close

Kontakt

hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 830 460 41

Anfahrtsbeschreibung hier

Sie erreichen uns in der Kernzeit montags bis donnerstags von 10.00 - 16.30 Uhr. 

Geschäftsführung
Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer@hfmakademie.de

Mitarbeiter*innen
Clara Podlesnigg (montags und dienstags) – podlesnigg@hfmakademie.de
Klaus Schüller (montags und donnerstags) – schueller@hfmakademie.de
Mariana Schneider (dienstags und mittwochs) – info@hfmakademie.de
Csongor Dobrotka (donnerstags) – dobrotka@hfmakademie.de

Termine
(Prof. Dr. Rembert Hüser)

Histories of Film History – International Conference

The Histories of Film History conference aims at providing insight into the fabrication of film history and the discourses on its theories and methods in the past in order to contribute to a better understanding and critical reconsideration of film history today.

The conference proposes a transnational, entangled and culturally diverse approach to the archaeology of film history, while paying...

Mehr erfahren

The Histories of Film History conference aims at providing insight into the fabrication of film history and the discourses on its theories and methods in the past in order to contribute to a better understanding and critical reconsideration of film history today.

The conference proposes a transnational, entangled and culturally diverse approach to the archaeology of film history, while paying specific attention to persons, objects, infrastructures, regions, institutional fields and events hitherto overlooked.

With the historical explorations of the making of film history from the 19th to the 21st century the conference aims to revisit film history from a fresh angle that provides new insights into the theories and practices, the mechanisms and strategies involved in the on-going process of doing, undoing and redoing film history.

For all program details pls download the pdf below.


Conference Venue: Philipps-University Marburg, Deutscher Sprachatlas, Pilgrimstein 16

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Christine Korte, "Meyer aus Berlin", Deutschland, 1919, 58 Min.

Genau das, was der Doktor verschrieben hat:
Männlichkeit, Veranlagung und Komödie in Ernst Lubitschs MEYER AUS BERLIN
Vortrag in englischer Sprache

In Ernst Lubitschs 1919 erschienener Stummfilmkomödie MEYER AUS BERLIN stellt Sally Meyer die Trope teutonisch-bourgeoiser Männlichkeit auf den Kopf. Lubitsch parodiert die Fantasie des furchtlosen „deutschen“ Bergsteigers und verwendet eine höchst...

Mehr erfahren

Genau das, was der Doktor verschrieben hat:
Männlichkeit, Veranlagung und Komödie in Ernst Lubitschs MEYER AUS BERLIN

Vortrag in englischer Sprache

In Ernst Lubitschs 1919 erschienener Stummfilmkomödie MEYER AUS BERLIN stellt Sally Meyer die Trope teutonisch-bourgeoiser Männlichkeit auf den Kopf. Lubitsch parodiert die Fantasie des furchtlosen „deutschen“ Bergsteigers und verwendet eine höchst theatralische Vorstellung der Natur als Kulisse anti-heroischer Possen und des Gaunertums. In diesem Film ist seine eigene künstlerische Ausbildung, unter der Ägide von Regisseur Max Reinhardt, eine wichtige Quelle der Inspiration für die flüchtige Sinnlichkeit der Natur. Bei genauerer Untersuchung wird deutlich, dass diese skurrile Komödie der Irrungen uns viel über die Fantasie- und Identitätspolitik der Deutschen in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg verrät. Dr. Freud lässt grüßen!

Christine Korte vollendet derzeit ihre Dissertation an der York University in Toronto. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im politischen Theater der Weimarer Republik sowie der historischen und zeitgenössischen Volksbühne in Berlin.

Film:
MEYER AUS BERLIN, Deutschland, 1919, 58 Min.

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Johannes von Moltke, Ann Arbor, "NINOTCHKA", USA, 1939, 110 Min.

