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hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 66 77 96 909

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Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer@hfmakademie.de

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Katharina Schmidt (montags und dienstags) - schmidt@hfmakademie.de

Ilka Brosch (dienstags und mittwochs - brosch@hfmakademie.de
Csongor Dobrotka (donnerstags) - dobrotka@hfmakademie.de
Klaus Schüller (donnerstags und freitags) - info@hfmakademie.de

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    KURZFILMTAG 2017

    „Lass uns bei Tante Emma treffen und Kurzfilme gucken!“ Damit das am 21. Dezember möglich ist, sollte jetzt mit den Vorbereitungen auf den Aktionstag begonnen werden: einen geeigneten Ort finden, Filme aussuchen, die Versorgung mit Snacks und Getränken organisieren, vielleicht auch einen Filmemacher oder Musiker einladen und schließlich die Werbetrommel rühren.
    „Das Besondere am Kurzfilmtag...

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    „Lass uns bei Tante Emma treffen und Kurzfilme gucken!“ Damit das am 21. Dezember möglich ist, sollte jetzt mit den Vorbereitungen auf den Aktionstag begonnen werden: einen geeigneten Ort finden, Filme aussuchen, die Versorgung mit Snacks und Getränken organisieren, vielleicht auch einen Filmemacher oder Musiker einladen und schließlich die Werbetrommel rühren.

    „Das Besondere am Kurzfilmtag ist, dass wirklich jede und jeder überall in Deutschland sein eigenes kleines oder großes Kurzfilm-Event auf die Beine stellen kann: Wohngemeinschaften, Sportvereine, Bibliotheken, Kindergärten, Schulen, Laubenpieper können sich bei uns anmelden und bekommen dann Unterstützung, die von Werbematerialien über Filmprogramme bis hin zur Kontaktierung von Filmemachern reicht“, so Jana Cernik, Geschäftsführerin beim Bundesverband Deutscher Kurzfilm, der den Aktionstag 2012 ins Leben gerufen hat und seitdem koordiniert.

    Das Ziel: Am kürzesten Tag des Jahres sollen möglichst viele Menschen erleben, wie abwechslungsreich und amüsant, aber auch kreativ und spannend Kurzfilme sein können. Beim Kurzfilmtag mitzumachen ist ganz einfach. Alles, was an technischen Voraussetzungen benötigt wird, sind ein Raum sowie ein Beamer nebst Leinwand oder ein größerer Bildschirm.Der sechste Kurzfilmtag steht unter dem Motto „nebenan“. Der Fokus liegt auf Nachbarschaft und Zusammenleben, und zwar im Kleinen wie im Großen und mit allen Chancen, aber auch Konflikten. Der Schwerpunkt wird sich in Aktionen der VeranstalterInnen genauso widerspiegeln wie in einigen der insgesamt 15 Filmprogramme, die auf der Website kurzfilmtag.com zum Kurzfilmtag-Sonderpreis von jeweils 80 bzw. 50 Euro für Kinderfilme gebucht werden können.

    Acht Geschichten aus der Nachbarschaft erzählt das für Kinder ab sechs Jahren geeignete Programm „Strange Neighbourhood“. Die Preisträger und Nominierten des Deutschen Kurzfilmpreises beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema „nebenan“. In ihren Filmen geht es unter anderem um vertrackte Familienbande und die unglaublichen Unternehmungen zweier sächsischer Skilaufkoryphäen. Das Programm „Hier und Da“ wirft einen aktuellen Blick auf die Lebensverhältnisse von Migranten in Deutschland. Unter dem Motto „Nachbarschaftswahnsinn“ huldigen 13 abwechslungsreiche Filme den Verrücktheiten des vermeintlich Alltäglichen und loten deren volle Bandbreite aus. Ein Teil der Programme ist bereits jetzt auf der Website buchbar. Bis Mitte Oktober wird das Angebot komplettiert. Viele Programme sind eigens für den Aktionstag zusammengestellt oder laufen erstmalig am Kurzfilmtag.

