würdigt die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ den gebürtigen Frankfurter Philosophen, Soziologen, Schriftsteller und Film- und Medientheoretiker Siegfried Kracauer (1889-1966), einen der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts im Feld der Film- und Medientheorie. Zugleich verwies der Reihentitel auf die Rolle Frankfurts und seiner Universität als Gründungsorte der kritischen Reflexion des Films und der technischen Medien im 20. Jahrhundert.

Die Reihe setzt sich zum Ziel, avancierte aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie und der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik zur Darstellung zu bringen und damit einen Beitrag zur Erweiterung und Entwicklung des Feldes der Film- und Medienwissenschaft zu leisten, der am schnellsten wachsenden geisteswissenschaftlichen Disziplin in Deutschland.

Am 1. Februar beschäftigt sich Nicholas Baer (Universität Groningen) in seinem englischen Vortrag auf ironische Art und Weise mit der Vorgeschichte des zeitgenössischen Posthistorismus und untersucht die Beziehung zwischen dem Kino und der "Krise des Historismus".

Recently, the question of how and even whether to situate works of art within history has given rise to intense methodological disputes across the humanities. Scholars have challenged the privileging of cultural context above other concerns, from aesthetics and form to transtemporal resonance and present-day relevance. In Rita Felski’s gloss, “Though we cannot as yet speak of a posthistoricist school, a multitude of minor mutinies and small-scale revolts are under way.” Offering an ironic prehistory of contemporary posthistoricism, this lecture will explore the relation between cinema and the “crisis of historicism” widely diagnosed by German philosophers in the interwar period. I will argue that films of the Weimar Republic lent vivid expression to the crisis of historical thinking, revealing the capacity of the medium to engage with fundamental questions of the philosophy of history. Drawing sustained attention to the philosophical critiques of historicism that accompanied the first decades of moving-image culture, I will propose a more reflexive mode of historiography—one that considers how film itself reflects on questions of historicism—as well as an approach to studying cinema in conjunction with enduring historical-philosophical concerns. My guide will be Siegfried Kracauer, who integrated the critique of historicism into a theory of film and media in his writings of the Weimar period and beyond.

Dienstag 01.02.2022, 18 Uhr
Nicholas Baer (Universität Groningen), The Poverty of New Film History
Vortrag in englischer Sprache

Nicholas Baer is Assistant Professor of Film Studies in the Department of Arts, Culture, and Media at the University of Groningen in the Netherlands. He is currently completing a monograph, Historical Turns: Weimar Cinema and the Crisis of Historicism. Baer has co-edited two volumes of film and media theory: the award-winning The Promise of Cinema: German Film Theory, 1907–1933 (University of California Press, 2016) and Unwatchable (Rutgers University Press, 2019).


Wichtige Informationen zur Teilnahme: Die Lectures finden online. Die Zoom-Einladung bekommen Interessierte von fairfax@tfm.uni-frankfurt.de

Informationen gibt es auch auf der WebsiteAußerdem wird es dort nach der Veranstaltung auch einen Mitschnitt geben.

Lecture & Film: HRA O JABLKO (Ein bisschen schwanger) von Věra Chytilová | Vortrag von Daniel Fairfax

Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. 
Die „Lecture & Film“-Reihe Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová präsentiert die wichtigsten Arbeiten der Regisseurin mit Einführungen von Expert:innen, die Chytilová im Kontext der aktuellen filmwissenschaftlichen Debatte...

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Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. 

Die „Lecture & Film“-Reihe Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová präsentiert die wichtigsten Arbeiten der Regisseurin mit Einführungen von Expert:innen, die Chytilová im Kontext der aktuellen filmwissenschaftlichen Debatte verorten.

Am Donnerstag, 9. Dezember, beschäftigt sich Daniel Fairfax (Goethe-Universität) mit HRA O JABLKO (Ein bißchen schwanger, 1977). 

Der Film markierte Chytilovás Rückkehr zum Kino, nachdem sie im Zuge der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 in der Tschechoslowakei mit einem Berufsverbot belegt wurde. Jiří Menzel, selbst eine der zentralen Figuren der Tschechischen Neuen Welle, spielt in dieser feministischen Komödie einen untreuen Gynäkologen in einem Kinderkrankenhaus, der im Operationssaal seine Kolleginnen verführt. 

Obwohl HRA O JABLKO in vielerlei Hinsicht einer ihrer zugänglichsten Filme ist, behält er dennoch viele der subversiven Züge bei, die ihr gesamtes Werk kennzeichnen.