Ein politischer Lubitsch Touch? NINOTCHKA zwischen Exil und kaltem Krieg
„Stalin won’t like it“, resümierte der Filmkritiker der New York Times in seiner Rezension von NINOTCHKA. Seinen amerikanischen Lesern allerdings empfahl er den Film als eine der „schwungvollsten Komödien des Jahres“. Deren amerikanischer Antikommunismus speist sich aus dem Zusammenwirken einer bunt gemischten Truppe von...

Mehr erfahren

Ein politischer Lubitsch Touch? NINOTCHKA zwischen Exil und kaltem Krieg

„Stalin won’t like it“, resümierte der Filmkritiker der New York Times in seiner Rezension von NINOTCHKA. Seinen amerikanischen Lesern allerdings empfahl er den Film als eine der „schwungvollsten Komödien des Jahres“. Deren amerikanischer Antikommunismus speist sich aus dem Zusammenwirken einer bunt gemischten Truppe von Exilanten und internationalen Hollywoodstars aus Schweden, Deutschland, Österreich, Ungarn: ein melting pot, aus dem Lubitsch mit dem ihm eigenen „touch“ Politik als Komödie zaubert.

Johannes von Moltke ist Professor für German Studies und Screen Arts and Cultures an der University of Michigan, wo er zu Filmgeschichte und -theorie lehrt und forscht. Zuletzt erschien „The Curious Humanist: Siegfried Kracauer in America“ (2016).

Film:
NINOTCHKA, USA, 1939, 110 Min.

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Laura Horak, "ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN", Deutschland, 1918, 45 Min. und zwei weitere Filme

Girls Will Be Boys im frühen deutschen Kino
Vortrag in englischer Sprache
Die Filme des heutigen Abends erkunden die Freuden und Risiken beim Überschreiten von Gender-Grenzen in den 1910er Jahren. „Männlich“ (cross-dressed) gekleidete Frauen genossen in den ersten Dekaden des Kinos hohe Popularität. Diese Performances stützten sich auf viele langjährige Unterhaltungstraditionen. Wie viele ihrer...

Mehr erfahren

Girls Will Be Boys im frühen deutschen Kino

Vortrag in englischer Sprache

Die Filme des heutigen Abends erkunden die Freuden und Risiken beim Überschreiten von Gender-Grenzen in den 1910er Jahren. „Männlich“ (cross-dressed) gekleidete Frauen genossen in den ersten Dekaden des Kinos hohe Popularität. Diese Performances stützten sich auf viele langjährige Unterhaltungstraditionen. Wie viele ihrer Zeitgenossinnen verkleidete sich auch die Schauspielerin Asta Nielsen, der erste Superstar des Kinos, in ihren Filmen als Junge. Ihre Filme, ZAPATAS BANDE (1913/1914) und DAS LIEBES-ABC (1916),dienen als Beispiel für die zahlreichen, beliebten Filme der 1910er Jahre, welche „cross-dressed“ Frauen darbieten und somit den Weg für Ernst Lubitschs zelebriertes ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN (1918) ebnen.

Laura Horak ist Assistant Professor für Filmwissenschaft an der Carleton University. Sie ist Autorin von „Girls Will Be Boys: Cross-Dressed Women, Lesbians and American Cinema, 1908-1934“ (2014) und Mitherausgeberin des Sammelbands Silent Cinema and the Politics of Space“ (2014), welcher den Preis für Best Edited Collection von der Society of Cinema and Media Studies bekam. Derzeit untersucht sie die Sexualität im schwedischen Stummfilm und die Geschichte von genderabweichenden Filmemachern in Nordamerika und Europa.

Filme:
ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN, Deutschland, 1918, 45 Min.
ZAPATAS BANDE (Urban Gad), Deutschland, 1914, 42 Min.
DAS LIEBES-ABC (Magnus Stifter), Deutschland, 1916, 50 Min.

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Jennifer Bean, "THE MARRIAGE CIRCLE", USA, 1924, 92 Min.