    Nebenan, in seinem Kiez in Berlin-Köpenick, fühlt sich Blondzopf-Rapper Romano am wohlsten. Manchmal zieht es ihn jedoch auch in die Ferne. Das 10-Minuten-Video zu seinem Song „Copyshop“, ein Kurzfilm im besten Sinne, hat er in Hongkong gedreht. Seine Botschaft zum Kurzfilmtag:

    „Macht aus eurer Zweiraumwohnung einen Kinosaal!“ Auch TV-Koch Ole Plogstedt hat bereits jetzt Lust auf den Kurzfilmtag: „Es ist eine total charmante Idee, also geht hin oder zeigt selbst Kurzfilme. Wie beim Kurzgebratenen muss bei Kurzfilmen nichts lange schmoren.“ Romano und Ole Plogstedt sind zwei von mehreren prominenten Botschaftern, die den Aktionstag unterstützen.

    Speziell für Jugendliche wird das Projekt „Wir zeigen’s euch!“ fortgeführt, in dessen Rahmen deutschlandweit junge Menschen ihren eigenen Kurzfilmtag organisieren. Unterstützt werden sie von Medienpädagogen, Kinobetreibern und Verleihern. Zudem wurde ein umfangreicher Leitfaden erstellt, der den jungen Kurzfilmfans bei der praktischen Umsetzung hilft. Unter dem Motto „Wir zeigen’s euch! – grenzenlos“ finden, passend zum Themenschwerpunkt „nebenan“, fünf Veranstaltungen mit Geflüchteten statt.

    Alle Informationen zum Kurzfilmtag gibt es auf der Website.

    Tropical Underground Lecture & Film: Christopher Dunn – Das leere Boot. Meteorango Kid und das brasilianische Cinema Marginal

    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos

    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der...

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    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos

    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der Pop-Musik und zugleich eine visionäre Antwort auf die Globalisierung. Die Lecture & Film-Reihe im Rahmen von „Tropical Underground“ stellt das Cinema Marginal in seine Kontexte.

    Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

    Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut, dem Weltkulturen Museum, dem Museum Angewandte Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm sowie mit SESC – SÃo Paulo. Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Dr. Marschner Stiftung, der hessischen Film- und Medienakademie und der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität.  

    Lecture:
    Christopher Dunn (New Orleans) – Das leere Boot. Meteorango Kid und das brasilianische Cinema Marginal (Vortrag in englischer Sprache)

    Film:
    Meteorango Kid — O Herói Intergalático, André Luiz Oliveira, BRA 1969, 85 min.

    Die Veranstaltung beginnt um 20:15 Uhr. Film im Anschluß an den Vortrag.

    Ort: Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main. Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.


    Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut, dem Weltkulturen Museum, dem Museum Angewandte Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm sowie mit SESC – SÃo Paulo.

    Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Dr. Marschner Stiftung, der hessischen Film- und Medienakademie und der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität. 


    Tropical Underground Lecture & Film: Renato Coelho – Jairo Ferreia: Ein erfinderisches Kino

    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos

    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der...

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    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos

    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der Pop-Musik und zugleich eine visionäre Antwort auf die Globalisierung. Die Lecture & Film-Reihe im Rahmen von „Tropical Underground“ stellt das Cinema Marginal in seine Kontexte.

    Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

    Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut, dem Weltkulturen Museum, dem Museum Angewandte Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm sowie mit SESC – SÃo Paulo. Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Dr. Marschner Stiftung, der hessischen Film- und Medienakademie und der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität.  

    Lecture:
    Renato Coelho (SÃo Paulo) – Jairo Ferreia: Ein erfinderisches Kino (Vortrag in englischer Sprache)

    Film:
    O Vampiro da Cinemateca, Jairo Ferreira, BRA 1977, 64 min.

    Die Veranstaltung beginnt um 20:15 Uhr. Film im Anschluß an den Vortrag.

    Ort: Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main. Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.


    Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut, dem Weltkulturen Museum, dem Museum Angewandte Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm sowie mit SESC – SÃo Paulo.

    Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Dr. Marschner Stiftung, der hessischen Film- und Medienakademie und der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität. 