Ort: Kino im Deutschen Filminstitut Frankfurt, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main
Beginn: 20:15 Uhr
Bitte beachten Sie die Hygiene-Regeln und Bedigungen zum Kartenkauf!

Lecture & Film: Věra Chytilová; SEDMIKRÁSKY Tausendschönchen – Kein Märchen

Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Zusammen mit Miloš Forman und Jiří Menzel war sie die Protagonistin der tschechischen Neuen Welle der 1960er Jahre. Anders als Forman und Menzel, die das Land nach der Niederschlagung des Prager Frühlings verließen, blieb Věra Chytilová in der Tschechoslowakei...

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Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Zusammen mit Miloš Forman und Jiří Menzel war sie die Protagonistin der tschechischen Neuen Welle der 1960er Jahre. Anders als Forman und Menzel, die das Land nach der Niederschlagung des Prager Frühlings verließen, blieb Věra Chytilová in der Tschechoslowakei und arbeitete trotz zeitweiligen Berufsverbots beharrlich weiter.

Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein Werk, dessen subversive Kraft ungebrochen ist und dessen Formreichtum in seinen Kontinuitäten und Brüchen es neu zu entdecken gilt. Die „Lecture & Film“-Reihe Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen, die Chytilová im Kontext der aktuellen filmwissenschaftlichen Debatte verorten. Zum Auftakt der Reihe am 18. November hält Vinzenz Hediger (Goethe-Universität) einen Vortrag zu Chytilovás SEDMIKRÁSKY.

SEDMIKRÁSKY
Tausendschönchen – Kein Märchen
CS 1966. R: Vera Chytilová. D: Jitka Cerhová, Ivana Karbanová, Julius Albert. 76 Min. DCP (Formatänderung). OmU
Lecture: Vinzenz Hediger
Filmreihe: Lecture & Film: Vera Chytilová

Vorstellung:
Do. 18, November 2021, 20:15 Uhr
Kino des DFF, Kino (Frankfurt am Main)
Sprachversion:OmU, Originalversion

Tschechoslowakei 1965. Angesichts einer Gesellschaft, die ihre theoretischen Ideale mit Füßen tritt, beschließen zwei sinnesfrohe Aussteigerinnen, die beide auf den Namen Marie hören, mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Marie 1 und Marie 2 sind einer Meinung: Die Welt ist verdorben. Man kann ihr nur begegnen, indem man noch verdorbener ist. Von da an tun sie, was ihnen gefällt. Mit dieser grotesk- anarchistischen Komödie machte die Regisseurin Vera Chytilová international auf sich aufmerksam. Ihr Manifest für die Entfaltung der Persönlichkeit und gegen jede Form von Engstirnigkeit und Spießertum platzte mitten in die Periode des „Prager Frühlings“ hinein und wurde in der CSSR fast augenblicklich verboten.

Alle Informationen sowie Tickets gibt es auf der Website.

Jia Zhangke Film: JIA ZHANGKE, A GUY FROM FENYANG

JIA ZHANGKE, A GUY FROM FENYANG
Brasilien 2015. R: Walter Salles. Dokumentarfilm. 98 Min. DCP. OmeU

Der brasilianische Star-Regisseur Walter Salles folgt Jia Zhangke in seine Heimatstadt Fenyang, um die besondere Verbindung zwischen Jia und seiner Provinz, in der viele seiner Filme spielen, zu erkunden. Sie besuchen Schauplätze aus früheren Filmen Jias, wie XIAO WU und PLATFORM, und begeben...

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JIA ZHANGKE, A GUY FROM FENYANG
Brasilien 2015. R: Walter Salles. Dokumentarfilm. 98 Min. DCP. OmeU

Der brasilianische Star-Regisseur Walter Salles folgt Jia Zhangke in seine Heimatstadt Fenyang, um die besondere Verbindung zwischen Jia und seiner Provinz, in der viele seiner Filme spielen, zu erkunden. Sie besuchen Schauplätze aus früheren Filmen Jias, wie XIAO WU und PLATFORM, und begeben sich dabei an Orte, an denen Jia aufwuchs. Der Film zeigt die Veränderungen eines Landes, die das Werk eines der großen Filmemacher unserer Zeit prägten.

Samstag 17.07.2021, 18:00 Uhr, Kino des DFF

Im Juli findet das Abschlussprogramm der Lecture & Film-Reihe zum Werk von Jia Zhangke statt. Namhafte Kenner*innen von Jias Werk  behandeln alle Facetten von den großen Spielfilmen über die dokumentarischen Arbeiten bis zu den Kurzfilmen. 