„Versteckte Anspielungen“: Erotische Befreiung und Gelächter in THE MARRIAGE CIRCLE
Vortrag in englischer Sprache
Als Regisseur Josef von Sternberg sich bemühte, den schwer zu definierenden Begriff des Lubitsch Touch aufzuklären, bezog er sich auf eine bestimmte Art der Anspielung, wie sie in THE MARRIAGE CIRCLEzum Ausdruck kommt. In dieser raffinierten Komödie über sexuelle Beziehungen beweist...

Mehr erfahren

„Versteckte Anspielungen“: Erotische Befreiung und Gelächter in THE MARRIAGE CIRCLE

Vortrag in englischer Sprache

Als Regisseur Josef von Sternberg sich bemühte, den schwer zu definierenden Begriff des Lubitsch Touch aufzuklären, bezog er sich auf eine bestimmte Art der Anspielung, wie sie in THE MARRIAGE CIRCLEzum Ausdruck kommt. In dieser raffinierten Komödie über sexuelle Beziehungen beweist Lubitsch, dass er mehr als eine oberflächliche Betrachtung des Menschen und seiner Umwelt anstrebt und ihnen somit eine höhere Bedeutung beimisst. Das Ergebnis ist eine verfeinerte, ungezügelte Form der erotischen Befreiung, die U.S.-Kritiker als „europäisch“ verhöhnten, während sie zugleich für die Virtuosität und Anziehungskraft des Films schwärmten. Lubitschs erster U.S.-Film, ROSITA (1923), konnte Mary Pickford nicht von ihren mädchenhaften Rollen befreien, wohingegen seine zweite Produktion, THE MARRIAGE CIRCLE, das Image von weiblichen Stars wie Marie Prevost erfolgreich umzuwandeln vermochte, während er zugleich Hollywoods Vorstellungen von Sittlichkeit sowie deren künstlerische Konzeption der Sexkomödie anfocht.

Jennifer M. Bean ist Professorin und assoziierte Leiterin am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft, Film und Medien an der University of Washington-Seattle, wo sie ebenfalls die Film- und Medienstudiengänge leitet. Sie veröffentlichte weitgehend Literatur über den Stummfilm, wie etwa ihr preisgekrönter Sammelband „Silent Cinema and the Politics of Space“ (2014), „A Feminist Reader in Early Cinema“ (2002) sowie „Flickers of Desire: Movie Stars of the 1910s“ (2011). Als Vorstandsmitglied der Thanhouser Film Company Preservation, Inc., dient sie unter anderem für Turner Classic Movies, das Britische Filminstitut, BBC-2, New York Public Radio und die National Film Preservation Foundation als historische Fachberaterin.

Film:
THE MARRIAGE CIRCLE, USA, 1924, 92 Min.

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Erica Carter, "ANGEL", USA 1937, 91 Min.

Ein Gespenst geht um: Lubitsch, Dietrich und Friedrich Holländer in ANGEL
Vortrag in englischer Sprache
In seinem 1998 erschienenen Band The Material Ghost prägte der Filmkritiker Gilberto Perez den Begriff „materielles Gespenst“, welcher die Fähigkeit des Filmmediums beschreibt, aus kinematografischem Rohmaterial – Licht, Schatten, Bildausschnitt, Bewegung – neue Phantomwelten...

Mehr erfahren

Ein Gespenst geht um: Lubitsch, Dietrich und Friedrich Holländer in ANGEL

Vortrag in englischer Sprache

In seinem 1998 erschienenen Band The Material Ghost prägte der Filmkritiker Gilberto Perez den Begriff „materielles Gespenst“, welcher die Fähigkeit des Filmmediums beschreibt, aus kinematografischem Rohmaterial – Licht, Schatten, Bildausschnitt, Bewegung – neue Phantomwelten heraufzubeschwören. Das materiell greifbare Filmphantom ist keineswegs nur ein Phänomen rein ästhetischenCharakters, sondern auch ein Wiedergänger, dessen unheimliche Wiederkehr verloren gegangene Geschichten wachruft und gegenwärtige Desorientierungen in Erscheinung treten lässt. 

