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Symposium & Workshop: Echoes of Parthenope: Elvira Notari’s Cinema and Neapolitan Popular Culture

Elvira Notari, die erste italienische Filmemacherin, arbeitete zwischen 1906 und 1930 in Neapel, wo sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Nicola Notari die Produktionsfirma Dora Film führte. Sie verfasste die Drehbücher, führte Regie und produzierte an die 60 Spielfilme und rund 100 Dokumentationen und Kurzfilme. Ihre Filme sind allerdings – was angesichts der Überlieferungslage des frühen Kinos...

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Elvira Notari, die erste italienische Filmemacherin, arbeitete zwischen 1906 und 1930 in Neapel, wo sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Nicola Notari die Produktionsfirma Dora Film führte. Sie verfasste die Drehbücher, führte Regie und produzierte an die 60 Spielfilme und rund 100 Dokumentationen und Kurzfilme. Ihre Filme sind allerdings – was angesichts der Überlieferungslage des frühen Kinos nicht ungewöhnlich ist – fast alle verloren gegangen. Elvira Notari und auch ihre Filme sind daher von der Filmgeschichtsschreibung lange vergessen oder zumindest vernachlässigt worden.

Diese Filme lieferten zuvor nie gesehene Repräsentationen der neapolitanischen Stadtbevölkerung und wurden daher vom lokalen Publikum auch sehr geschätzt. Mit der Gründung einer eigenen Verleihfirma in den USA, der Dora Film D’America, zirkulierten Notaris Filme auch in Übersee und feierten große Erfolge in der italo-amerikanischen Community.


Das Symposium Echoes of Parthenope: Elvira Notari’s Cinema and Neapolitan Popular Culture an der Frankfurter Goethe Uni ist der neuesten Forschung zu Elvira Notari gewidmet. Es ist Teil eines übergreifenden Projekts zu Elvira Notari, das aus einer Kooperation des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt mit der Kinothek Asta Nielsen e.V., ZDF/ARTE und der Pupille – Kino in der Uni entstanden ist.


Dem Symposium voran geht das Filmfestival Transito. Elvira Notari – Cinema of Passage, das vom 14. – 17. Dezember in der Pupille – Kino in der Uni stattfindet. Das Festival präsentiert Werke Notaris im Kontext anderer Filme, von der Stummfilmzeit bis heute, und setzt diese zueinander in Beziehung. Die Stummfilme werden mit von ZDF/ARTE und der Kinothek Asta Nielsen e.V. in Auftrag gegebenen, neu erarbeiteten Kompositionen präsentiert.


Ein Workshop für Studierende des hFMA-Netzwerkes ist ebenfalls Teil des Projektes In diesem Workshop geben die italienischen Musikerinnen und Musiker, welche die Musiken erarbeitet haben und im Festival live aufführen werden, Auskunft über ihre spezifischen Vorgehens- und Arbeitsweisen. Der Workshop findet am Samstag, 16.12.2017 von 9 bis 11.30 Uhr in der Pupille – Kino in der Uni statt (Frankfurt-Bockenheim, Mertonstr. 26–28). Mehr dazu unter dem Reiter: Teilnahme Infos.

Im Workshop, der den Fokus auf die neu komponierte Musik zu den Filmen im Festival legt, Film- und Musik-Studierende die Möglichkeit, im Gespräch mit den Komponisten und anhand von Musikbeispielen mehr über die Vertonung von Stummfilmen zu erfahren.


Von Notaris Werk ausgehend werden im Symposium aktuelle Themen diskutiert:

    • Die Rolle von Frauen im Kulturbereich und in der Filmproduktion im neapolitanischen und mediterranen Kontext während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

    • Die Verflechtungen von Kino und neapolitanischer Populärkultur aus den Bereichen Musik, Theater und Literatur (Mundartlieder, Serienromane, sceneggiata und avanspettacolo).

    • Die medialen Repräsentationen von Neapel und des neapolitanischen Lebens zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

    • Das Kino als Form des Transits, als Teil der Identitätskonstruktion in Migrationsprozessen.

Veranstaltungsort :
Filmraum IG 7.312, IG-Farben-Haus
Goethe-Universität Frankfurt
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Die Vortragsveranstaltungen sind öffentlich.

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Symposium & Workshop: Echoes of Parthenope: Elvira Notari’s Cinema and Neapolitan Popular Culture

Der  Workshop steht allen interessierten Studierenden des hFMA-Netzwerkes offen. In diesem Workshop geben die italienischen Musikerinnen und Musiker, welche die Musiken erarbeitet haben und im Festival live aufführen werden, Auskunft über ihre spezifischen Vorgehens- und Arbeitsweisen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besuch der Filmaufführungen mit Live Musik, die im Rahmen des...

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Der  Workshop steht allen interessierten Studierenden des hFMA-Netzwerkes offen. In diesem Workshop geben die italienischen Musikerinnen und Musiker, welche die Musiken erarbeitet haben und im Festival live aufführen werden, Auskunft über ihre spezifischen Vorgehens- und Arbeitsweisen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besuch der Filmaufführungen mit Live Musik, die im Rahmen des Festivals stattfinden.

Die gezeigten Filme von Elvira Notari stellen heute besondere Anforderungen an die musikalische Begleitung: Das in den Filmen verwendete Liedmaterial muss aufgenommen und arrangiert werden, ohne bloße Rekonstruktion zu sein. Zugleich gilt es eine Transferleistung zu erbringen, um die Filme der 10er und 20er Jahre als zeitgemäß erfahrbar zu machen. Ähnliches gilt auch für Filme aus dem Notari-Umkreis, die ebenfalls die neapolitanische Kultur der Feste, der Musik, der Bühne aufnehmen.

Der Workshop wird moderiert von Nina Goslar, ZDF/ARTE, die für zwei Notari-Filme Musik in Auftrag gab und deren Entwicklung begleitete, sowie von der Musikwissenschaftlerin und Musikerin Simona Frasca.

Von ihrer Arbeit berichten

  • der deutsche Komponist Michael Riessler,
  • die italienische Sängerin Lucilla Galeazzi,
  • der italienische Musiker und Komponist Enrico Melozzi,
  • die neapolitanische Musikerin Dolores Melodia und
  • ihr Kollege Michele Signore,
  • der italienische Komponist Federico Odling,
  • die Stummfilmkomponistin und -pianistin Maud Nelissen.

Der Workshop findet am Samstag, 16.12.2017 von 9 bis 11.30 Uhr in der Pupille – Kino in der Uni statt (Frankfurt-Bockenheim, Mertonstr. 26–28).

Wissenschaftliche Koordination: Prof. Sonia Campanini
Anmeldung zum Symposium und Workshop: info@elviranotarisymposium.de

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