    Tropical Underground Lecture & Film: Martin Schlesinger – The Red Light Bandit

    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos
    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der...

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    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos

    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der Pop-Musik und zugleich eine visionäre Antwort auf die Globalisierung. Die Lecture & Film-Reihe im Rahmen von „Tropical Underground“ stellt das Cinema Marginal in seine Kontexte.

    Lecture:
    Martin Schlesinger (Bochum) – The Red Light Bandit (1968) —  Der Angriff des Marginalen auf das übrige Kino (Vortrag in deutscher Sprache)

    Film:
    O Bandido da Luz Vermelha, Rogério Sganzerla, BRA 1968, 85 min.

    Die Veranstaltung beginnt um 20:15 Uhr. Film im Anschluß an den Vortrag.

    Ort: Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main. Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.


    Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut, dem Weltkulturen Museum, dem Museum Angewandte Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm sowie mit SESC – SÃo Paulo.

    Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Dr. Marschner Stiftung, der hessischen Film- und Medienakademie und der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität. 

    Bis 03.12.2017 / Sonntag (Öffentlich)

    Film, Event, Wettbewerb

    Frankfurt am Main

    Biennale des bewegten Bildes 2017

    Leitthema 2017:
    On Desire. Über das Begehren.

    Nach den Themenstellungen „EXPANDED NARRATION. Das neue Erzählen“ in 2013 und „EXPANDED SENSES. Wahrnehmung erweitern und Grenzen verschieben“ im Jahr 2015 widmet sich die B3 2017 dem Leitthema „ON DESIRE. Über das Begehren.“

    Das Begehren als Begierde, Wunsch, Lust oder Hoffnung und deren Umsetzung in bewegtes Bild werden in den drei...

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    Leitthema 2017:

    On Desire. Über das Begehren.


    Nach den Themenstellungen „EXPANDED NARRATION. Das neue Erzählen“ in 2013 und „EXPANDED SENSES. Wahrnehmung erweitern und Grenzen verschieben“ im Jahr 2015 widmet sich die B3 2017 dem Leitthema „ON DESIRE. Über das Begehren.“

    Das Begehren als Begierde, Wunsch, Lust oder Hoffnung und deren Umsetzung in bewegtes Bild werden in den drei bewährten B3-Modulen Parcours, Festival und Campus/Markt aus künstlerisch, gesellschaftlich, politisch, historisch beleuchtet und kritisch hinterfragt hinterfragt in Bezug auf ihre Funktion als Triebfeder für die Gestaltung von Zukunft und die Entwicklung von Utopien. Die B3 schaut hierbei ebenso auf das Begehren des Individuums, aber auch auf die Ansprache und Mobilisierung kollektiver Sehnsüchte und Hoffnungen. Die künstlerische bis rein formale Umsetzung dieses Begehrens in bewegtes Bild auf allen bekannten Trägermedien und über alle Kanäle steht hierbei ebenso im Vordergrund wie die Auslotung von Grenzen und der Blick in die Zukunft.


    "Das Nachdenken über das Begehren/desire führt in eine komplexe Dramaturgie aus Innen- und Außenwelten und aus Übersetzungsfragen: In der Philosophiegeschichte wird die dt. Begierde (lat. Cupiditas) mit desire übersetzt, gleichwohl aber auch der Freud´sche Begriff des Wunsch. Während in der Rückübersetzung von désir / desire aus dem Französischen / Englischen ins Deutsche hingegen das Begehren die verbreitete Übersetzung ist. Das Verhältnis von Gesellschaft und Technik und die Beziehung von Individuen und ihrem Technikgebrauch finden in dem Begriff Begehren eine elementare Referenz. Das Begehren entwirft Verhältnisse, die sich abseitsnatürlicher und funktionaler Regelsysteme und Erklärungsmuster zwischen Menschen, Menschen und Dingen, Menschen und Techniken ereignen. Zugleich entzieht sich der Begriff einer klaren Zuordnung, schwankt zwischen sexueller, ideeller und sozialer Aufladung. Begehren ist in eine produktive Ambivalenz eingeschrieben. Auch in seiner Unterscheidung von anderen Großfiguren wie Begierde, Lust, Sehnsucht, Wille.