In diesem Vortrag befasst sich Erica Carter mit der unheimlichen Wiederkehr zweier solcher Filmphantome, Marlene Dietrich und Friedrich Holländer, in der Lubitsch-Komödie ANGEL (1937).Erica Carter ist Professorin für Germanistik und Filmwissenschaft und Leiterin des German Screen Studies Network am King’s College London. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur deutschsprachigen Film- und Kulturgeschichte gehören „How German is She? Postwar West German Reconstruction and the Consuming Woman“ (1997), „Dietrich’s Ghosts. The Sublime and the Beautiful in Third Reich Film“ (2004), „The German Cinema Book“ (Bergfelder, Carter & Göktürk, 2002) und „Béla Balázs: Early Film Theory“ (2010).

Film:
ANGEL, USA 1937, 91 Min.

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Ewa Mazierska, "CARMEN", Deutschland 1918, 80 Min

Der sanfte Orientalismus in CARMEN

Vortrag in englischer Sprache
CARMEN zählt zu den ersten Kollaborationen zwischen Ernst Lubitsch und Pola Negri. In vielerlei Hinsicht handelt es sich hierbei um einen klassischen Film des Duos, unter anderem aufgrund der Tatsache, dass die polnische Schauspielerin einen orientalischen Charakter und eine Außenseiterin (in diesem Fall eine Zigeunerin) spielt,...

Mehr erfahren

Der sanfte Orientalismus in CARMEN


Vortrag in englischer Sprache

CARMEN zählt zu den ersten Kollaborationen zwischen Ernst Lubitsch und Pola Negri. In vielerlei Hinsicht handelt es sich hierbei um einen klassischen Film des Duos, unter anderem aufgrund der Tatsache, dass die polnische Schauspielerin einen orientalischen Charakter und eine Außenseiterin (in diesem Fall eine Zigeunerin) spielt, die durch ihre Verführungskünste und sexuelle Anziehungskraft das Leben eines ehrbaren Mannes zerstört. Mazierska wird Orientalismus als eine Strategie der Vermeidung kultureller und nationaler Verankerung für Lubitsch sowie Negri in den Fokus rücken und darlegen, dass im Film ein „sanfter Orientalismus“ zu erfahren ist. Dabei handelt es sich um eine Repräsentation ausländischer Charaktere und fremder Orte, die zugleich exotisch und vertraut wirken. Dieser „sanfte Orientalismus“ wurde zu Negris Spezialität in Hollywood.

Ewa Mazierska ist Professorin für Filmwissenschaft an der University of Central Lancashire. Sie veröffentlichte über zwanzig Monographien und ist Herausgeberin zahlreicher Sammelbände über Film- und Populärmusik, unter anderem „Relocating Popular Music“ (2015), mit Georgina Gregory, „From Self-Fulfillment to Survival of the Fittest: Work in European Cinema from the 1960s to the Present“ (2015), „Falco and Beyond: Neo Nothing Post of All“ (2014) und „European Cinema and Intertextuality: History, Memory, Politics“ (2011), sowie Monographien über Roman Polanski, Jerzy Skolimowski und Nanni Moretti. Sie ist außerdem Hauptherausgeberin des Routledge Journals, „Studies in Eastern European Cinema“.
Film:CARMEN, Deutschland 1918, 80 Min

Film:
CARMEN, Deutschland 1918, 80 Min

Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Dirk Schaefer, "BROKEN LULLABY (THE MAN I KILLED)", USA 1932, 76 Min.

Lubitsch-Kitsch und Lubitsch Touch

THE MAN I KILLED – der Originaltitel klang dem Studio zu sehr nach Ernst und zu wenig nach Lubitsch. Aber auch als BROKEN LULLABY ist dieser „Teutonic tearjerker“, der von Krieg und Musik, Versöhnung und Vergessen erzählt, bei Publikum und Kritik durchgefallen – noch klarer und vor allem nachhaltiger als später TO BE OR NOT TO BE, bei dem es ja auch hieß, der...