Alle Informationen gibt es auf der Website.

Jia Zhangke Film: SHAN HE GU REN / MOUNTAINS MAY DEPART

SHAN HE GU REN
Mountains May Depart
VR China/Frankreich/Japan 2015. R: Jia Zhangke. D: Zhao Tao, Zhang Yi, Jing Dong Liang. 126 Min. DCP. OmeU

Tao (Zhao Tao) ist eine junge Frau aus Fengyang, die von den Freunden Liangzi und Zhang umworben wird. Ihr Leben wird in drei unterschiedlichen Momenten gezeigt: 1999, 2014 und 2025. Dabei lernen die Zuschauer:innen nicht nur Taos Freunde und Familie...

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SHAN HE GU REN
Mountains May Depart
VR China/Frankreich/Japan 2015. R: Jia Zhangke. D: Zhao Tao, Zhang Yi, Jing Dong Liang. 126 Min. DCP. OmeU

Tao (Zhao Tao) ist eine junge Frau aus Fengyang, die von den Freunden Liangzi und Zhang umworben wird. Ihr Leben wird in drei unterschiedlichen Momenten gezeigt: 1999, 2014 und 2025. Dabei lernen die Zuschauer:innen nicht nur Taos Freunde und Familie kennen, sondern auch den starken gesellschaftlichen Wandel im modernen China.

Freitag 16.07.2021 18 Uhr
und Sonntag 18.07.2021 20:30 Uhr
Kino des DFF

Der Vortrag fällt leider aus.

Im Juli findet das Abschlussprogramm der Lecture & Film-Reihe zum Werk von Jia Zhangke statt. Namhafte Kenner*innen von Jias Werk  behandeln alle Facetten von den großen Spielfilmen über die dokumentarischen Arbeiten bis zu den Kurzfilmen.

Alle Informationen gibt es auf der Website.

Jia Zhangke Lecture&Film: Michael Berry / XIAO WU

Fenyang umgebildet: XIAO WU und Jia Zhangkes filmische Meditation über China im Umbruch

Mit seinem ersten Langspielfilm XIAO WU (1997) etablierte sich Jia Zhangke zugleich als wichtigster Vertreter der „sechsten Generation” des chinesischen Films und als eines der größten Talente des Weltkinos. Dieser Vortrag stellt XIAO WU in den Gesamtzusammenhang von Jias Werk und spricht einige von dessen...

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Fenyang umgebildet: XIAO WU und Jia Zhangkes filmische Meditation über China im Umbruch

Mit seinem ersten Langspielfilm XIAO WU (1997) etablierte sich Jia Zhangke zugleich als wichtigster Vertreter der „sechsten Generation” des chinesischen Films und als eines der größten Talente des Weltkinos. Dieser Vortrag stellt XIAO WU in den Gesamtzusammenhang von Jias Werk und spricht einige von dessen zentralen Aspekten an: die Spannung zwischen Land und Stadt, der moralische Preis der Modernisierung, aber auch die singulären Strategien des Films.

Michael Berry (Los Angeles) ist Professor für Contemporary Chinese Cultural Studies an der University of California in Los Angeles. Er ist Autor von Jia Zhangke’s Hometown Trilogy (2009) und An Accented Cinema: Jia Zhangke on Jia Zhangke (2019).

Video-Vortrag in englischer Sprache.

Film: XIAO WU
Pickpocket
VR China 1997. R: Jia Zhangke. D: Wang Hongwei, Zuo Baitao. 108 Min. Format und Fassung werden noch bekannt gegeben.

In Fengyang wohnt der Taschendieb Xiao Wu. Da er es nie geschafft hat, wie seine Freunde von der Straße wegzukommen, fühlt er sich mit seinen Problemen immer einsamer. Mit seinem ersten Langspielfilm etablierte sich Jia Zhangke zugleich als wichtigster Vertreter der „sechsten Generation” des chinesischen Films und als eines der größten Talente des Weltkinos.

Im Juli findet das Abschlussprogramm der Lecture & Film-Reihe zum Werk von Jia Zhangke statt. Namhafte Kenner*innen von Jias Werk  behandeln alle Facetten von den großen Spielfilmen über die dokumentarischen Arbeiten bis zu den Kurzfilmen.

Alle Informationen gibt es auf der Website.