    Es fällt leicht, Medientechniken und insbesondere den Bewegtbildern in ihrer Geschichte und Gegenwart jene Aufgabe der Wunscherfüllung zuzuweisen, die die „Wirklichkeit" nicht leisten kann oder einfach abweist. Das Begehren nach Gegen- oder Ersatzwirklichkeiten findet sich früh in der Ausrichtung der Kinoindustrie auf Genres (Komödie, Science-Fiction etwa) und in zunehmender Ausdifferenzierung der Postproduktion. Desgleichen wird im Zusammenhang mit Computerspielen und Social Media das psycho-soziale Argument der Ersatzbefriedigung, der Entlastung, auch der künstlichen Vervollkommnung (Avatare), der Simulation und Immersion, allgemein: des Begehrens nach Surrogaten angeführt. Jedenfalls kann hier von Medientechniken als Traumtechnikendie Rede sein, womit sich die eine zentrale Frage an diese Techniken formulieren lässt: Was wollen diese Bilder, welche Wünsche erfüllen sie?

    Zum anderen ist von einem produktiven Begehrenauszugehen, das sich nicht auf Mangel oder Lust reduzieren lässt. Dies lässt sich vielleicht anschaulich, gerade auch im Zusammenhang mit den Bewegtbildern, zunächst am Objekt des Begehrens, dann am Zusammenspiel von Bewegung, Bild und Begehren zeigen. Während das Objekt der Begierde / des Verlangens durch eine Funktion bestimmt wird, die durch es hindurch wahrgenommen wird und die zugleich die beliebige Ersetzbarkeit des Objektes in der Befriedigung voraussetzt, repräsentiert das Objekt des Begehrens anderes, als es selber. Es hat eine symbolische Dimension. Während die Begierde das Objekt haben will, will das Begehren das Objekt, weil es dieses Objekt ist– auch und gerade in seiner Unerreichbarkeit!

    Das Begehren ist endlos, es ist unabschließbar, uneinlösbar, es findet keinen finalen Zustand der Befriedigung. So wie die Bewegung stets nur Bewegung sein kann und ist, und also auch nur von außen angehalten, abgestoppt werden kann, so auch das Begehren, es vermag nicht aufzuhören zu begehren, es ist ein unendliches. In der Letztkonsequenz bedeutet dies, in einer Formulierung Slavoj Zizeks: „desire´s raison d´être is not to realize its goal, to find full satisfaction, but to reproduce itself as desire.“ eide Formen, die Form des Begehrens und die Bewegungsform (er)finden, erzeugen Objekte und Bilder, die ihnen entsprechen. Wunschmaschinen, in der Sprache von Deleuze/Guattari.

    Gerade in der aktuellen Medienlandschaft lassen sich Phänomene beobachten, die von dieser willkürlichen Unabschließbarkeit, diesem Fließen des Begehrens und Bewegens der Bilder zu. Stellt das Fernsehregime mit der Einführung des 24 Stunden-Empfangs bereits eine endlose audio-visuelle Verkettung aus Realem und Fiktionalem zur Verfügung, so demonstrieren neue Serien mit ihren Staffeln und zahllosen Episoden von innen heraus das Begehren nach Endlosgeschichten und ihren narrativen Exzessen. Das Internet, als gigantische Wunschmaschine der Gegenwart, ist ein nicht arretierbarer, hypermedialer Strom, an dem man sich jederzeit und von vielen Orten aus anschließen kann. Mit dem Netz und den Neuen Medien erleben und erfahren wir ein Gefüge des Begehrens, das neue Verhältnisse zum Eigentum/Besitz, zum sozialen Körper, zur Sexualität und der Geschlechterfrage und eben auch zur Produktion und Wahrnehmung und Aneignung von Bewegtbildern, Musik und Kunst einbringt. Daher ist die zentrale Frage, die an die diversen Ausformungen Neuer Medien zu stellen ist, nicht die nach visuellen oder ästhetischen Defiziten – etwa angesichts der krassen Miniaturisierung der Bild-Displays –, sondern die nach dem Gefüge des Begehrens, das die Faszinationen, die Affekte und Interessen – etwa am kleinstmöglichen Bewegtbild – evoziert.