Mehr erfahren

Lubitsch-Kitsch und Lubitsch Touch

THE MAN I KILLED – der Originaltitel klang dem Studio zu sehr nach Ernst und zu wenig nach Lubitsch. Aber auch als BROKEN LULLABY ist dieser „Teutonic tearjerker“, der von Krieg und Musik, Versöhnung und Vergessen erzählt, bei Publikum und Kritik durchgefallen – noch klarer und vor allem nachhaltiger als später TO BE OR NOT TO BE, bei dem es ja auch hieß, der Regisseur habe sich im Ton vergriffen. Neben der Frage, wieviel beide Filme miteinander zu tun haben, soll es darum gehen, wie das klingt: Lubitsch. Wie arbeitet er mit der Tonspur? Wie reimt sich Lubitsch-Kitsch auf Lubitsch Touch – nicht nur in BROKEN LULLABY?

Dirk Schaefers Name steht im Filmabspann für die Gesamtkonzeption und Gestaltung aller Klangereignisse (Musik, Geräusche, Sprache). Seit 1983 hat er auf diese Weise zahlreiche preisgekrönte künstlerische Kurzfilme, Videos und Installationen mitgestaltet, zuletzt etwa „Coming Attractions“ (Peter Tscherkassky, 2010; Goldener Löwe in Venedig 2010). Neben Vorträgen und Aufsätzen zu Film, Musik und Bildender Kunst gestaltet er Filmprogramme, zuletzt eine Reihe zum Ersten Weltkrieg im Film. Lebt als Bielefelder in Berlin und Köln.

Film:
BROKEN LULLABY (THE MAN I KILLED), USA 1932, 76 Min.


Downloads

Ernst Lubitsch Lecture & Film: Elisabeth Bronfen, "Die Puppe" (Deutschland, 1919, 66 Min)

Ein Spiel verzauberter Blicke.

Im gleichen Jahr, in dem Sigmund Freud in dem Essay „Das Unheimliche“ seine psychoanalytische Lektüre von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ veröffentlicht, verfilmt Lubitsch ebenfalls dieses Nachtstück. Bei ihm steht jedoch nicht die Bedrohung durch den Vater auf dem Spiel als die Bedrohung, welche die heterosexuelle Ehe für den neurotischen jungen Helden...

Mehr erfahren

Ein Spiel verzauberter Blicke.

Im gleichen Jahr, in dem Sigmund Freud in dem Essay „Das Unheimliche“ seine psychoanalytische Lektüre von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ veröffentlicht, verfilmt Lubitsch ebenfalls dieses Nachtstück. Bei ihm steht jedoch nicht die Bedrohung durch den Vater auf dem Spiel als die Bedrohung, welche die heterosexuelle Ehe für den neurotischen jungen Helden darstellt. Zwar macht auch Lubitsch das Spiel optischer Illusion an der Figur einer reizvollen weiblichen Puppe fest, die vermeintlich vor dieser unliebsamen Hinwendung zum Gewöhnlichen schützen soll, nur dient in seinem Film das Verwischen der Grenze zwischen belebtem und unbelebtem Körper dem Gesetz der Komödie. Zugleich bietet die von Ossi Oswalda gespielte Puppe einen Kommentar zur Zauberkraft des Kinos und spiegelt somit die Freude des Regisseurs an einem kinematischen Medium, welches sowohl Menschen also auch Holzpuppen in bewegte Bilder umwandelt.

Elisabeth Bronfen ist Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich, und seit 2007 zudem Global Distinguished Professor an der New York University. 2013 hat sie die Ausstellung „Kleopatra. Die Ewige Diva“ an der Bundeskunst- und Ausstellungshalle Bonn als externe Kuratorin mitbetreut. Ihr Spezialgebiet ist die Anglo-Amerikanische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze in den Bereichen Gender Studies, Psychoanalyse, Film- und Kulturwissenschaften wie auch Beiträge für Ausstellungskataloge geschrieben. Zu ihren Veröffentlichungen zählen „Specters of War. Hollywoods Engagement with Military Conflict“ (2012); „Night Passages: Philosophy, Literature, and Film“ (2013); und „Mad Men“ (2015).