    Die B3 Biennale des bewegten Bildes 2017 stellt sich unter dem Leitthema „ON DESIRE. Über das Begehren.“ dieser doppelten Logik des Begehrens nach „Traumbildern" der Wunscherfüllung und dem „produktiven Begehren" der Wunschmaschinen." (Prof. Dr. Marc Ries, Soziologie / Medientheorie, HfG Offenbach)

    Seminar ONLINE LEGAL SOCIAL bei den DigitalMediaWomen

    Paula Landes, Quartiersleiterin der #DMW-Frauen, Maria Aust und Melanie Ströbel machen Interessenten fit für ihren Business-Webauftritt. Im Tagesseminar lernen die Teilnehmer, was Sie brauchen, um ihre Website nicht nur für mobile Endgeräte zu optimieren, sondern auch bei Google gut sichtbar zu machen.
    Termin und Ort:
    Das nächste Seminar ONLINE LEGAL SOCIAL findet am 09.11.2017 in Frankfurt am...

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    Paula Landes, Quartiersleiterin der #DMW-Frauen, Maria Aust und Melanie Ströbel machen Interessenten fit für ihren Business-Webauftritt. Im Tagesseminar lernen die Teilnehmer, was Sie brauchen, um ihre Website nicht nur für mobile Endgeräte zu optimieren, sondern auch bei Google gut sichtbar zu machen.

    Termin und Ort:

    Das nächste Seminar ONLINE LEGAL SOCIAL findet am 09.11.2017 in Frankfurt am Main statt. Bei Buchung zu zweit gibt es einen Rabatt von 50%.

    Im mittleren Teil des Seminars werden kritische Themen wie Abmahnung, Bildrechte, Datenschutzerklärung und spezielle rechtliche Fallstricke rund um soziale Netzwerke erläutert. Damit das Unternehmen auch eine relevante Reichweite bekommt, wird im letzen Teil des Seminars noch der Einsatz von Social Media diskutiert und an Fallbeispielen erläutert.

    Die Anneldung für das Seminar ist auf der Website möglich.

    GWA Effie Kongress

    Bereits zum vierten Mal findet im November der GWA Effie Kongress statt. Neben den Key Note Speakern Les Binet (Head of Effectiveness, adam&eveDDB London), Prof. Dr. Carsten Baumgarth (HWR Berlin – School of Economics and Law) und Prof. Dr. Kay Peters (Universität Hamburg) werden ausgewählte, aktuelle GWA Effie und GWA Profi-Cases von Agentur- und Unternehmensvertretern vorgestellt. So...

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    Bereits zum vierten Mal findet im November der GWA Effie Kongress statt. Neben den Key Note Speakern Les Binet (Head of Effectiveness, adam&eveDDB London), Prof. Dr. Carsten Baumgarth (HWR Berlin – School of Economics and Law) und Prof. Dr. Kay Peters (Universität Hamburg) werden ausgewählte, aktuelle GWA Effie und GWA Profi-Cases von Agentur- und Unternehmensvertretern vorgestellt. So bekommen die Teilnehmer einen Überblick über aktuelle „Best-Practice“ in der Marketing-Kommunikation.


    Die hFMA vergibt für diese spannende Veranstaltung 15 Freikarten an Studierende aus dem hFMA-Netzwerk nach dem `first come – first serve` Prinzip.

    Anfragen bitte ausschließlich über diesen Link!


    TERMIN und ORT:

    GWA Effie Kongress

    9. November 2017, 10.00 - 17.00 Uhr
    Event Colosseo | Walther-von-Cronberg-Platz 2-4 | 60594 Frankfurt am Main


    Das Programm

    Moderation: Larissa Pohl (Jung von Matt) & Maik Hofmann (hauser lacour)

    10:00 Uhr Larissa Pohl und Maik Hofmann | Begrüßung

    10:20 Uhr Les Binet, Head of Effectiveness, adam&eveDDB London | "Effectiveness in the Digital Age?"

    11:15 Uhr Best Practice at its best: GWA Effie Gewinner Cases 2017

    12:25 Uhr Lunch

    13.30 Uhr Prof. Dr. Carsten Baumgarth, HWR Berlin – School of Economics and Law | "Zwischen VDI 4506 und Supergeil" – Erfolgsfaktoren der B2B-Markenführung

    14:15 Uhr Best Practice at its best: GWA Effie Gewinner Cases 2017

    Parallel ab 14:15 Uhr Best of GWA Profi: das Beste aus fünf Jahren B2B-Kommunikation

    15:05 Uhr Coffee Break

    15:30 Uhr Best Practice at its best: GWA Effie Gewinner Cases 2017

    15:55 Uhr Prof. Dr. Kay Peters, Universität Hamburg | "Aktuelle Mythen in der Werbewirkung"

    gg. 16:45 Uhr Ende


    Tropical Underground Lecture & Film: Stefan Solomon – Der Meister des Terrir

    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos
    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der...

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    Das brasilianische Cinema Marginal und die Revolution des Kinos

    Noch neuer als die neue Welle war in der brasilianischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre das Cinema Marginal: Eine Explosion des Erfindungsreichtums an der Schnittstelle von Underground und Genrekino, ausgelöst durch die Einmischung der Militärdiktatur ins Kulturleben, verknüpft mit der Tropicalia-Bewegung in der Pop-Musik und zugleich eine visionäre Antwort auf die Globalisierung. Die Lecture & Film-Reihe im Rahmen von „Tropical Underground“ stellt das Cinema Marginal in seine Kontexte.

    Lecture:
    Stefan Solomon (Reading) - Der Meister des Terrir (Vortrag in englischer Sprache)

    Film:
    Ivan Cardoso’s The Secret of the Mummy (1982) | O Segredo da Múmia, Ivan Cardoso, BRA 1982, 85 min.

    Die Veranstaltung beginnt um 20:15 Uhr. Film im Anschluß an den Vortrag.

    Ort: Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main. Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.


    Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut, dem Weltkulturen Museum, dem Museum Angewandte Kunst und dem Künstlerhaus Mousonturm sowie mit SESC – SÃo Paulo.

    Mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Dr. Marschner Stiftung, der hessischen Film- und Medienakademie und der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität. 

    (Öffentlich)

    Workshop / Seminar, Vortrag

    Frankfurt

    Creative Hub ACADEMY: „Kein Buch mit sieben Siegeln-Kaufmännisches Wissen für Kreativschaffende“

    Betriebswirtschaftslehre zählt häufig nicht zu den Top-Themen für Kreativschaffende. Doch um das eigene Unternehmen wirtschaftlich und effektiv zu führen, sind kaufmännische Grundkenntnisse auch für Selbstständige in der Kreativwirtschaft das A und O. 
    Termin und Ort:
    Donnerstag 26. Oktober 2017, 17.00 – 20:30 Uhr
    Frauenbetriebe e.V., Hamburger Allee 96 HH, 60486 Frankfurt
    Nach Anmeldung...

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    Betriebswirtschaftslehre zählt häufig nicht zu den Top-Themen für Kreativschaffende. Doch um das eigene Unternehmen wirtschaftlich und effektiv zu führen, sind kaufmännische Grundkenntnisse auch für Selbstständige in der Kreativwirtschaft das A und O. 

    Termin und Ort:

    Donnerstag 26. Oktober 2017, 17.00 – 20:30 Uhr
    Frauenbetriebe e.V., Hamburger Allee 96 HH, 60486 Frankfurt
    Nach Anmeldung sind die Veranstaltungen kostenfrei.