In der Lecture & Film-Reihe entwerfen internationale SpezialistInnen neue Perspektiven auf die Filme von Ernst Lubitsch in Vorträgen in Verbindung mit Filmvorführungen und anschließender Diskussion. 

Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 20:15 Uhr im Kino des DeutschenFilmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main.

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt.

Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 961 220-220.


Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main.

Die Veranstaltung steht allen Studierenden des hFMA-Netzwerks offen! Aufgrund der Beteiligung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ sind die Veranstaltungen kostenfrei zugänglich. Die Studierenden der beteiligten Institutionen können im Rahmen der Veranstaltung Scheine erwerben. 

Sämtliche Vorträge werden aufgezeichnet und auf der Website der hFMA verlinkt.

Ernst Lubitsch Lecture & Film: René Michaelsen, "The Merry Widow" (USA, 1934, 99 Min.)

Champagnerlaune mit Sicherheitsabstand – Lubitschs Filmoperetten
Verfilmte Operetten gehören zum Grundstock des frühen Kinos – und gerade Ernst Lubitsch greift sowohl in seinen Stumm- wie in seinen Tonfilmen immer wieder auf Operetten als Vorlage zurück. Die Operette folgt jedoch als Bühnengenre einem durchaus spezifischen performativen Rahmen, der sich den Bedürfnissen des Mediums Film nicht...

Mehr erfahren

Champagnerlaune mit Sicherheitsabstand – Lubitschs Filmoperetten

Verfilmte Operetten gehören zum Grundstock des frühen Kinos – und gerade Ernst Lubitsch greift sowohl in seinen Stumm- wie in seinen Tonfilmen immer wieder auf Operetten als Vorlage zurück. Die Operette folgt jedoch als Bühnengenre einem durchaus spezifischen performativen Rahmen, der sich den Bedürfnissen des Mediums Film nicht automatisch fügt: Sie realisiert sich szenisch und musikalisch unter Einbezug einer Sphäre ironischer Distanz und Selbstanzeige, über die Oper und Musical nicht notwendigerweise verfügen.

Der Vortrag wird den Fokus auf Lubitschs Verfilmung von Franz Léhars Die lustige Witwe legen, um von dort aus der Frage nachzugehen, wie Lubitsch die spezifische Illusionsvereinbarung der Operette in seinen Filmen adaptiert und inwiefern sich womöglich gerade die Operette als Blaupause des berühmten Lubitsch Touch qualifiziert.

René Michaelsen promovierte zur Selbstreflexivität der Musik Robert Schumanns und arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Musikwissenschaftlichen Instituten der Universität zu Köln und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit August 2016 ist er Dramaturg am Theater im Bauturm in Köln. Vorträge und Publikationen u. a. zum Jazz sowie zu Jacques Offenbach, Richard Wagner, Siegfried Kracauer, Cathy Berberian und „Tim und Struppi“.


In der Lecture & Film-Reihe entwerfen internationale SpezialistInnen neue Perspektiven auf die Filme von Ernst Lubitsch in Vorträgen in Verbindung mit Filmvorführungen und anschließender Diskussion. 

Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 20:15 Uhr im Kino des DeutschenFilmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main.

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt.

Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 961 220-220.


Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main.

Die Veranstaltung steht allen Studierenden des hFMA-Netzwerks offen! Aufgrund der Beteiligung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ sind die Veranstaltungen kostenfrei zugänglich. Die Studierenden der beteiligten Institutionen können im Rahmen der Veranstaltung Scheine erwerben. 

Sämtliche Vorträge werden aufgezeichnet und auf der Website der hFMA verlinkt.


Downloads