    Die Teilnehmer erhalten anhand konkreter Umsetzungsbeispiele Zugang zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten. Themen wie Finanzierung und Finanzplan sowie der Nutzen ausgewählter Systeme und Rechnungswesen-Grundlagen werden angeschnitten. Bereits mit Hilfe weniger Tools lässt sich ein Überblick über die wesentlichen wirtschaftlichen Parameter des Betriebs gewinnen.

    Referentin: Christine Acker, Beraterin und Projektleiterin, jumpp - Ihr Sprungbrett in die Selbständigkeit.

    Anmeldemöglichkeiten und alle weiteren Informationen gibt es auf der Website.

    Eröffnung LECTURE & FILM: "TROPICAL UNDERGROUND. REVOLUTIONEN VON ANTHROPOLOGIE UND KINO IN BRASILIEN NACH 1965“

    Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Goethe Uni Frankfurt) über den Cinema Novo Klassiker Macunaíma (Joaquim Pedro de Andrade, 1969) wird die Reihe LECTURE & FILM: "TROPICAL UNDERGROUND. REVOLUTIONEN VON ANTHROPOLOGIE UND KINO IN BRASILIEN NACH 1965“ eröffnet.

    Termin und Ort:
    Donnerstag, 19.10.2017 | Beginn: 20:15 Uhr
    Kino des Deutschen Filmmuseums
    Schaumainkai 41, 60596...

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    Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Goethe Uni Frankfurt) über den Cinema Novo Klassiker Macunaíma (Joaquim Pedro de Andrade, 1969) wird die Reihe LECTURE & FILM: "TROPICAL UNDERGROUND. REVOLUTIONEN VON ANTHROPOLOGIE UND KINO IN BRASILIEN NACH 1965“ eröffnet.


    Termin und Ort:

    Donnerstag, 19.10.2017 | Beginn: 20:15 Uhr
    Kino des Deutschen Filmmuseums
    Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main. Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter 069 961 220-220.

    LECTURE 20:15 Uhr
    Prof. Dr. Vinzenz Hediger (Goethe Uni Frankfurt)

    FILM 21:15 Uhr
    MACUNAÍMA von Joaquim Pedro de Andrade, ein Film zwischen anthropologie und avantgarde (Brasilien 1969. R: Joaquim Pedro de Andrade D: Grande Otelo, Paulo José, Jardel Filho. 98 Min. Digital. OmU)


    Macunaíma, so heißt der Anti-Held des Urwalds, der mit den Tieren und Sternen konversiert und dank seiner Fähigkeit, seine Gestalt zu wandeln, auch in der Großstadt sicheren Fußes unterwegs ist. Mitten im brasilianischen Urwald wird der „Held ohne jeden Charakter“ geboren. Klein, schwarz und hässlich sitzt er vor seiner Hütte, sieht seinen Brüdern Jiguê und Maanape bei der Arbeit zu und beißt Ameisen die Köpfe ab. Durch das Hexenkraut seiner Schwägerin Sofara verwandelt sich Macunaíma in einen schönen weißen Prinzen und vergnügt sich mit Sofara, bis Jiguê die beiden erwischt. Von seiner Mutter wird er zur Strafe im Urwald ausgesetzt, wo er dem menschenfressenden Walddämon Curupira begegnet. Nur mit Mühe kann er sich retten. Als die Mutter stirbt, beschließen die drei Brüder, in die Stadt zu ziehen, wo zahlreiche Abenteuer sie erwarten.

    Vorlage für "Macunaíma" war einst der gleichnamige Roman von Mario de Andrade aus dem Jahre 1928, der mit dem Film von Joaquim Pedro de Andrade von 1969 dem brasilianischen Cinema Novo seinen größten Erfolg bescherte. Roman und Film verkörpern den „Antropofagismo“, die künstlerische „Menschenfresserei“ oder auch die Aneignung der westlichen Kunst und Kultur ebenso wie die der Kulturen des Amazonas. Osvaldo de Andrade hatte den Begriff 1928 in seinem „Anthropophagischen Manifest“ geprägt und zum Programm einer neuen, nicht-europäischen Moderne ausgerufen.

    Alle Informationen zur Reihe gibt es im verknüpften Projekteintrag.